Peanuts (engl. für Erdnüsse) ist in der englischen (und seit einigen Jahren auch deutschen) Umgangssprache ein Ausdruck für Kleinigkeiten oder unbedeutende Geldsummen.
Es wurde 1994 zum Unwort des Jahres erklärt. Hilmar Kopper, damaliger Vorstandssprecher der Deutschen Bank AG, benutzte den Ausdruck „Peanuts“ im Zuge der Insolvenz des Immobilienunternehmers Jürgen Schneider für offene Handwerkerrechnungen im Wert von 50 Millionen DM (inflationsbedingt heute ca: 34 Millionen Euro). Diese Zahl setzte Kopper in Relation zu den gesamten Forderungen in Höhe von 5 Milliarden DM (inflationsbedingt heute ca: 3,4 Milliarden Euro), die Handwerkerrechnungen entsprachen also nur einem Prozent der Gesamtsumme. Die Deutsche Bank bezahlte die Handwerkerrechnungen jedoch schließlich aus Imagegründen.
Die Tarifverhandlungen im Jahr 1996 für die Beschäftigten im Bank- und Versicherungsgewerbe stellte die damalige Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV) in Anspielung auf Koppers Äußerungen unter das Motto „Peanuts für alle, bar auf die Kralle“.
Carlo Rola inszenierte 1996 unter dem Titel Peanuts – die Bank zahlt alles den Skandal um Jürgen Schneider als Filmsatire mit Ulrich Mühe in der Hauptrolle.
Für die Werbekampagne „Dahinter steckt immer ein kluger Kopf“ der Frankfurter Allgemeine Zeitung ließ sich Hilmar Kopper auf einem Berg Erdnüsse ablichten.[1][2][3]
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