| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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Koordinaten: 53° 5′ N, 11° 52′ O |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Prignitz | |
| Höhe: | 31 m ü. NN | |
| Fläche: | 137,82 km² | |
| Einwohner: |
12.332 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 89 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 19348 | |
| Vorwahlen: | 03876, 038793 | |
| Kfz-Kennzeichen: | PR | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 70 296 | |
| Stadtgliederung: | 12 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Großer Markt 19348 Perleberg | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Fred Fischer (parteilos) | |
| Lage der Kreisstadt Perleberg im Landkreis Prignitz | ||
Die Stadt Perleberg ist die Kreisstadt des Landkreises Prignitz im Land Brandenburg. Mit rund 12.300 Einwohnern ist sie nach Wittenberge und Pritzwalk die drittgrößte Stadt im Landkreis.
Perleberg liegt in der Prignitz am Fluss Stepenitz, welcher hinter Perleberg in das Elbe-Urstromtal fließt. Die Altstadt von Perleberg liegt auf einer aus Sandablagerungen gebildeten Insel zwischen zwei Stepenitzarmen im Stepenitztal. Dieses Gelände ist fast eben und weist nur ein leichtes Gefälle vom Kirchplatz nach Süden auf. In der Pritzwalker und der Berliner Straße steigt das Gelände zum Ortsausgang hin stetig bis auf etwa 16 Meter an. Ebenfalls lassen sich Erhöhungen im Norden und Nordwesten der Stadt feststellen. Im Gegensatz dazu ist das Gelände im Westen bei der Sükower Straße eben und flach.[2]
Im Nordosten der Stadt befinden sich drei Erhebungen: der teilweise als Naturschutzgebiet ausgewiesene Weinberg (83 m), Reste des Golmer Berges (ehemals 83 m), welcher durch den Kiesabbau abgetragen wurde, und der Weiße Berg (80,7 m) bei Spiegelhagen.
Südlich grenzt die Stadt an die Perleberger Heide, einem etwa sieben Kilometer breiten und 56 Kilometer langen, parallel der Elbe führenden Streifen, welcher eine dünenreiche und wenig fruchtbare Talsandebene bildet, die vor allem mit Kiefernwäldern bewachsen ist.[3]
Benachbarte Städte sind Wittenberge und Pritzwalk.
Die Stadt Perleberg unterteilt sich heute in die eigentliche Stadt auf der Gemarkung Perleberg und zwölf Ortsteile. Die Ortsteile sind ländlich geprägt. Sie bestehen aus je einem Dorf und den umliegenden Flächen. Die Ortsteile wurden der Stadt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts angegliedert.
(Stand: Einwohner 2011, Flächen 2011)[4][5]
| Ortsteil | Einwohner | Fläche in km² |
|---|---|---|
| Kernstadt Perleberg | 10.452 | 44,15 |
| Dergenthin | 263 | 17,83 |
| Düpow | 355 | 8,32 |
| Gramzow | 40 | 3,27 |
| Groß Buchholz | 129 | 6,32 |
| Groß Linde | 45 | 4,40 |
| Lübzow | 121 | 5,67 |
| Quitzow | 310 | 11,46 |
| Rosenhagen | 113 | 8,17 |
| Schönfeld | 112 | 5,29 |
| Spiegelhagen | 138 | 7,31 |
| Sükow | 185 | 9,99 |
| Wüsten-Buchholz | 107 | 5,65 |
| Gesamt | 12.370 | 137,82 |
Zudem existieren neun ausgewiesene Wohnplätze: Alt Gramzow und Gramzower Mühle im Ortsteil Gramzow, Lübzow Ausbau im Ortsteil Lübzow, Platenhof im Ortsteil Sükow, Kolonie im Ortsteil Wüsten-Buchholz sowie Henningshof, Neue Mühle, Perlhof und Waldsiedlung zur Kernstadt Perleberg.[6]
(Stand: 2009)[7]
| Flächen nach Nutzungsart | Fläche in Hektar |
|---|---|
| Gebäude- und Freifläche | 719 |
| Betriebsfläche | 45 |
| Erholungsfläche | 202 |
| Verkehrsfläche | 623 |
| Landwirtschaftsfläche | 7662 |
| Waldfläche | 4393 |
| Wasserfläche | 117 |
| Flächen anderer Nutzung | 21 |
| Bodenfläche (gesamt) | 13.782 |
Die Nachbargemeinden von Perleberg sind Karstädt, Groß Pankow, Plattenburg, Amt Bad Wilsnack/Weisen, Wittenberge, Amt Lenzen-Elbtalaue.
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Klimatabelle für Perleberg
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Die Geschichte der Stadt Perleberg ist eng mit der Geschichte der Prignitz verbunden. Wie entsprechende Funde belegen, gab es bereits vor 3000 Jahren eine Besiedlung der Stepenitzinsel. Später wurde auf Grund von Keramikfunden eine slawische Besiedlung nachgewiesen. An den Wasserläufen der Stepenitz, die in der Nähe von Meyenburg entspringt, durch die Prignitz fließt und schließlich in die Elbe mündet, wurden mit der Zeit einfache Mühlen und die damit verbundenen Wohnhäuser gebaut.
Die Nikolaisiedlung ist die älteste nachgewiesene frühmittelalterliche Stammsiedlung. Als ihre Entstehungszeit nimmt man die letzte Hälfte des 12. Jahrhunderts an. Das Straßennetz wurde besonders im Südteil der Siedlung in regelmäßiger Gitterform angelegt, bei der sich gerade Straßen rechtwinklig kreuzen. Einer der Baublöcke war der St. Nikolaikirche vorbehalten, die sich im Gebiet des heutigen St. Nikolaiplatzes befand. Insgesamt lässt sich eine elliptische Umrissform erkennen,[10] die ein Ebenbild zu Wittenberge bildet.
Es siedelten sich, durch die gute Lage begünstigt, mehrere Betriebe (u. a. Fischereien, Wollwäschereien und Gerbereien) an und es zogen immer mehr gewerbetreibende Personen wie Kaufleute, Händler, Fleischer, Bäcker, Schuhmacher, Schneider, Maurer in diese Gegend. Durch den regen Verkehr entstanden schon damals Straßen, wie die Bäckerstraße und die Schuhstraße, sowie Plätze wie der Marktplatz, der Pferdemarkt (Schuhmarkt) und der Rosenhof.
Im Zuge der deutschen Besiedlung nach der Eroberung der ostelbischen Gebiete der späteren Mark Brandenburg wurde Perleberg unter Obhut der Familie Gans gegründet und erhielt 1239 das Salzwedeler Stadtrecht verliehen. Mit gutem Grund, denn die Stadt war zu einem verhältnismäßig großen Ort herangewachsen. Dieser besaß eine Burg – die Gänseburg -, eine Kirche, mehrere Straßen und Plätze, Innungen, Gilden sowie eine in Handwerk und Handel geschäftige Bevölkerung. Das Stadtrecht wurde laut Urkunde von Salzwedel auf Vortrag zweier Männer, nämlich Gerardus de Hertesberge und Vorlevus de Perleberge sowie auch auf Ansuchen des Herrn Johannes Gans an Perleberg verliehen. Der Rat der Stadt bestand vorerst nur aus Konsuln (zehn im Jahre 1294) und später aus acht Ratsmännern und zwei Bürgermeistern, von denen jeder jeweils ein Jahr die Verwaltung innehatte. Seit je her gab es nach Perleberg nur drei Zugänge: Im Osten das Mühlentor (später Dobberziner Tor), im Westen das Wittenbergertor und im Norden das Parchimertor. Bereits im 13. Jahrhundert wurden Silberpfennige (sog. Perleberger Hohlpfennige) mit dem Perleberger Wappen geprägt. Später, im 14. Jahrhundert, gab es dann auch die ersten Münzen.
Im Jahre 1303 wurde ein Antrag zum Erwerb der Stepenitz an den Markgrafen Hermann gestellt, um der Hanse beitreten zu können. Dieser Antrag wurde, ebenso wie das Recht, die Stepenitz befahren und die Flussufer nutzen zu dürfen, genehmigt. Perleberg begann Schiffe zu bauen und seine Waren der Hanse zuzuführen. Nach dem Tod des Stadtherren Johannes Gans ging Perleberg an die Markgrafen von Brandenburg, wurde Immediatstadt und entwickelte sich nach dem Eintritt in die Hanse 1358 zum politischen und wirtschaftlichen Zentrum in der Region.
Seit dem Jahre 1310 steht die aufstrebende Stadt nicht mehr unter der Herrschaft der Edlen Gänse zu Putlitz. Die Ratsmänner kauften "Den Wall", d. h. die Umfassungsmauern mit Wall, den drei Stadttoren und Gräben. Zur Aufrechterhaltung der Sicherheit wurde 1325 ein Bündnis zwischen Perleberg, Pritzwalk, Kyritz, Havelberg, Freyenstein und Meyenburg sowie 1387 ein Friedensabkommen mit Lübeck geschlossen. Die Gebrüder und Vetter von Karstädt verkauften im Jahre 1392 das Dorf Golm (heutzutage nur noch eine Wüstung) an den Rat zu Perleberg. Sieben Jahre später fand in Perleberg der Fürstentag statt. Zu diesem reisten die Herren aus Braunschweig, Pommern, Meißen u. v. a. sowie die Abgeordneten des Hansebundes hierher, um über die Beseitigung der sich häufenden Kriminalität (Plünderungen, Wegelagerungen usw.) zu beraten. Die nächsten Jahrzehnte wurden durch viele Räubereien geprägt. Bei Konflikten nahm Perleberg auch die Vermittlerrolle an. 1420 wurde zum Beispiel in Perleberg eine Fehde zwischen den Städten Hamburg und Lübeck und dem Herzogtum Sachsen-Lauenburg beigelegt. Die Urkunde über den „Perleberger Frieden“ befindet sich noch heute im Archiv der Hansestadt Lübeck.[11] 1444 forderte der Kurfürst Friedrich II. die Städte der Prignitz auf, der Kriminalität Herr zu werden. Dies brachte auch Albrecht Achilles nochmal zum Ausdruck, als er bei seinem Aufenthalt 1471 in Perleberg Hans von Quitzow, einen bekannter und gefürchteten Raubritter, dazu aufforderte, die Straftaten zu unterlassen, was jener auch versprach.
Das 15. Jahrhundert war zudem vom allmählichen wirtschaftlichen Niedergang geprägt. Dies ist zurückzuführen auf die ständigen Fehden in der Prignitz, auf die Kriegszüge der mecklenburgischen Fürsten, dem Machtverlust der Hanse zum Teil durch Verlagerung des Außenhandels nach Übersee und der fehlenden Konkurrenzfähigkeit der Stepenitz im Vergleich zur Havel.
Im Jahre 1474 verkaufte Kaspar Gans die Gänseburg an Ritter Mathias von Jagow. Fünf Jahre danach wurde in der Nähe der St.-Jacobi-Kirche, die 1294 zum ersten Mal in einem Ablassbrief des Papstes Bonifacius VIII. schriftlich erwähnt wird, eine Schule errichtet. 1498 wurde erstmals ein Perleberger Roland erwähnt, der zu dieser Zeit aus Holz bestand.
Die St.-Jacobi-Kirche erhielt in den Jahren 1517/1518 vier Glocken (die Katharinenglocke bzw. Sonntagsglocke, die Apostelglocke [1537 an Hamburg verkauft], die Schellglocke [1823 zersprungen und 1824 ersetzt] und die Marienglocke), die der Rat der Stadt bei Glockengießmeister Hinrik van Kampen aus Lübeck in Auftrag gegeben hatte.
Die von Martin Luther begonnene Reformation erhielt 1539 auch in Perleberg Einzug. Dies ging allerdings nicht ohne Kämpfe vonstatten. Der Rat der Stadt und der Bürgermeister Konow waren Befürworter der von Kurfürst Joachim II. geförderten Reformation. Im Dezember desselben Jahres fand der letzte katholische Gottesdienst statt, worauf der katholische Pfarrer Mechow sein Amt niederlegte. Mit der Einführung der Reformation wurde die geistliche Gerichtsbarkeit abgeschafft und im Jahre 1546 durch das Landgericht ersetzt. Der erste Landrichter war der Perleberger Bürgermeister Konow.
Im Jahre 1558 erteilte der Kurfürst der Stadt Perleberg das Privileg zur Gründung einer Schützengilde, um die Kunst der Kriegsführung zu pflegen. Kurz vor Beginn des 17. Jahrhunderts verbreitete sich die Pest in Perleberg. Die Schulen mussten zum Teil zeitweise geschlossen werden. Die Seuche kostete etlichen Menschen das Leben.
Nachdem der Dreißigjährige Krieg ein paar Jahre an Perleberg vorbeigegangen war, wurde die Prignitz 1627 zum „Tummelplatz“ der dänischen, schwedischen und kaiserlichen Truppen. Die Befestigungswerke, Mauern, Tore und Türme konnten die Stadt nicht vor dem Eindringen bewahren. Aufgrund der zügellosen Lebensweisen der Soldaten, brannten 40 Häuser im Jahre 1638 durch Unachtsamkeit nieder. Inzwischen hatten kaiserliche und sächsische Truppen ihr Lager in Perleberg aufgeschlagen, ehe sie es aufgaben und den Schweden die Stadt überließen. Diese raubten den Bürgern ihre Lebensmittel und die Einwohner mussten Bargeld als Kontribution abgeben. Aber die Schweden wurden wieder von den kaiserlichen Truppen unter dem Generalwachtmeister Graf von Bucheim vertrieben. Währenddessen waren bis zu 69 Kompanien in der Stadt stationiert. Die Häuser der Bürger wurden zum Teil als Ställe für die Pferde der Truppen des Kaisers genutzt. Jene Soldaten raubten genau wie die Schweden die Bürger aus. Der General von Buchheim empfahl den Perlebergern sogar, die Stadt zu verlassen. Als von Buchheim schließlich seine Truppen abzog, ließ er einen Trupp, bestehend aus 50 Mann, zur Sicherung hier. Diese Anzahl war aber viel zu gering, als dass sie die Stadt hätten beschützen können. So kam es am 15. November selben Jahres zu folgendem Ereignis: einige 100 Reiter standen vor den Toren Perlebergs und baten um Einlass. Dies verweigerte der Schutztrupp jedoch, sodass es zum Kampf kam, bei dem die Reiter siegreich hervorgingen. Da dieser Aufwand nicht umsonst gewesen sein sollte, wollten sie die Stadt und ihre Bürger ausplündern. Aber es gab nichts mehr, was es lohnte zu rauben, sodass die Reiter glaubten, dass die Bürger ihre Wertsachen versteckt haben. Die Wut darüber entluden sie durch Folter, Mord und Schändung an der Bevölkerung - auch vor Kindern wurde nicht halt gemacht. Nach ein paar Tagen ließ Buchheim diese Reiter durch Waffengewalt vertreiben. Neben dem Krieg verschlimmerte sich die Ausbreitung der Pest. Hunderte Bürger mussten allein durch die Seuche sterben. Als im Oktober 1636 die Schlacht bei Wittstock tobte, wurden die Verwundeten jener Schlacht nach Perleberg gebracht. Dieser Umstand trug zur Verbreitung der Pest bei. Zwischen 1636 und 1638 raffte diese Seuche etwa 700 Personen hin. Von vormals 3.500 Einwohnern überlebten nur 300 die Schreckenstage, von 300 Wohnhäusern waren nur noch 127 bewohnbar. Erst 15 Jahre danach (1653) herrschten wieder einigermaßen ordentliche Zustände und der Rat der Stadt konnte wieder Sitzungen abhalten. Im selben Jahr wurden auch der Galgen auf dem Weinberg wieder aufgestellt, welcher während des 30 Jährigen Krieges zerstört worden war.
Perleberg erholte sich nur sehr langsam von dieser Zeit, blieb aber weiter wichtigster Ort in der Prignitz. Wie auch in anderen Städten Brandenburgs dauerte es fast 200 Jahre, bis der Bevölkerungsstand wieder das Vorkriegsniveau erreichte.
Wenige Jahre nach der Beendigung des Dreißigjährigen Krieges wurde der Postkurs von Cölln a. d. Spree (Berlin) nach Hamburg eingerichtet, an der Perleberg etwa auf halber Strecke lag.
Obwohl die Reformation in Perleberg schon lange Einzug erhalten hatte, fanden in dem Zeitraum von 1645 bis 1665 noch acht Hexenverbrennungen statt. Im Jahre 1704 wurde Gottfried Arnold als Prediger angestellt.
Ab 1724 war in Perleberg eine preußische Reitergarnison stationiert, ab 1772 lag eine ständige Garnison in Perleberg.[12] Fortan bestimmte das militärische Leben auch die weitere Entwicklung der Stadt.
Zwischen 1730 und 1770 wuchs die Bevölkerungszahl in Perleberg um 30 Prozent, sie war hinter Wittstock die zweitgrößte Stadt der Prignitz. 1777 erfolgte die Gründung einer Ritterschaftsdirektion in Perleberg.
Die Ruine der St. Nikolaikirche wurde abgerissen und an ihrer Stelle Kasernen errichtet, in denen eine Schwadron des Kürassier-Regiments von Beeren einzog. 1806 musste jenes Regiment gegen Napoleon in die Schlacht bei Jena in den Krieg ziehen. Die Kürassiere unterlagen den französischen Truppen jedoch, sodass Mitte Oktober die Franzosen in Perleberg einzogen, die Stadt plünderten und die Bürger ausraubten. 1807 zogen diese Truppen wieder ab, forderten aber weiterhin Kontributionen.
Am 27. Juni 1807 brannten durch einen Blitzeinschlag 20 Wohnhäuser und viele Ställe am Großen Markt, in der Kirch-, der Heiligegeist- und der Poststraße nieder.
Zu dem wohl bekanntesten Vermisstenfall in der Prignitz kam es am 25. November 1809. An diesem Tage verschwand der britische Gesandte Benjamin Bathurst auf bis heute ungeklärte Weise. Er war auf Dienstreise von Wien nach Hamburg und wurde von den Franzosen verfolgt. Der Rittmeister Friedrich von Klitzing hatte noch Untersuchungen angestrebt, welche aber ergebnislos blieben.
Im Jahre 1812 wurde in Perleberg eine uniformierte Bürgerwehr, „Bürgergarde“ genannt, gegründet. Die Schlachten gegen Napoléon gingen auch an Perleberg nicht spurlos vorbei: In der ganzen Prignitz meldeten sich um die 1000 Kriegsfreiwillige, die die Aufgabe hatten, die Franzosen nicht über die Elbe kommen zu lassen. Dies schafften sie schließlich auch und in einem Buch kann man folgendes lesen: „Sie wagten es nicht, sie fürchteten die handfesten Prignitzer.“ In Anerkennung und Dankbarkeit der Freiheitskämpfer wurde 1815 eine Eiche auf dem Platz westlich des alten Rathausgiebels gepflanzt.
1817 wurde die Prignitz verwaltungstechnisch geteilt und Perleberg Kreisstadt der Westprignitz.
Im Frühjahr 1821 gab es große Überschwemmungen. So stand zum Beispiel der Große Markt unter Wasser und die Holzbrücke am Mühlentor wurde weg geschwemmt. Sechs Jahre später riss man dann das Mühlentor, sowie das Parchimer- und das Wittenbergertor ab und es wurde mit dem Bau der Berlin-Hamburg Chaussee begonnen, die über Kyritz-Kletzke-Perleberg-Karstädt nach Ludwigslust führte (heute die B 5). Die Reisezeit auf dieser Strecke wurde damit um mehr als die Hälfte verkürzt, anliegende Gasthäuser und Poststationen avancierten zu wichtigen Umschlagplätzen für Waren und Nachrichten.
In Perleberg entstanden einige Unternehmen. Der Perleberger C. L. Beutel, Erfinder der Perleberger Glanzwichse, begann im Jahr 1835 mit der fabrikmäßigen Produktion dieses Erzeugnisses, das er besonders gut an das ansässige Militär verkaufen konnte, das aber auch in Mecklenburg und Sachsen Bekanntheit erreichte. Außerdem stellten die Gebrüder Kürsten Perleberger Mostrich her. Allerdings konnte Perlebergs Entwicklung im Zuge der Industrialisierung mit anderen Städten, wie zum Beispiel der Nachbarstadt Wittenberge, nicht mithalten.
1836 wurden zur Beleuchtung der Straßen Öllampen an Ketten über die Straßen gehängt. Die erste Zeitung wurde noch im selben Jahr herausgegeben. Der Herausgeber war Götze, ein hier ansässiger Buchhändler. Die Zeitung wurde in Rathenow gedruckt und nannte sich „Gemeinnütziges Wochenblatt für Perleberg und die Umgebung“. Seit 1837 wurde das Wochenblatt in der neu gegründeten Druckerei in Perleberg gedruckt.
Ende Oktober des Jahres 1889 riss man das Rathaus ab und baute ein neues. Der Rathaussaal und die Gerichtslaube, die zum Sitzungssaal wurde, sollten auf Befehl der Regierung erhalten bleiben - die Ratskellerwirtschaft musste jedoch schließen. Das Richtfest des neuen Rathauses und die Anbringung des Wetterhahns fand am 26. November desselben Jahres statt. Während der Bauarbeiten wurde in der Mauer der sogenannten Tuchhalle über dem Gewölbe des alten Gebäudeteils eine gut erhaltene Hand, welche wahrscheinlich mit einem Schwert oder Beil abgehackt worden war, gefunden. Über den Grund gibt es mehrere Mutmaßungen. Die Wahrscheinlichste ist, dass sie als warnendes Beispiel - so wie es früher oftmals üblich war - neben einer Gesetzestafel der strafenden Gerechtigkeit dienen sollte.
1840 war der Bau einer Bahnstrecke Berlin-Hamburg geplant, welche aber 1845 vom Minister abgelehnt wurde. Die logistischen und wohl auch finanziellen Gründe führten zu dieser Absage und man entschied sich lieber für Wittenberge, da es mit der Elbe einen größeren Fluss besaßen und leicht ein Bahnabzweig nach Magdeburg gebaut werden könnte. Im Jahre 1843 wurde die Wittenberger Chaussee nach dreijähriger Bauzeit fertiggestellt. Fünf Jahre danach wurde dann auch die Perleberg-Pritzwalk Chaussee für den Verkehr freigegeben (heute ein Teil der B 189).
Das im Jahre 1848 nach Perleberg verlegte Schwurgericht tagte zum ersten Mal im Juni 1849 im Rathaussaal. Die erste Sparkasse wurde am Anfang des Jahres 1854 errichtet, um den Sparsinn der Bürger zu wecken. Anfang Juli desselben Jahres gründete der Lithograf Carl Krüger die erste Lithographie- und Steindruckerei. Diese Druckerei war später mit dem Druck der „Prignitzer Nachrichten“ beauftragt. Im Jahre 1869 wurde eine freiwillige Feuerwehr unter Leitung des Maurermeisters Achtel gegründet.
Während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/1871 waren in Perleberg 30 Offiziere und 15 Burschen als Gefangene untergebracht. Das Merkwürdige dabei war, dass ein Teil der Gefangenen in selbst gemieteten und möblierten Wohnungen lebten und sich frei in der Stadt bewegen durften. Sie mussten sich lediglich vormittags und abends in der Meldestelle melden. Zum Andenken an die gefallenen Soldaten in den Feldzügen 1864 (Deutsch-Dänischer Krieg), 1866 (Deutscher Krieg) und 1870/71 (Deutsch-Französischer Krieg) wurde 1882 ein Kriegerdenkmal auf dem Mühlenberg im Stadtpark errichtet.
Im Jahre 1885 wurde die Bahnstrecke Perleberg - Pritzwalk - Wittstock, welche von immenser Wichtigkeit war, eröffnet und das Bezirkskommando von Havelberg nach Perleberg verlegt. Die Stadt galt bis 1892 als das „kleine Venedig“, denn es flossen überall kleine Kanäle durch die Innenstadt. Bis die Leute die Wasserläufen so sehr strapaziert hatten, dass es sehr unangenehm roch. Deswegen wurden 1892 die Kanäle zugeschüttet. Zwei Jahre darauf wurde der neue Friedhof in der Wilsnacker Straße eingeweiht, nachdem man den alten Georgenfriedhof an der Sophienstraße, der von den Ufern der Stepenitz bis zum Judenfriedhof reichte, geschlossen hatte.[13]
Bei Arbeiten zum Bau der Kasernen in der Kurmärker-Straße fand man 1903 ein paar dutzend Zentimeter unter der Erdoberfläche Urnen in einer mit flachen und runden Steinen ausgelegten Vertiefung. Die meisten Urnen waren mit einem übergreifenden Deckel versehen und mit Asche von Verstorbenen befüllt. Die Knochen waren in kleinen zerstückelten Teilchen vorhanden. Auf diesen lagen oftmals Schädelreste und über diesem noch Bronzebeigaben, welche vermutlich aus dem 4. Jahrhundert nach Christus stammen.
Im Mai 1905 fand man mehrere gut erhaltene Fassonsteine der im Jahre 1632 durch Blitzeinschlag zerstörten St. Nikolaikirche auf dem St. Nikolaiplatz bei Ausschachtungsarbeiten für die Kanalisation. In den Jahren 1903 - 1905 erhielt Perleberg, parallel zum Kasernenbau, moderne und hygienische Trinkwasserversorgungs- und Kanalisationsanlagen.[14] Weiterhin eröffnete in Perleberg das „Städtische Krankenhaus“ und man gründete ein Museum, um die Funde aus dem Königsgrab von Seddin zu zeigen. Heute werden davon nur noch Kopien in Perleberg aufbewahrt.
Ein Jahr später 1906 pflasterte man die Wittenberger-, Krämer- und Bäckerstraße und den Schuhmarkt. Außerdem wurde der Bürgerstein erneuert und verbreitert und die Mühlentorbrücke, welche zu dieser Zeit noch aus Holz bestand, durch eine aus Zement ersetzt.
In den Jahren 1910 und 1911 wurde die 65 Kilometer lange Normal-Kleinbahnstrecke Perleberg - Karstädt - Klein Berge gebaut und eröffnet. In Gedenken an „Turnvater“ Ludwig Jahn ließ die Stadt im Jahre 1912 ein Denkmal im Hagen errichten.
Nach 100 Jahren wirtschaftlichem Aufschwungs begann 1914 mit dem Ersten Weltkrieg ein dunkles Kapitel für Perleberg und ganz Deutschland. Als der Krieg am 1. August mit der Kriegserklärung Deutschlands an Russland ausbrach, herrschte eine große Euphorie im gesamten Deutschen Reich, was zur Folge hatte, dass sich viele Perleberger Schüler, Studenten und junge Lehrer freiwillig zum Kriegsdienst beim Heimatregiment der 39er Artillerie meldeten. Doch schon nach den ersten Wochen wurde durch die ersten Verlustmeldungen klar, dass der Krieg nicht in kurzer Zeit zu gewinnen sein würde. In Perleberg richtete man zur Versorgung der Verletzten sieben Hilfslazarette ein. Die meisten Schwerverwundeten starben trotz der aufopferungsvollen Hilfe der freiwilligen Krankenschwestern. Auf dem Perleberger Friedhof fanden viele ihre letzte Ruhe. Vier Jahre nach dem Kriegsende 1918 errichtete man für die dort zur Ruhe gesetzten Soldaten einen Gedenkstein.
Obwohl die sich dem Krieg anschließende Novemberrevolution in Perleberg unblutig verlief, hatte Perleberg mit den Folgen des Ersten Weltkrieges zu kämpfen. Durch die Finanzierung des Krieges halbierte sich der Wert einer Mark. Durch diese Inflation war man gezwungen Notgeld zu drucken, so wie es auch in Perleberg geschah. Weiterhin herrschte in der Rolandstadt auch Wohnungsnot. Die Baudeputation - also das Bauamt - sollte deshalb neue Gebäude bauen und Wohnungen in leerstehenden Häusern einrichten. Infolgedessen entstanden u.a. erste Siedlungen in der Kurmärker- und Hagenstraße, die Waldsiedlung und ein fast neuer Stadtteil in der Siedlung an der Lanzer Chaussee. Zusätzlich zu der Wohnungsnot waren viele Perleberger arbeitslos. Um der Arbeitslosigkeit ein wenig Abhilfe zu schaffen, wurden die Erwerbslosen mit Pflasterungs- und Wegeverbesserungsarbeiten beschäftigt. Außerdem vergrößerten sie den Beyerteich, befestigten das Ufer und schufen Promenadenwege ringsherum. Weiterhin errichtete man zwischen der Quitzower Straße und der Karl-Liebknecht-Straße eine Stadthalle, indem man dor einen alten Getreidespeicher kaufte und diesen ausbaute. Neben der Stadthalle schuf man eine für damalige Verhältnisse moderne Turnhalle und einen Sportplatz. Die äußerst schlechte Arbeitsmarktsituation wurde während der Weltwirtschaftskrise 1929 bis 1932 noch verstärkt. Außerdem brannten 1926 die Stadtmühle und 1930 die Neue Mühle ab.
Wie in ganz Deutschland gewannen in den 30er Jahren die rechten Parteien wie die NSDAP auch in Perleberg und der Prignitz an politischem Einfluss dazu. Ab 1933 wurden linke Gegner, darunter auch etliche Führungskräfte der SPD, KPD und der Gewerkschaften, verhaftet und in das von Nationalsozialisten eingerichtete Sammellager in der Feldstraße gebracht. Ein Teil der Inhaftierten ließ man ins KZ Sachsenhausen abtransportieren - viele kamen nie wieder zurück.
Nachdem Nationalsozialisten in den hohen Leitpositionen eingesetzt und die allgemeine Wehrpflicht eingeführt worden war, stationierte man Truppen der Wehrmacht in den Perleberger Kasernen. Auf dem Gelände des ehemaligen Gutes Tonkital wurde ein Militärflugplatz errichtet. Am 9. November 1938 kam es auch in Perleberg zur Reichspogromnacht. Auf dem Markt hielt der NSDAP-Ortsgruppenleiter eine Hetzrede, um die Massen gegen die Juden zu mobilisieren. Infolgedessen begann man die Juden auf das Schrecklichste zu demütigen, ihre Wohnungen zu zerstören, den Judenfriedhof zu verwüsten und zu schänden.
Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges meldeten sich - wie schon im Ersten Weltkrieg - viele Freiwillige, darunter etliche junge Menschen, die gerade mit der Schule fertig waren. Gefördert wurde dies durch Tage der offenen Türen in Kasernen und durch den vom Nationalsozialismus geprägten Unterricht. Als der Krieg langsam sein Ende fand und die Bomber aus Großbritannien über Perleberg hinweg nach Berlin flogen, bombardierten diese auch den Flugplatz in Perleberg. Viele flohen in der Hoffnung gen Westen, dass sie dort von den Briten und Amerikanern milder empfangen werden, als von den Russen, die vom Osten her kamen. Der Zweite Weltkrieg forderte in Perleberg 501 Opfer.
Von 1945 bis 1992 war Perleberg Standort der Sowjetarmee. Ebenfalls waren Truppen der Grenztruppen der DDR in Perleberg stationiert, hier befand sich deren Unteroffiziersschule „Egon Schultz“.
1952 wurde Perleberg nach der Auflösung des Landes Brandenburg und der Neubildung von Bezirken in der DDR Kreisstadt im gleichnamigen Kreis Perleberg, der künftig als einziger ehemals brandenburgische Region dem Bezirk Schwerin zugeordnet wurde.
1964 wurde der Perleberger Tierpark angelegt.
Bis 1991 war Perleberg Standort der 21. Garde-Motorisierten-Schützen-Division der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland.
Mit der Bildung der Länder nach der Wende wurde der Kreis Perleberg im Rahmen einer Volksabstimmung wieder dem Land Brandenburg (und nicht Mecklenburg-Vorpommern) zugeordnet und 1993 wurde Perleberg Kreisstadt des neu gebildeten Landkreises Prignitz.
Im Juni 1993 führte die Stepenitz ungewöhnliches Hochwasser, das auch Teile der Perleberger Altstadt überflutete.
Am 12. März 1997 endete mit dem Abzug des zuletzt hier stationierten Sanitätsbataillons der Bundeswehr für die Garnisonsstadt Perleberg eine 300-jährige Militärtradition.
Im Dezember 1999 wurden der Neubau und die teilweise Rekonstruktion der Kreisverwaltung in Perleberg beendet, am 6. Februar 2003 ein Neubau des „Kreiskrankenhauses Prignitz“ fertiggestellt.
Am 3. Juli 1972 wurden Düpow und Groß Buchholz eingemeindet. Am 1. Mai 1973 folgte Spiegelhagen. Groß Linde (mit Lübzow und Gramzow) und Rosenhagen kamen am 1. Januar 1974, Dergenthin, Quitzow (mit Schönfeld) und Sükow erst am 6. Dezember 1993 hinzu.[15]
Die Stadtverordnetenversammlung von Perleberg besteht aus 22 Stadtverordneten sowie dem jeweiligen Bürgermeister bei folgender Sitzverteilung:
(Stand: Kommunalwahl 2008[16])
Nach dem Tod des bisherigen Bürgermeisters Manfred Herzberg wurde im Rahmen einer Stichwahl am 11. Februar 2007 mit 69,4 Prozent der abgegebenen Stimmen der parteilose Kandidat Fred Fischer (unterstützt von der PDS.Die Linke) vor seinem ebenfalls parteilosen Mitbewerber Hans Rothbauer (unterstützt von der SPD und CDU), der 30,6 Prozent der abgegeben Stimmen erhielt, gewählt.[17] Fred Fischer trat am 11. Februar sein neues Amt an.
Vor blauem Hintergrund befindet sich im Zentrum des Perleberger Wappens ein achtstrahliger goldener Stern. Bewinkelt werden diese Strahlen von acht silbernen Perlen. Im Inneren des Sterns ist eine goldperlengefasste groß silberne Innenperle. Das Wappen von Perleberg ist ein redendes Wappen, dessen Wappenform vom ältesten Stadtsiegel (SIGILLVM BVRGENSIVM IN PERLEBERCH) aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts abstammt. Man vermutet, dass die große Innenperle die Stadt Perleberg als Hauptort der Prignitz symbolisiert und die übrigen acht Perlen die anderen Städte in der Prignitz.[18]
Die Flagge der Stadt ist blau-weiß (1:1) gestreift und mittig mit dem Stadtwappen belegt.
Perleberg unterhält städtepartnerschaftliche Beziehungen mit Kaarst in Nordrhein-Westfalen, Pinneberg und Norderstedt in Schleswig-Holstein, des Weiteren mit dem polnischen Szczawnica.
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* geschätzte Werte
| Jahr | Gesamtbevölkerung | Alter: unter 15 | Alter: 15 bis 65 | Alter: über 65 |
|---|---|---|---|---|
| 2000 | 13.907 | 1.774 | 9.812 | 2.321 |
| 2008 | 12.474 | 1.273 | 8.172 | 3.029 |
Quelle:[24]
| Jahr | Gesamtbevölkerung | Alter: unter 15 | Alter: 15 bis 65 | Alter: über 65 |
|---|---|---|---|---|
| 2010 | 12.100 | 1.313 | 7.744 | 3.043 |
| 2020 | 10.709 | 1.298 | 5.969 | 3.442 |
| 2030 | 9.406 | 744 | 4.478 | 4.185 |
Quelle:[25]
siehe auch: Liste der Baudenkmale in Perleberg
Durch Perleberg verlaufen die Bundesstraßen 5 und 189, über die in 35 Kilometern Entfernung auch Anschluss an die Bundesautobahn 24 besteht.
Die Stadt besitzt seit 1881 einen Eisenbahnanschluss über die Bahnstrecke Wittenberge–Strasburg, deren Abschnitt Wittenberge–Perleberg 1881 von der Wittenberge-Perleberger Eisenbahn beziehungsweise der Abschnitt Perleberg–Wittstock 1885 von der Prignitzer Eisenbahngesellschaft eröffnet wurde. Des Weiteren war der Bahnhof Mittelpunkt des normal- und schmalspurigen Netzes der Prignitzer Kreiskleinbahnen. Im Regionalverkehr wird der Bahnhof Perleberg 2008 durch die Regional-Express-Linie RE 6 (Wittenberge–Berlin-Spandau) bedient, Teilstrecken der Prignitzer Kreiskleinbahnen werden zudem noch als Museumsbahn betrieben.
Der Wirtschaftsstandort ist einer von 15 Regionalen Wachstumskernen im Land Brandenburg. Dadurch werden ausgewählte zukunftsorientierte Branchen gefördert. In Perleberg sind kleine und mittlere Unternehmen ansässig.
Die Organisation des Schul- und Bildungswesen unterliegt den Vorgaben des Landes Brandenburg.
Es gibt in Perleberg (Schuljahr 2007/08) folgende, ausschließlich staatliche Schulen:
Des Weiteren ist in Perleberg die Kreismusikschule Prignitz zu finden.
Perleberg ist Sitz des staatlichen Schulamtes der Kreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel.
Perleberg ist Sitz des Amtsgerichts Perleberg.
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