Peter Douglas Ward (* 1949) ist ein US-amerikanischer Paläontologe und Professor der Biologie, Erd- und Weltraumwissenschaften an der Universität von Washington in Seattle. Daneben ist er Autor populärwissenschaftlicher Werke.
Peter Ward forscht hauptsächlich zu den Massenaussterben der Erdgeschichte mit Schwerpunkt auf dem KT-Impakt. Daneben ist er außerordentlicher Professor für Zoologie und Astronomie. Er veröffentlichte Bücher über Biodiversität und Fossilierung. Sein 1992 veröffentlichtes Buch On Methuselah’s Trail wurde von der Paleontological Society mit einem "Golden Trilobite Award" für das beste populärwissenschaftliche Buch des Jahres ausgezeichnet. [1]
Wards akademische Karriere beinhaltet Lehraufträge und Berufungen an der Ohio State University, dem NASA Astrobiology Institute, der University of Calgary und dem California Institute of Technology. 1984 wurde der zum Mitglied der California Academy of Sciences gewählt.
Neben dem Astronom Donald Brownlee ist er Co-Autor des 2000 veröffentlichten Bestsellerbuchs Rare Earth: Why Complex Life Is Uncommon in the Universe. In diesem Buch argumentieren die Autoren, dass das Universum inhärent lebensfeindlich für höheres Leben sei und somit die Wahrscheinlichkeit für Lebensformen wie die auf der Erde extrem gering sei, trotz dass einfaches Leben häufig vorkommen könne.
In seinem Buch Under a Green Sky vom April 2007 argumentiert er, dass alle Massenaussterben bis auf den KT-Impakt durch Klimaveränderungen hervorgerufen wurden - einschließlich das aktuelle im Zuge der Globalen Erwärmung. Er plädiert darin weiter, dass die Ereignisse der Vergangenheit wichtige Informationen zur Zukunft unseres Planeten liefern können. Der Rezensent Doug Brown fasste dies drastischer mit den Worten "this is how the world ends"[2] zusammen.
Daneben trat er im Fernsehen in der PBS-Sendereihe "Evolution Series", um die Evidenz für Evolution anhand von Fossilien zu diskutieren, und bei NOVA scienceNOW auf.
Peter Ward prägte den Begriff Medea-Hypothese für eine Gegenhypothese zur Gaia-Hypothese und postuliert darin, dass die als Superorganismus aufgefasste Gemeinschaft mehrzelligen Lebens inhärent selbstzerstörerisch und nicht selbsterhaltend sei, wie in der Gaia-Hypothese behauptet. Mehrzelliges Leben lösche sich daher sehr wahrscheinlich selbst aus und die Erde würde in einen Zustand mikrobiellen Lebens zurückfallen, wie es für den größten Teil der Geschichte der Erde Normalzustand war. [3][4][5]
Vergangene Selbstzerstörungsversuche des Lebens sind seiner Ansicht nach die Methankrise vor 3,7 Milliarden Jahren, die Sauerstoffrevolution vor 2,5 Milliarden Jahren, zwei Schneeball-Erde-Ereignisse vor 2,3 Milliarden und vor 790–630 Millionen Jahren und mindestens 5 Schwefelwasserstoff-induzierte Massensterben, wie das Massenaussterben an der Perm-Trias-Grenze vor 251,4 Millionen Jahren.[6]
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