Peter von Siemens (* 29. Januar 1911 in Berlin; † 23. Mai 1986 in München) war ein deutscher Industrieller und von 1971 bis 1981 Aufsichtsratsvorsitzender der Siemens AG. Von Siemens war auch Anthroposoph und Dirigent.
1911 wurde Peter von Siemens als Enkel von Wilhelm von Siemens in Berlin geboren. Nach dem Abitur absolvierte er ein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Rostock und promovierte in diesem Fach. 1934 trat er in die Firma Siemens & Halske ein. 1935 heiratete er die Pianistin Julia Lienau; er selbst ließ sich zum Konzertdirigenten ausbilden und dirigierte später auch gelegentlich die Münchner Philharmoniker bei privaten Konzerten und Schallplattenaufnahmen. Das Paar hatte einen Sohn Peter C. von Siemens (* 1937), der von 1993 bis 2008 die Gründerfamilie im Aufsichtsrat der Siemens AG vertrat und zuvor Mitglied des Vorstandes war, sowie eine Tochter Katharina (* 1938), die mit Kraft Hans Konrad Fürst zu Hohenlohe-Öhringen verheiratet ist.
1936 übernahm Peter von Siemens leitende Vertriebsfunktionen im Bereich Medizintechnik der Siemens-Reiniger-Werke mit den Schwerpunkten Brasilien und Argentinien, er war von dieser Zeit an während des Zweiten Weltkrieges bis 1948 in Südamerika. Von 1950 an arbeitete er in der zentralen Vertriebsverwaltung Siemens-Schuckert in Erlangen. 1959 wurde er in den Vorstand der Siemens-Schuckert-Werke berufen, 1963 in den Aufsichtsrat der Siemens AG. Von 1971 bis 1981 war er Aufsichrats-Vorsitzender der Siemens AG. Unter seiner Leitung wuchs die Siemens AG zum fünftgrößten Elektrokonzern der Welt.
Im Jahre 1987 wurde er Ehrensenator der Technischen Universität München.[1]
Seine letzte Ruhestätte befindet sich im Familiengrab der Familie Siemens auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf.
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