Dienstag, 29. Mai 2012

Themen


Picenum

Regio V - Picenum

Als Picenum wurde in der Antike eine Landschaft in Mittelitalien bezeichnet. Sie lag südlich von Umbrien am Adriatischen Meer und war vom Land der Sabiner durch die Apenninen getrennt, deren östliche Ausläufer das Picenum durchzogen. Es wurde von vielen parallelen kleinen Küstenflüssen bewässert, u. a. dem Aesis (Esino), der die nördliche Grenze markierte, dem Flusor (Chienti), der Tinna (Tenna), dem Truentus (Tronto) und dem die südliche Grenze bildenden Aternus (Pescara).

Die Einwohner, Picentes, Piceni, auch Picentini genannt (der Name wurde von picus, Specht, nach dem Mars heiligen Vogel, abgeleitet), gehörten zu den Sabellern und galten als weichlich und unkriegerisch. Die Picenter schlossen zwar 299 v. Chr. ein Bündnis mit Rom, fielen aber schon 269 wieder ab. Sie wurden in dem Kampf, der sich daraus entspann, von dem Konsul Publius Sempronius Sophus geschlagen und nach Eroberung ihrer Hauptstadt Asculum (jetzt Ascoli Piceno) der römischen Herrschaft unterworfen. Der Bundesgenossenkrieg 90–89, an dem die Picenter einen hervorragenden Anteil nahmen, verschaffte diesen das römische Bürgerrecht. Seit der augusteischen Zeit bildete das Picenum die 5. Region Italiens.

Die bedeutendsten Städte des Landes waren zur Zeit der römischen Herrschaft an der Küste: Ancona (Kolonie von Syrakus), Firmum, Castrum Novum (um 265 von den Römern gegründet) und Hadria; im Innern: Asculum, Urbs Salvia und Interamnia. Das Picenum war bekannt für die Produktion von Öl, Wein und Obst.

Siehe auch

Literatur

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Diese Seite wurde zuletzt am 27. Mai 2012 um 22:05 Uhr geändert.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Picenum aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

TOP



TOP