Pierre Ramond (* 31. Januar 1943 in Neuilly-sur-Seine) ist ein französischstämmiger US-amerikanischer theoretischer Physiker, der hauptsächlich über Stringtheorie und Quantenfeldtheorie arbeitet.
Ramond begann ein Ingenieursstudium am Newark College of Engineering (heute New Jersey Institute of Technology, NJIT), wo er 1965 seinen Bachelor-Abschluss machte. Danach studierte er als NDEA-Fellow Physik an der Syracuse University, wo er 1969 promoviert wurde. Bis 1971 war er Postdoc am Fermilab und ab 1971 Instructor an der Yale University, wo er 1973 Assistant Professor wurde. Ab 1975 war er R.A.Millikan Senior Fellow am Caltech und ab 1979 Research Associate am Caltech. 1980 wurde er Professor an der University of Florida in Gainesville, seit 1999 als Distinguished Professor. 2007 war er am Institute for Advanced Study.
Ramond entwickelte unabhängig von André Neveu und John Schwarz die erste Stringtheorie für Fermionen (NSR-String).[1] Diese Theorie zeigte schon zweidimensionale („Weltflächen“-) Supersymmetrie (vorgeschlagen also vor Entdeckung der Supersymmetrie in 4-dimensionaler Raumzeit[2]). Später beschäftigte er sich u.a. mit GUTs und den Mechanismen der Massenerzeugung von Elementarteilchen in GUTs.
1985 war er Guggenheim Fellow. 1992 erhielt er den Boris Pregel Preis der New Yorker Akademie der Wissenschaften, 2004 erhielt er die Oskar Klein Medaille der königlich schwedischen Akademie der Wissenschaften und der Universität Stockholm und 2007 den Lise-Meitner-Preis der Universität Göteborg und des Chalmers Institute of Technology. 1996 bis 1998 war er Präsident des Aspen Center of Physics, in dessen Vorstand er ist.
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