Die PlayStation Portable (PSP) (tragbare PlayStation) ist eine Handheld-Konsole von Sony Computer Entertainment. Mit der PlayStation Portable ist es möglich Videospiele zu spielen, Fotos und Filme zu betrachten, Musik zu hören oder im Internet zu surfen. Spiele sind in der Regel auf Universal Media Discs (UMD) gespeichert oder werden im PlayStation-Store digital bereitgestellt. Als Spiele Handheld steht die PSP in direkter Konkurrenz zum Nintendo DS und zu den iOS-Geräten von Apple. Die PSP ähnelt im Aufbau einem PlayStation-Controller, allerdings ist sie mit einem Bildschirm ausgestattet. Aktuelle Versionen sind die PSP-3000 sowie die neuere, ohne UMD-Laufwerk auskommende PSP Go. Ihr Nachfolger, die PlayStation Vita, wurde am 27. Januar 2011 im Rahmen einer Presseveranstaltung Sony's angekündigt. Sie wurde in Japan am 17. Dezember 2011 und in Europa und Amerika am 22. Februar 2012 veröffentlicht.
Die Modellbezeichnung in der letzten Ziffer ist je nach Erscheinungsland abweichend. Dabei werden folgende Nummern verwendet:
| xx = Region | Japan | Nordamerika | Australien | Großbritannien | Europa/Mittlerer Osten | Korea | Asien | Taiwan | Russland | unbenutzt | Mexiko | unbenutzt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nummer | 00[2] | 01[3] | 02[4] | 03[5] | 04[6] | 05[7] | 06[8] | 07[9] | 08[10] | 09 | 10[11] | 11 |
Am 12. Dezember 2004 erschien dieser Handheld in Japan mit einem Einführungspreis von 20.000 Yen (ca. 162 Euro) für das Standard-Pack und 25.000 Yen (ca. 200 Euro) für das Value-Pack. Das Value-Pack enthielt neben der eigentlichen PSP weiteres Zubehör: eine Tasche, einen Memory Stick (32 MB), einen Tragegurt bzw. ein Schlüsselband für Vorbesteller, Kopfhörer mit Fernbedienung, eine Demo-UMD (Universal Media Disc) und ein Reinigungstuch. Ab dem 24. März 2005 wurde der Handheld in den USA verkauft, allerdings nur im Value-Pack für 249 US-Dollar (ca. 210 Euro, Preis ohne Steuern).
Seit dem 1. September 2005 ist das Gerät in Europa erhältlich, in Deutschland zu einem Einführungspreis von ca. 249 Euro für das Value-Pack. Wurde das Gerät auf der offiziellen europäischen PSP-Website registriert, erhielt man zunächst als kostenlose Beigabe den Film Spider-Man 2 auf UMD. Aktuell wird eine UMD-Tasche (für fünf UMDs) und manchmal ein Schlüsselband statt Spider-Man 2 ausgeliefert.
Auf der E3 2007 zeigte Sony eine überarbeitete PlayStation Portable. Sie wurde am 7. September 2007 unter dem Namen PlayStation Portable Slim & Lite veröffentlicht.
Technische Änderungen gegenüber der PSP-1000:[12]
Auf der Leipziger Games Convention im August 2008 kündigte Sony an,[13] bis Ende 2008 eine überarbeitete Version der PSP Slim & Lite auf den Markt zu bringen. Die äußeren Abmessungen und das Erscheinungsbild sind bis auf das Design dreier Knöpfe und dem dünner gewordenen silbernen Metallring an der Rückseite der PSP unverändert geblieben. Am 15. Oktober 2008 ist die PSP-3000 erschienen. Kurz nach dem Erscheinen gab es Berichte, dass auf dem neuen Display die nun horizontalen Bildzeilen bei schnellen Spielszenen hervortreten.[14]
Technische Änderungen gegenüber der PSP-2000:
Am 30. Mai 2009 gelangten durch einen Fehler im PlayStation-Store erste Bilder und ein erstes Video zur PSP Go an die Öffentlichkeit, die erst zur E3 2009 veröffentlicht werden sollten. Diese PSP unterscheidet sich von ihrem Äußeren deutlich von den Vorgängern.
Technische Änderungen gegenüber der PSP-3000:
Spiele sind nur noch online im PlayStation-Network-Store (PSN) erhältlich. Da aber am 1. Oktober 2009 Aufladekarten für den PSN-Store (PlayStation Network-Store) erschienen sind, ist es auch möglich, den Shop ohne Kreditkarte zu nutzen. Erschienen ist die PSP Go ebenfalls am 1. Oktober 2009 und kostete 249,95 Euro.[16][17]
Im April 2011 wurde die Produktion der PSP Go (N-1000) in Japan eingestellt.[18] SCEA hat jedoch schon bestätigt, dass die Produktion für den US-Markt weiterginge.[19]
Auf der gamescom-Messe im August 2011 stellte Sony die PSP E-1000 vor, eine kostengünstige Version für den europäischen Markt. Diese solle nach dem verschobenen Erscheinungstermin der Nachfolge-Konsole Playstation Vita dem kürzlich ermäßigten Nintendo-Handheld 3DS im Weihnachtsgeschäft 2011 Konkurrenz machen. Hauptunterschied zu anderen Modellen ist das fehlende WLAN-Modul und damit eine Beschränkung auf Einzelspielermodi gegen den Rechner, sowie kein Zugriff auf E-Mails oder Chat; Spiele-Downloads können nur noch mittels der Software Media Go über den Umweg eines Personal Computer auf die Konsole geladen werden. Das Modell E-1000 besitzt ein mattschwarzes Gehäuse. [20] Es wiegt 223 Gramm, was ein Plus von 34 Gramm ausmacht. Die Abmessungen sind mit 172,4 x 73,4 x 21,6 mm etwas größer als bei der davor aktuellen PSP (169,4 x 71,4 x 18,6 mm). Der Ton wird über einen Mono-Lautsprecher ausgegeben. [21] Hackern ist es bereits auf der Messe gamescom gelungen, ein Video zu erstellen, bei dem sie vor laufender Kamera ein Homebrew auf der neuen PSP laufen ließen. Nachdem das Video beim Videohoster YouTube auftauchte, entfernte Sony sämtliche E-1000 Geräte von der Kölner Messe. [22]
Prozessoren
Arbeitsspeicher
Bild
Ton
WLAN
Eingabe
20 Knöpfe bzw. Bedienelemente, welche dem Eingabeschema eines PlayStation-Controllers ähneln:
Anschlüsse, Lesegeräte, Schnittstellen
Sonstiges
(maximal 480x272 Pixel, maximale Bitrate der Videospur ist auf 1500 Kbit/s und die der Audiospur auf 128 Kbit/s beschränkt) |
|
| Eigenschaft | PSP-1000 | PSP-2000 (Slim & Lite) | PSP-3000 | PSP E-1000 | PSP N-1000 (PSP go) | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Arbeitsspeicher | 32 MB | 64 MB | |||||
| Display (Zoll) | 4,3 " | 3,8 " | |||||
| UMD-Laufwerk | ja | nein | |||||
| herausnehmbarer Akku | ja | nein | |||||
| Speichermedium | Memory Stick (Pro) Duo | Memory Stick M2 | |||||
| Mikrofon | nein | ja | |||||
| interner Speicher | nein | 16 GB | |||||
| WLAN | ja | nein | ja | ||||
| Bluetooth | nein | ja | |||||
| Videoausgang | nein | AV-Out | AV-Out + Composite | ||||
Die Universal Media Disc (UMD) wurde für die PSP entwickelt und ist etwas kleiner als eine MiniDisc. Sie ist wie diese von einem Kunststoffgehäuse geschützt, welches an der Einschnittstelle für den Laser allerdings völlig ungeschützt ist. Die UMD hat jedoch, bedingt durch Ihren DVD-ähnlichen Aufbau, eine deutlich höhere Speicherkapazität von bis zu 1,8 GB. Sony versucht die UMD als neuen und sicheren Videostandard für mobile Medien zu etablieren, bisher ist Sonys PSP jedoch das einzige Gerät mit einem UMD-Laufwerk. Zudem gaben große Filmgesellschaften wie Warner Bros. erst kürzlich bekannt, dass man größtenteils aus dem UMD-Geschäft aussteigen wolle. Grund seien die schwachen Absatzzahlen der Datenträger. Allerdings wurde von Warner Juli 2009 eine Sammelbox der Harry-Potter-Filme auf UMD veröffentlicht.[23]
Derzeit sind weder UMD-Brenner noch -Rohlinge erhältlich. Das Kopieren von UMD-Inhalten ist möglich, jedoch nur mit einem Homebrew-Programm und somit nur bei einer PSP mit Firmware 1.5 oder einer Custom Firmware.
Des Weiteren ist es nicht einmal den Spieleproduzenten möglich, selbst UMDs herzustellen. Diese erhalten mit dem SDK einen speziellen Brenner, der eine Master-DVD erstellt, welche Sony übergeben wird und dann exklusiv bei Sony auf UMD gebracht wird.
Das neueste PSP-Modell, die PSP Go, besitzt kein UMD-Laufwerk mehr.
Die Firmware bietet die Basisfunktionen der PlayStation Portable. Zurzeit umfassen diese die Systemkonfiguration, das Ansehen von Fotos, das Anhören von Musik, das Ansehen von Videos, Verwaltung der Speicherstände, das Browsen mithilfe des Webbrowsers, das Lesen von RSS-Feeds, das Hören von Internetradios mittels WLAN, das Lesen von digitalen Comics und das Einkaufen von Spielen im PlayStation-Store. Für diese Funktionen wird keine UMD oder ein anderes Programm benötigt.
Die aktuelle Firmware ist momentan die Version 6.60, welche für alle PSP-Modelle erhältlich ist. Die PSP 1000, 2000 und 3000 haben alle dieselben Firmware-Updates (aktuell 6.60), wohingegen die PSP Go eigene Firmware-Updates hat (aktuell 6.60 Go).
Sony stellt regelmäßige Firmwareupdates mit neuen Funktionen zur Verfügung, welche entweder aus dem Internet geladen oder von einer UMD installiert werden können. Ein Grund für die häufigen Firmwareupdates ist inoffiziell die Homebrew-Community. Diese versucht ständig, neue Möglichkeiten zu finden, selbstgeschriebene Programme auszuführen. Dies versucht Sony zu verhindern, da es durch diese Sicherheitslücken auch möglich ist, kopierte Spiele in Form eines Speicherabbildes auszuführen.
Custom Firmwares (angepasste Firmware, CFW) erfreuen sich einer sehr großen Beliebtheit unter den Homebrew-Benutzern, da diese die Funktionen der originalen Firmwares bieten, aber im Gegensatz zu diesen auch nicht signierte Software und Spielekopien (in Form von ISO-Abbildern) ausführen. CFW lassen sich, falls die PSP bereits homebrew-fähig ist, wie ein normales Systemupdate installieren, alternativ geht man wie bei einem Downgrade vor. Eine allgemein lauffähige Custom Firmware ist die 6.20/6.35/6.39/6.60 PRO-B10 von Coldbird und Virtuous Flame. Sie ist mit allen Sony PSP kompatibel, allerdings ist nur die 6.20er Version permanent installierbar, die 6.35/6.39/6.60er Varianten nicht. Sobald die PSP mit der 6.35/6.39/6.60er Variante neu gestartet wird, lädt sich wieder die offizielle Firmware. Als noch neuer und besser gilt die 6.60 ME-1.8.[24], sie ist mit den 1000er und 2000er Modellen bis einschließlich Datecode 8B kompatibel, und gilt als Fest installierbar, wobei es auch Fassungen für die 3000/E1000er und Go-Modelle gibt, welche sich nicht permanent installieren lassen. Diese Fassungen für die 3000/E1000er und PSP-Go-Modelle beziehen sich einmal auf die 6.60, die 6.60 LME, und einmal auf die Firmware 6.39 und nennt sich 6.39 LME. ME und LME werden immer synchron Geupdatet, sofern möglich.
Als Alternative zu den CFWs gibt es Homebrew Enabler (HEN, wörtlich Homebrew-Ermöglicher), welche die nötigen Änderungen der Firmware nur im Arbeitsspeicher vornehmen und nicht auf den internen Flash-Speicher der PSP zugreifen. Dies hat den Vorteil, dass keine Dateien in den Flash0 der PSP geschrieben werden müssen, sodass ein Zerstören des Betriebssystems ausgeschlossen wird. Allerdings sind die vom HEN durchgeführten Modifikationen flüchtig, er muss bei jedem Start der PSP erneut ausgeführt werden, es sei denn, man flasht die PSP mit einer Custom Firmware. Der 6.60 HEN von Neur0n ist momentan der neueste HEN der auf jeder PSP lauffähig ist, und einen Kernel Mode Exploit benutzt, sodass das Abspielen von Homebrews und Sicherheitskopien möglich ist.
Die Installation einer CFW in den Flash-Speicher ist auf der PSP-3000 und auf neueren PSP-2000, die einen Datecode ab 8C (und somit ein neues Mainboard) haben, nicht mehr möglich, da der Bootloader im Hauptprozessor verändert wurde und das Starten der Custom Firmware verweigert.
Als Alternative dazu kann man aber, durch das Modifizieren und Vortäuschen einer Signierung einer echten Datei, den Autostart einer temporären CFW erzwingen, sodass es optisch wie eine feste CFW aussieht. Diese Methode wird Permanent Patch genannt und funktioniert auf allen PSP-Modellen, sofern sie die Version 6.20 installiert haben können.
Während bei einem Update-Vorgang die PSP-Firmware aktualisiert wird, wird durch einen Downgrade das Gegenteil bewirkt – hierbei wird meistens angepeilt, eine modifizierte Firmwareversion aufzuspielen, von der aus es möglich ist, jedes Homebrew-Programm auszuführen und somit jede beliebige Firmware auf die PSP aufzuspielen. Da ein Downgrade direkt auf den internen Flash-Speicher zugreift, kann die PSP bei einem Fehler bricken (vom englischen brick, Ziegel "Then you got a very expensive brick.").
Um einen Downgrade zu ermöglichen, benötigt man eine Methode, auf den Speicher der PSP zuzugreifen. Meist wird hierzu die sogenannte Pandora-Batterie verwendet, ein Akku, welcher die PSP in den Servicemodus versetzt und somit die Ausführung von nicht lizenzierter Software ermöglicht, wobei das System nicht vom internen Speicher lädt, sondern auf den MemoryStick zugreift. Dabei wird entweder eine im Handel erhältliche Pandora-Batterie benutzt, oder mittels einer funktionierenden PSP, die es erlaubt, Homebrew auszuführen, erstellt. Außerdem ist es auch möglich, eine solche Batterie selbst herzustellen, indem man einen Kontakt an einem Chip in der Batterie abklemmt oder bei dem Akku der PSP-2000 eine spezielle Leiterbahn auf der Platine des Akkus durchschneidet. Bei der Software kann es sich um eine originale Firmware handeln, aber auch um ein Programm, das die Installation einer Custom Firmware ermöglicht.[25] Dies funktioniert jedoch bei neueren PSP 2000 (hergestellt ab dem dritten Quartal des Jahres 2008, DATE CODE 8c), PSP 3000, PSP Go und PSP E1000 nicht mehr. Alternativ lässt sich, ein Downgrade auch mittels einem Downgrader Homebrew, bis maximal Firmware 6.60, durchführen. Noch ältere Firmware-Versionen lassen sich ebenfalls noch über Software downgraden, außerdem gab es auch die Möglichkeit, über Sicherheitslücken in Spielen Downgrades auszuführen. Diese Methoden sind jedoch zwischenzeitlich veraltet, da es kaum noch PSPs gibt, die diese alten Firmwareversionen aufgespielt haben. Ein Downgrade von Firmware 6.60 (und tiefer) und damit die Ausführung permanenter Custom Firmware ist unter bestimmten Umständen ebenfalls möglich. [26] Hackern ist es am 10. August erstmals gelungen den Kernelmemory zu dumpen. Einige Tage später ist dann ein Downgrader erschienen mit deren Hilfe man die aktuelle Firmware-Version (Version 6.60) downgraden kann. Der Ersteller des Downgrade heisst "some1". Für das Downgrade nutze er dieses mal ein Exploit vom Hacker "davee", dem Entwickler des 5.03 Homebrew Enablers (HEN).[27]
Nach kurzer Zeit gelang es Entwicklern auf der japanischen PSP, eigenen Code auszuführen, da es bei der Firmware 1.00 keine Limitationen und bei 1.50 einige Sicherheitslücken gab. Dadurch war es möglich, selbstgeschriebene (Homebrew) und portierte Software (vor allem Emulatoren) zu entwickeln. Es existieren beispielsweise Emulatoren für GameBoy, GameBoy Advance, NES, SNES, Amiga, Atari VCS (Atari 2600), Sega MegaDrive, N64 und andere Spielkonsolen sowie ab Firmware 3.00 ein von Sony eigenständig entwickelter PSone Emulator. Des Weiteren existiert eine Portierung des PC-Emulators Bochs, auf der Windows ausgeführt werden kann.
Die Möglichkeit, eigenen Code auszuführen, mag interessant für Hobbyentwickler sein, für Sony stellt dies aber ein heikles Thema dar, da es auch möglich ist, illegale Kopien von UMD-Originalen von einem Memory Stick mit einem ISO-Loader zu laden. Durch die Maßnahme, das Abspielen eines neuen Spiels erst ab einer bestimmten Firmware-Version zu ermöglichen, versucht Sony weiterhin Sicherheitslücken zu schließen und die Anzahl von Schwarzkopien einzudämmen. Jedoch haben Programmierer der Szene bisher in fast jeder Version eine Sicherheitslücke gefunden, die es ermöglichte, eigenen Code auszuführen. Mittlerweile wurden die ursprünglichen ISO-Loader durch modifizierte Firmwares ersetzt. Diese basieren auf den originalen Firmwares von Sony (und bieten daher auch alle Features), ermöglichen jedoch das Starten von Sicherheitskopien direkt aus dem PSP-Menü ohne die Verwendung zusätzlicher Software. Seit der Version 3.03 OE-A ist es sogar möglich, jegliche PSX-ISOs mit dem integrierten Emulator zu starten, während die Original-Firmware nur das Starten von gekauften Spielen aus dem PSN-Store zulässt. Allerdings war es bis Ende 2009 / Anfang 2010 keinem Entwickler einer CFW gelungen, dem Benutzer Zugriff auf den PlaystationStore zu ermöglichen. Des Weiteren war es auch nicht möglich Spiele online zu spielen, solange diese auf den Online-Service des PlaystationStores zugreifen. Erst durch das CFW-Plugin PSNabler und dessen indirekter Nachfolger PSNFucker (mittlerweile PSNLover[28]), kann man seit Anfang 2010 mit einer CFW auf den PSN-Store zugreifen sowie Spiele über den Online-Service spielen.[29][30] Eine Registrierung im PSN ist aber weiterhin notwendig. Zudem führten EA und THQ eine Onlineberechtigung (Online Pass) ein, der das Spielen über den PSN nur noch mit einem Original-Spiel, mit beiliegendem Code, möglich macht. Dank neueren Custom Firmwares ist es nicht mehr nötig, den PSNLover zu benutzen, da eine bessere und dauerhafte Möglichkeit integriert wurde, sodass ein PSN Zugang auch mit der nicht aktuellsten Firmware möglich ist.
Grundsätzlich verstößt das Austauschen des originalen Betriebssystems einer PSP nicht gegen das Urheberrecht. Allerdings sind Modifikationen am Originalcode rechtswidrig, da sie das Recht auf Umarbeitung verletzen. Gegen Homebrew-Software bestehen keine rechtlichen Vorbehalte, gegen die Benutzung modifizierter Originalfirmware hingegen schon. Auch die Nutzung von Sicherheitskopien von UMDs (auch in Form von ISO-Files) ist urheberrechtlich zulässig, solange der Nutzer im Besitz des Originaldatenträgers ist. Mit einer etwaigen Weitergabe (Verkauf, Tausch, etc.) des Originals erlischt allerdings das Recht an einem solchen Backup. Die Nutzung von Backups oder Homebrew-Software kann also urheberrechtlich zulässig sein, setzt in der Regel aber eine veränderte Originalsoftware voraus, durch die jedenfalls das Urheberrecht verletzt wird.
→ Siehe auch: XrossMediaBar der PlayStation Portable
Die XrossMediaBar (XMB) (Cross Media Bar, wörtlich Kreuzmedienleiste) bildet das Kernstück des Systemdesigns. Im Gegensatz zu herkömmlichen Konsolen, ist es dem Benutzer möglich, seine PSP zu personalisieren, allerdings erst ab einer höheren Firmware-Version. Konnte man bis Version 3.52 lediglich das Hintergrundbild einstellen, so ist es ab Firmware-Version 3.70 dem PSP Nutzer auch möglich, das Aussehen der XMB durch PSP-Themes zu verändern. Diese kann man entweder direkt bei Sony herunterladen oder mit einem von Sony veröffentlichten Programm namens Custom Theme Maker erstellen. Die Installation von PSP-Themes ist relativ einfach und daher den meisten Benutzern zu empfehlen.
Auch die vorgegebenen Links zu den einzelnen Funktionen der Benutzeroberfläche sind veränderbar. Diese Anpassungen lassen sich bei Custom-Firmwares durch das Ändern von Systemdateien im Flashspeicher der PSP erzielen. Alternativ kann auch das CFW-Plugin CXMB dienen, das der PSP geänderte Dateien im Flash vortäuscht, um somit Custom-Themes in Form einer .ctf ohne Änderung im Flashspeicher zu nutzen. Auch die Anordnung der einzelnen Elemente sowie die Tastentöne der PSP lassen sich so verändern. Nahezu jeder Aspekt des Menüs ist austausch- oder anpassbar, was es dem Benutzer erlaubt, seine PSP so individuell wie möglich zu gestalten.
Es gibt diverse zusätzliche Hardware für die unterschiedlichen PSP-Systeme. Neben den originalen PSP-Akkus existieren auch Akkus von Drittanbietern. Diese unterscheiden sich in den Varianten, da es sie in externer, aber auch interner Form gibt. Die externen Akkus werden an den Rücken der PSP geheftet und laden durch ein Kabel den Originalakku in der PSP.
Mittels einer Fernbedienung (kabelgebundene Remote Control) kann ein Mikrofon angeschlossen werden, dadurch wird in einigen Spielen die Unterhaltung mit anderen Spielern auf der PSP-1000 und PSP-2000 ermöglicht. Des Weiteren lässt sich durch ein Mikrofon Skype auf der PSP-3000 nutzen.
Die PSP-Kamera ist seit einiger Zeit auch in Deutschland erhältlich und kostet ca. 45 €. Mit der Kamera lassen sich nicht nur Fotos, sondern auch Videos aufnehmen.[31] Die Kamera wird an der oberen Seite am USB Anschluss befestigt. Den Spielen Invizimal und EyePet liegt eine neuere Version (PSP GO!Cam 450 x) bei, welche eine Auflösung von 0,3 Megapixel hat.
Mit dem GPS-Empfänger wird die PSP um die Funktionen eines Navigationsgeräts erweitert. Er wurde auf der Games Convention 2007 vorgestellt und wird in Deutschland seit April 2008 unter dem Namen Go!Explore mit Kartendaten für Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgeliefert. Go!Explore kann sowohl von Autofahrern als auch von Fußgängern benutzt werden.[32] Im PSN Store kann man sich gegen eine Gebühr Karten von anderen Ländern herunterladen.
Sony wurde bereits sowohl von der Seite der Entwickler- als auch der Nutzergemeinde stark kritisiert. Hersteller wie EA kritisierten Sony, da sie der Meinung sind, es werde nicht genug für die Entwickler getan, und somit Türen zu neuen Möglichkeiten geschlossen. Als Beispiel führen Entwickler gerne die UMD an.[33]
Seitens der Gemeinde wird vor allem kritisiert, dass Sony die Veröffentlichungstermine nicht immer einhält. So war beispielsweise der GPS-Empfänger für Ende 2006 in Europa angekündigt. Dieser ist jedoch erst Ende April 2008 in den deutschen Handel gekommen. Auch wird kritisiert, dass Sony es nicht erlaubt, Homebrew auf der PSP auszuführen und so vielen Hobby-Programmierern nicht die Möglichkeit gibt, Programme oder Minispiele für die PSP zu entwickeln. Dies ist einer der Hauptgründe für die große Verbreitung von Customfirmwares.
Des Weiteren bleibt als negativ anzuführen, dass Downloads benutzergebunden sind und es nicht (wie von der Playstation 3 bekannt) auch aus z.B. dem amerikanischen Store geladene Inhalte zulässt, ohne dass man seine bereits vorhandenen Aktivierungen verliert.
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