Press TV ist ein englischsprachiger Fernsehnachrichtensender aus dem Iran, der seit 2007 von der staatlichen Rundfunkgesellschaft Islamic Republic of Iran Broadcasting (IRIB) betrieben wird.
Press TV ist am 3. Juli 2007 auf Sendung gegangen. Die zum Sender gehörende Webseite existiert bereits seit Januar 2007.
Im Januar 2012 wurde seine Sendegenehmigung im Vereinigtem Königreich vom Office of Communications zurückgezogen, nachdem es eine Strafe wegen eines umstrittenen Interviews nicht beglichen hatte.[1] Am 3. April 2012 gab der Sender bekannt, dass er auf Veranlassung der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien nicht mehr von den Satelliten der SES Astra ausgestrahlt werden soll, da er keine Sendegenehmigung für Europa habe. Der Sender bezeichnete die Aktion als illegal und als Teil des Plans des Westens, den Sender zum Schweigen zu bringen.[2] Seitdem wird ein schwarzes Standbild mit weißem Text ausgestrahlt:
Übersetzung: Wir bedauern, dass Press TV aus rechtlichen Gründen von nun an nicht auf ASTRA ausgestrahlt werden darf. Der Rundfunkveranstalter arbeitet an einer schnellen Lösung. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Gesendet wird live und rund um die Uhr. Das Programm besteht aus Nachrichten, Dokumentationen und Gesprächsrunden. Press TV versteht sich offiziell als Konkurrenz zu den bekannten internationalen Fernsehsendern BBC World News, CNN, Al Jazeera English, France 24 und Russia Today.
Zum 60. Geburtstag von Radio Free Europe im Oktober 2010 bezeichnete Walter Isaacson, Präsident des Aspen-Instituts und des Broadcasting Board of Governors, Medienanstalten wie Press TV, Russia Today, China Central Television und teleSUR (Venezuela, Südamerika) als „Feinde“. Isaacson korrigierte sich später, er habe „Feinde“ in Bezug auf Afghanistan gemeint und nicht auf die Länder und Fernsehanstalten, die er in seiner Rede erwähnt hatte.[5][6]
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