| Ghom | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Provinz: | Ghom | |
| Koordinaten: | 34° 39′ N, 50° 53′ O34.64611111111150.878888888889928 Koordinaten: 34° 39′ N, 50° 53′ O |
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| Höhe: | 928 m | |
| Einwohner: | 1.071.503[1](2012) | |
| Zeitzone: | UTC+3:30 | |
| Webseite: | www.qomict.ir/ | |
Die persische Stadt Ghom bestand zumindest und nachweislich bereits in sassanidischer, prä-islamischer Zeit. So belegen beispielsweise mittelpersische Dokumente den Namen der Stadt als Gomān im Zusammenhang mit der Regierungszeit des iranischen Großkönigs Schapur I. (240–270 n. Chr.). Doch liegen auch verschiedene archäologische Zeugnisse urbaner Kultur aus dem Partherreich vor. Mehrere entscheidende Schlachten des persischen Königs Ardaschir I., welche zur Gründung des Sassanidischen Reichs führten, fanden in der Nähe der Stadt Ghom statt. Als persischer Satrap der Region zur Zeit des Niedergangs der Sassaniden ist historischen Quellen der Name des Herrschers Schirsad (Šērzād) zu entnehmen. Reste ausgedehnter Siedlungen in dieser Region gehen bis ins 4. Jahrtausend v. Chr. zurück.[2]
Zum schiitischen Wallfahrtsort entwickelte sich die Stadt, als dort im Jahre 817 Fātima bint Mūsā, die Schwester des achten Imams starb und bestattet wurde.[3] Ghom hat heute über 1.000.000 Einwohner und ist eine der heiligen Städte der Schia.
Ihre islamisch-theologische Hochschule wurde in Europa vor allem durch Ajatollah Ruhollah Chomeini bekannt. Nach diesem ist das Imam-Chomeini-Institut (auch: Imam-Khomeini-Institut) seit der Einweihung eines neuen Gebäudes 1995 heute auch benannt. Es gilt derzeit als Sitz der extremistischen Hojjatieh-Gesellschaft.
Ghom liegt am gleichnamigen Fluss Ghom, genau 132 km südlich von Teheran an der alten Route und neuen Autobahn nach Isfahan, 978 m über dem Meeresspiegel. Spezialerzeugnisse sind Tonwaren, Glas und Baumwolltextilien; wichtige landwirtschaftliche Güter der Umgebung sind Getreide, Baumwolle, Obst, Nüsse und Mohn. In der Nähe befinden sich Erdgas- und Erdölfelder.
Das gewaltige Mausoleum von Fātima bint Mūsā (um 1600) mit goldener Kuppel dominiert bis heute das Stadtbild. Die Theologieschule von Ghom, in der die meisten iranischen Prediger ausgebildet werden, nimmt bei den Schiiten den 2. Rang nach Nadschaf ein. Durch die Islamische Revolution und Ruhollah Chomeini stieg ihre Bedeutung. Die Zahl der studierenden und lehrenden Kleriker stieg nach 1979 auf etwa 50.000 heute.[4] Ghom gilt im Gegensatz zu Nadschaf im schiitischen Maßstab als konservativ und ordnet der islamischen Geistlichkeit das Recht zu, die Regierung zu stellen.
In der Nähe von Ghom bei 34° 39′ 0″ N, 50° 54′ 0″ O34.6550.9 befindet sich seit 1991 ein Raketentestgelände des iranischen Militärs.[5]
Am 25. September 2009 wurde bekannt, dass sich eine weitere Anlage des Iranischen Atomprogramms in der Nähe von Ghom befindet.[6][7]
Ghom unterhält folgende Städtepartnerschaften:
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