| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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Koordinaten: 52° 55′ N, 11° 52′ O |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Prignitz | |
| Amt: | Bad Wilsnack/Weisen | |
| Höhe: | 22 m ü. NN | |
| Fläche: | 28,8 km² | |
| Einwohner: |
565 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 20 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 19322 | |
| Vorwahl: | 038791 | |
| Kfz-Kennzeichen: | PR | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 70 348 | |
| Gemeindegliederung: | 4 Ortsteile | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Am Markt 1 19336 Bad Wilsnack | |
| Bürgermeister: | Jürgen Herper | |
| Lage der Gemeinde Rühstädt im Landkreis Prignitz | ||
Rühstädt ist eine Gemeinde im Landkreis Prignitz im nordwestlichen Brandenburg.
Die Gemeinde Rühstädt liegt im nordwestlichen Brandenburg in der Prignitz, ca. 12 km südöstlich der Stadt Wittenberge, nahe der Havelmündung in die Elbe. Das Dorf Rühstädt selbst hat ca. 240 Einwohner. Die Gemeinde ist Teil des Amtes Bad Wilsnack/Weisen.
Die Gemeinde Rühstädt besteht aus den Gemeindeteilen
Der Name des Dorfes Rühstadt geht vermutlich auf das Wort "Ruhestätte" zurück und hängt damit zusammen, dass sich in der Krypta der Dorfkirche die letzte Ruhestätte der alten märkischen Ritterfamilie derer von Quitzow befindet, die im Spätmittelalter eine wichtige Rolle in der Geschichte der Mark Brandenburg spielte.
Das Dorf lag früher im Burgbezirk von Nitzow des Bistums Havelberg. 1384 wurden die Herren von Quitzow damit vom Bischof von Havelberg Dietrich II. von Man belehnt. Die Quitzows besaßen bis 1719 die Burg und das Dorf mit der dazugehörigen Elbfähre.
Die alte Kirche, deren Kern noch aus dem 13. Jahrhundert stammt, wurde im 18. Jahrhundert von Friedrich Wilhelm von Grumbkow im Barockstil umgestaltet.
Das Schloss von Rühstädt wurde im Jahr 1780 von der Familie von Jagow erworben, die es bis 1945 besitzen sollten. Allerdings brannte es noch im gleichen Jahr ab und wurde zwei Jahre später auf den Grundmauern in Form des heutigen Rokokoschlosses neu errichtet. Seit 2002 befindet sich im Schloss ein Wellnesshotel.
Rühstädt ist das storchenreichste Dorf Deutschlands, es gibt dort in manchen Jahren bis zu 40 brütende Storchenpaare, hinzu kommen noch zahlreiche einzelne Störche.
Bereits in den siebziger Jahren wurde begonnen mit Hilfe von Nisthilfen den durch reich ausgestatteten Futterplätze an den Elb- und Havelauen begünstigten natürlichen Storchenreichtum zu unterstützen. Teilweise sind bis zu 5 Storchennester auf einem Dach zu sehen.
1996 bekam Rühstädt von der Stiftung Europäisches Naturerbe den Titel „Europäisches Storchendorf“ verliehen. Im selben Jahr nisteten hier sogar 44 Storchenpaare. Für jedes Nest wurden Informationstafeln angebracht, die darüber informieren, wann die einzelnen Störche jeweils aus ihrem Winterquartier eingetroffen oder dann auch wieder abgeflogen sind, sowie wie viel Nachwuchs jeweils großgezogen wurde.
Spätestens seit dem offiziellen Titel ist man an den Wochenenden zwischen April, wenn die Störche einfliegen, und Ende August, wenn sie wieder abfliegen, selten allein im Ort. Pro Saison kommen 55.000 bis 65.000 Besucher wegen der Störche nach Rühstädt. Der Störchereichtum ist damit auch ein Wirtschaftsfaktor, derzeit hängen ca. 130 Arbeitsplätze in Gastronomie und Hotellerie am Interesse der Besucher.
| Jahr | Storchenpaare | Storchenpaare mit Nachwuchs | Jungvögel[2] |
|---|---|---|---|
| 1970 | 7 | 9 | |
| 1980 | 16 | 24 | |
| 1990 | 26 | 56 | |
| 2000 | 39 | 71 | |
| 2004 | 34 | 27 | 68 |
| 2008 | 29 | 58 |
Die Gemeindevertretung besteht aus 8 Gemeindevertretern.
(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)
Bürgermeister der Gemeinde Rühstädt ist gegenwärtig Jürgen Herper (parteilos).
In der Liste der Baudenkmale in Rühstädt stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Baudenkmale.
Die Berliner Bildhauerin Anna von Kahle schuf das Grabdenkmal des Erboberjägermeisters von Jagow-Rühstädt.
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