Radpolo ist eine Radsportart, die Elemente von Radball und dem von Reitern auf Pferden gespielten Polo kombiniert. Die Teams von je zwei bis drei Radfahrern versuchen, den Ball mit einem Schläger an einem langen Stiel ins gegnerische Tor zu treiben. Es ist erlaubt, den Ball mit den Rädern abzufangen.
Lange Zeit wurde Radpolo fast ausschließlich von Frauen in Sporthallen gespielt, seit einigen Jahren erfreut sich Radpolo aber vor allem unter Fahrradkurieren wachsender Beliebtheit.[1] Hochburgen dieses Sports sind u. a. New York, London, Karlsruhe[2] und München[3].
Gespielt wird - wie Radball - auf einem 11x14 Meter großen Feld, das von einer Bande eingegrenzt wird, auf ein 2x2 Meter großes Tor. Es spielen 2 Teams, die jeweils aus zwei Spielerinnen bestehen, die auf einem Spezialrad sitzen. Mit diesem kann man auch rückwärts fahren. Während dem Spiel darf man weder mit dem Fuß noch mit einem anderen Körperteil den Boden berühren. Tut man das doch, muss man zuerst seine eigene Torauslinie überfahren, bevor man wieder spielberechtigt ist. Beide Spielerinnen dürfen sowohl als Feldspielerin, als auch als Torfrau tätig sein. Der Stock ist beim Radpolo einen Meter lang und hat an der unteren Seiten einen Holzstock mit den der Ball gespielt wird.[4].
Wie alle Sportarten so ist auch Radpolo je nach Alter und Qualifikation in verschiedene Altersklassen und Ligen eingeteilt. Die 1. Bundesliga in Deutschland ist die höchste Aktivenklasse (ab 18 Jahre). 12 Mannschaften befinden sich in dieser Klasse, die in 4 Gruppen aufgeteilt sind. Eine zweite Bundesliga sowie Landes- und Verbandsligen komplettieren die Wettbewerbe im Radpolo.[5]
Die Regeln sind teilweise unterschiedlich und werden hier nur allgemein dargestellt. Hier spielen 3 Spieler je Team. Die Spieler dürfen während des Spieles den Boden nicht berühren; tun sie es doch, müssen sie sich an den Rand des Spielfeldes auf Höhe der Mittellinie begeben und dort eine Hupe betätigen bzw. an einem bestimmten Gegenstand abschlagen.
Der Schläger besteht aus einem langen Stab, an dessen Ende ein etwa dem Spielballdurchmesser entsprechendes Rohr angebracht ist. Die genaue Form des Schlägers ist aber nicht festgelegt.
Die Tore sind in etwa so breit wie ein Fahrrad lang ist. Tore dürfen oft nur mit der schmalen runden Seite des Schlägers geschossen werden. Erfolgt ein Tor, muss sich die Mannschaft, die das Tor erzielt hat, in ihre Spielfeldhälfte zurückziehen, erst dann dürfen die Spieler weiterspielen.
Gewonnen hat die Mannschaft, die als erste fünf Tore erzielt oder nach Ablauf der vorher vereinbarten Zeit (5-30 Minuten) die meisten Tore erzielt hat.
Deutsche Meisterschaften [8][9]
| Jahr | Austragungsort | Gewinner | Ergebnis | Vizemeister | Dritter | Ergebnis | Vierter |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2010 | Frankfurt | Polosynthese (Frankfurt) | xxx | Candy Colored Clowns (Karlsruhe) | Toreros (München) | xxx | Shark Attack (Karlsruhe) |
| 2011 | Hannover | Bull Shit (München) | 5:4 | Bambule (Berlin) | Toros (München) | xxx | Monkey Punch (B, H, KA) |
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