Dienstag, 29. Mai 2012

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Ralf Christoffers

Ralf Christoffers (* 8. Oktober 1956 in Rostock) ist ein deutscher Politiker (Die Linke). Christoffers ist seit 1994 Abgeordneter im Landtag Brandenburgs und war von 2001 bis 2005 Landesvorsitzender der PDS Brandenburg. Seit 2009 gehört er der Landesregierung von Brandenburg als Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten an.

Leben

1973 bis 1981 absolvierte Christoffers eine Berufsausbildung zum Schiffbauer und Schlosser. Von 1983 bis 1986 studierte er Gesellschaftswissenschaften an der Parteihochschule der SED und arbeitete danach bis 1990 als Dozent für Philosophie. Von 1991 bis 1994 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der PDS-LL-Fraktion des Brandenburger Landtages. Christoffers hat fünf Kinder.

Politik

Christoffers trat 1990 in die PDS (ab Juli 2005 Die Linkspartei.PDS, ab Juni 2007 Die Linke) ein. Seit Oktober 1994 ist er Abgeordneter des Brandenburger Landtages und von 2001 bis 2005 war er Vorsitzender des brandenburgischen Landesverbandes der PDS.

Von September 2007 bis November 2009 war Christoffers stellvertretender Vorsitzender der Fraktion Die Linke. Von November 2007 bis zum Ende der Legislaturperiode war er zudem Vorsitzender des Ausschusses für Haushalt und Finanzen. Seit 2010 ist er Mitglied im Ausschuss der Regionen der Europäischen Union.[1]

Minister in Brandenburg

Seit dem 6. November 2010 ist Christoffers in Brandenburg Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten. Er ist Nachfolger von Ulrich Junghanns, CDU. Wie dieser ist er Mitglied des Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung.

Christoffers, der als ein Kenner der brandenburgischen Wirtschaft gilt, konnte in seinem ersten Jahr als Minister - auch Dank der günstiger verlaufenden Gesamtkonjunktur - verschiedene Erfolge für den Wirtschaftsstandort Brandenburg vermelden. So wurde das Land Brandenburg 2010 als dynamischte Wirtschaftsregion in Deutschland bewertet[2]. Die Arbeitslosigkeit in Brandenburg ist landesweit bis Ende 2010 unter 10 % gesunken.

Wegen seiner Wirtschaftspolitik, die entsprechend der Koalitionsvereinbarung mit der SPD auch auf eine Fortführung des Braunkohletagebergbaus in der Lausitz ausgerichtet ist, steht Christoffers parteiintern jedoch heftig in der Kritik. Der Linke-Bundestagsabgeordnete aus dem brandenburgischen Wahlkreis Cottbus/Spree-Neiße Wolfgang Neskovic bezeichnete Christoffers Ende 2010 in einem Zeitungsinterview als eine Fehlbesetzung und warf ihm vor, Politik rechts von der SPD zu machen[3].

Ralf Christoffers ist Mitglied im Verwaltungsrat der Sparkasse Barnim.

Siehe auch

Kabinett Platzeck III

Literatur

  • Präsident des Landtages Brandenburg (Hrsg.): Landtag Brandenburg: Namen – Daten – Fakten. 3. Wahlperiode 1999–2004. 5. Auflage. Potsdam 2004, hier: S. 9.
  • Präsident des Landtages Brandenburg (Hrsg.): Landtag Brandenburg: Namen – Daten – Fakten. 4. Wahlperiode 2004–2009. 3. Auflage. Potsdam 2007, hier: S. 30.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Pressemitteilung des Ministeriums.
  2. Mitteilung MWE Brandenburg pdf
  3. PNN-Zeitungsartikel vom 29. Dezember 2010 pdf
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