Renato Giuseppe Schifani (* 11. Mai 1950 in Palermo) ist ein italienischer Politiker der Forza Italia (ab 2008 Popolo della Libertà) und Jurist. Für die 16. Legislaturperiode des italienischen Parlaments wurde er am 29. April 2008 zum Präsidenten des Senats gewählt.[1]
Als gelernter Rechtsanwalt begann Renato Schifani seine politische Karriere bei der Democrazia Cristiana. Im Wahlbezirk Altofonte-Corleone wurde er 1996 erstmals für Silvio Berlusconis Mitte-Rechts-Bündnis in den Senat gewählt. Bei den nachfolgenden Parlamentswahlen (2001, 2006 und 2008) wurde er jeweils bestätigt. Von 2001 bis 2008 war er zudem Fraktionsvorsitzender der Forza Italia im Senat und arbeitete im Ausschuss für Raumplanung und Umwelt.
Nach dem deutlichen Wahlsieg von Berlusconis Popolo della Libertà bei den Parlamentswahlen 2008 wurde er am 29. April im ersten Wahlgang mit 178 Stimmen (d. h. 4 Stimmen über der Mehrheit der neuen Regierungskoalition) zum Senatspräsidenten gewählt und bekleidet seitdem nach Staatspräsident Giorgio Napolitano das zweithöchste Staatsamt Italiens.
Schifani zählt zu den als Berluscones bezeichneten Politikern, die sich durch ihre treue Gefolgschaft gegenüber dem Vorsitzenden der Forza Italia auszeichnen.[2] Ein Gesetz, das er im Juni 2003 gemeinsam mit Antonio Maccanico ausgearbeitet hatte und verabschieden ließ, der so genannte "Maccanico-Schifani-Schiedsspruch" (lodo Maccanico-Schifani), sah die Suspendierung aller Gerichtsverfahren gegen die Politiker in den fünf ranghöchsten Staatsämtern vor und begünstigte damit vor allem den damals amtierenden Premier Silvio Berlusconi. Am 13. Januar 2004 wurde das Gesetz jedoch für verfassungswidrig erklärt.[3]
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