Replikatorgleichungen sind eine Klasse von in der theoretischen Biologie entwickelten Gleichungen zur Beschreibung der Entwicklungsdynamik reproduzierbarer Einheiten (Replikatoren). Sie zählen zu den grundlegenden Gleichungen der Evolutionstheorie.
In einer relativ allgemeinen Form sind stetige Replikatorgeichungen von der Form
mit
der Anteil einer Replikatorspezies vom Typ
in der Gesamtpopulation,
Verteilungsvektor,
Fitness von Replikatortyp
und
durchschnittliche Fitness .
Eine häufig zur Modellvereinfachung gemachte Annahme ist, dass die Fitness linear von der Zusammensetzung der Replikatorpopulation abhängt:
dabei enthält die Payoff-Matrix
die Fitnessinformation für die Population: der zu erwartende Payoff kann geschrieben werden als
und die mittlere Fitness der Gesamtpopulation als
.
Eine Verallgemeinerung der Replikatorgleichungen, die Mutationen berücksichtigt, stellen Replikator-Mutator-Gleichungen dar:
hier gibt die Matrix
die mutationsbedingten Übergangswahrscheinlichkeiten der Replikatortypen
nach
an.
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