| Respiratory-Syncytial-Virus | ||||||||||||
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Das HRSV in einer TEM-Abbildung |
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| Systematik | ||||||||||||
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| Taxonomische Merkmale | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Human respiratory syncytial virus (engl.) | ||||||||||||
| Taxon-Kurzbezeichnung | ||||||||||||
| HRSV | ||||||||||||
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Respiratorische-Synzytial-Viren (englisch: Respiratory Syncytial Virus) sind umhüllte Viren mit einzelsträngiger Minus-RNA aus der Familie der Paramyxoviridae, der Unterfamilie Pneumovirinae und der Gattung Pneumovirus.
Zu diesen Viren gehören die Art Humanes-Respiratorisches Synzytial-Virus (HRSV) beziehungsweise englisch Human Respiratory Syncytial Virus mit den Subtypen A und B sowie diverse tierpathogene Arten wie beispielsweise das Bovines-Respiratorisches-Synzytial-Virus (BRSV).
Humane-Respiratorische Synzytial-Viren werden meistens über Schmierinfektionen und Tröpfcheninfektion übertragen und verursacht Symptome im oberen Respirationstrakt: Schnupfen (Rhinitis, Erkältung), Husten, akute Bronchitis, Mittelohrentzündung.
Die Infektion von Kälbern mit Bovinen-Respiratorischen-Synzytial-Viren (BRSV) hat einen ähnlichen Verlauf wie die Infektion von HRSV beim Kleinkind und wird aus diesem Grunde zu Modelluntersuchungen zur Entwicklung von Impfstoffen und Therapeutika genutzt.
Eine überstandene Erkrankung erzeugt keine andauernde Immunität, es kann lebenslang zu Re-Infektionen kommen, die bei gesunden Menschen milde verlaufen.
Die Infektion kann einen akuten Verlauf haben, besonders wenn eine bakterielle Superinfektion auftritt. In solchen schweren Fällen kann intensivmedizinische Überwachung notwendig sein.
Bei Kleinkindern und vor allem bei Säuglingen kommt es häufig zu schwereren Verläufen, die gerade bei Säuglingen eine stationäre Behandlung im Krankenhaus erfordern können.
Eine RSV-Infektion beim Säugling äußert sich mit Symptomen wie Fieber von 38 bis 39,5 °C, laufender Nase, Husten und Atembeschwerden. Durch die behinderte Atmung wird das Trinken erschwert und der Patient zeigt deshalb häufig auch Trinkschwäche.
Auf Grund der engen und kurzen Atemwege werden häufig die Bronchien und Bronchiolen in Mitleidenschaft gezogen - es kann zu einer Bronchiolitis kommen, was die Sauerstoffaufnahme behindern kann. Anzeichen für eine ungenügende Sauerstoffsättigung im Blut sind Blässe, bläuliche Färbung der Lippen oder Fingernägel (Zyanose), Einziehungen unterhalb des Rippenbogens (subcostal) und zwischen den Rippen (intercostal) und schnellere Atmung (Tachypnoe) mit Nasenflügeln. Dehydration gilt auch als Anzeichen für einen ernsten Zustand.
Im Krankenhaus wird der Patient permanent überwacht um bei Verschlechterung des Zustandes sofort Maßnahmen ergreifen zu können. Sauerstoffsättigung und Trinkmenge sind die wichtigsten Indikatoren. Gegebenenfalls werden auch EKG und Atemfrequenz überwacht. Bei ungenügender Sauerstoffsättigung wird Sauerstoff gegeben, in schweren Fällen mittels Druckbeatmung. Trinkt der Patient ungenügend kann der Einsatz einer Magensonde notwendig werden um eine Dehydration zu verhindern.
Die Todesrate bei Säuglingen mit RSV-Infektion liegt bei etwa 2 %.[1]
Bei Säuglingen kann es außerdem zu einem Krankheitsbild kommen, das einem Keuchhusten ähnlich ist.
Zur Therapie eignet sich evtl. das Virostatikum Ribavirin, dessen Wirkung in Placebo-Studien jedoch nicht belegt werden konnte.
Man kann das Virus mittels immunologischer Testverfahren (ELISA) nachweisen.
Für Säuglinge und Kinder mit hohem Risiko besteht die Möglichkeit einer passiven Immunisierung mit dem monoklonalen Antikörper Palivizumab, die aus Kostengründen nur speziellen Risikofällen vorbehalten ist. Diese Immunisierung erzeugt zudem lediglich einen Schutz für wenige Wochen und muss deshalb während der HRSV-Saison (Oktober/November bis März/April) monatlich wiederholt werden.
Eine Impfung mit attenuierten oder abgetöten Viren ist nicht möglich.
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