Das Rhinluch ist eine Niedermoorlandschaft im deutschen Bundesland Brandenburg, vom namensgebenden Fluss Rhin durchflossen und nördlich von Fehrbellin im Landkreis Ostprignitz-Ruppin gelegen. Das obere Rhinluch umfasst etwa 23.000 Hektar. Der Namensbestandteil Luch bezeichnet mehrere Feuchtgebiete im Land Brandenburg, in deren Gewässern das Wasser vor der Anlage moderner Drainagesysteme mehr stand als floss.
Das Rhinluch wurde in der letzten Eiszeit und der Nacheiszeit gebildet. Zunächst entstand vor etwa 16.000 Jahren das Eberswalder Urstromtal als Abflussbahn der Schmelzwässer des Gletschereises. Dieses große Flusstal fiel mit dem weiteren Zurückschmelzen der Gletscher noch in der Eiszeit trocken. An einzelnen Stellen im heutigen Rhinluch bildeten sich zunächst Seen, vor allem im Bereich von Toteiskesseln. Diese wurden im Laufe der Zeit durch den natürlichen Verlandungsprozess zu Mooren. Weiterhin kam es in der Nacheiszeit zur großflächigen Bildung von Versumpfungsmooren, die direkt auf den Sand des Urstromtales aufwuchsen. Erst unter dem Einfluss des Menschen wurden diese Moore im Rahmen von Meliorationsmaßnahmen zu Wiesen und Weiden umgestaltet. Der östlichste Ausläufer des Rhinluch ist das Kremmener Luch.
Im Rhinluch ist die äußerst seltene Europäische Sumpfschildkröte beheimatet.
Der brandenburgische Dichter Theodor Fontane beschreibt das Rhinluch in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg so:
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