| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel | Robin Hood |
| Originaltitel | Robin Hood |
| Produktionsland | Vereinigte Staaten, Vereinigtes Königreich |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2010 |
| Länge | 148 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 12 [1]JMK 12 [2] |
| Stab | |
| Regie | Ridley Scott |
| Drehbuch | Brian Helgeland |
| Produktion | Russell CroweBrian Grazer Ridley Scott |
| Musik | Marc Streitenfeld |
| Kamera | John Mathieson |
| Schnitt | Pietro Scalia |
| Besetzung | |
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| Synchronisation | |
Robin Hood ist ein epischer Abenteuerfilm des Regisseurs Ridley Scott aus dem Jahr 2010. Die Produktion eröffnete am 12. Mai 2010 die 63. Filmfestspiele von Cannes. Einen Tag später startete der Film in den deutschsprachigen Kinos. Der Film erzählt eine fiktive Vorgeschichte zur eigentlichen Robin-Hood-Legende. Die Filmhandlung spielt im Jahr 1199. Reale historische Personen und Gegebenheiten aus dem 12. Jahrhundert wurden in die Handlung integriert.
Robin Longstride ist ein charismatischer Soldat, der an der Seite von Richard Löwenherz im Dritten Kreuzzug kämpfte, und nun mit den Soldaten des Königs auf dem Rückweg nach England ist. Nun gilt es nur noch, eine französische Burg zu erobern, deren Bewohner sich der Belagerung verzweifelt zur Wehr setzen. Da Robin in der Gegenwart des Königs den Kreuzzug und das sinnlose Blutvergießen anprangert, werden er sowie drei seiner Männer in den Block gespannt und sind so nicht dabei, als die Mannen König Richards erneut versuchen, die Burg einzunehmen. Dabei wird der König jedoch von einem Armbrustbolzen eines französischen Kochs tödlich in den Hals getroffen. In dem folgenden Durcheinander kann Jimoen, ein junger Soldat, die vier aus dem Block befreien.
In der Zwischenzeit findet ein Geheimtreffen von Godfrey, einem Feldherrn König Richards, mit Philipp, dem König von Frankreich, statt. Beide kommen darin überein, dass Richard Löwenherz getötet werden muss. Auf einer Straße zur Küste soll das Attentat erfolgen; beide Männer wissen noch nicht, dass Richard bereits tot ist. Godfrey soll sich danach das Vertrauen von Richards Bruder und Nachfolger Prinz John (Johann Ohneland) sichern und gleichzeitig das englische Volk zum Bürgerkrieg aufwiegeln, um Philipp eine Invasion Englands zu ermöglichen. Doch der Plan misslingt: Zwar töten die Soldaten Godfreys die englischen Ritter, die dem Heer voran reiten, doch das Pferd Richards, auf dem sich in einer Tasche dessen Krone befindet, kann sich losreißen. Robin, Will Scarlett, Little John und Alan A’Dayle können Godfreys Männer vertreiben. Ein Pfeil Robins verletzt dabei Godfrey im Gesicht, dieser kann aber entkommen. Da das fliehende Pferd Robin und seinen Männern in die Arme läuft, können diese die Königskrone an sich nehmen. Ein sterbender englischer Ritter namens Sir Robert Loxley, ein Vertrauter König Richards, vertraut Robin dabei nicht nur sein Schwert an, sondern bittet diesen auch, seinen Vater in England, Sir Walter Loxley von Nottingham, von seinem Tod zu berichten und ihm sein Schwert zu übergeben.
Um sicher die Heimreise nach England zu gewährleisten, nimmt Robin Longstride den Namen des Toten, Robert Loxley, an, nimmt die Krone an sich und gelangt mit seinen Männern so nach London. Hier übergibt er die Krone an Eleonore von Aquitanien, die Mutter von Richard Löwenherz, die wiederum ihren jüngsten Sohn, John, zum neuen König ernennt. John erweist sich nicht nur als politisch ungeschickt, da er gegen den Rat seiner Mutter Isabella von Angoulême heiratet, sondern auch als unbarmherzig, da er dem durch die Kosten von Richards Kriegen schon stark belasteten Land eine weitere Steuererhöhung aufbürdet und den alten, Richard-treuen Schatzkanzler William Marshal durch Godfrey ersetzt. Ohne Johns Wissen beginnt Godfrey in den Grafschaften Englands unter Einsatz von Gewalt und mithilfe französischer Söldner, die Steuern einzufordern.
Zunächst nimmt Robin davon nichts wahr. Er erreicht sicher Nottingham, wo er nicht nur Sir Walter Loxley vom Tod seines Sohnes berichten muss, sondern auch Roberts Witwe Marion Loxley kennen lernt. Sir Walter Loxley bittet Robin daraufhin, sich als sein verstorbener Sohn Robert Loxley auszugeben, um zu verhindern, dass die andernfalls als Witwe geltende Marion enteignet wird. Robins nun offizielle Ehefrau ist davon anfangs wenig angetan, willigt aber gezwungenermaßen ein. Von Sir Walter erfährt Robin, dass sein Vater, ein Steinmetz, vor vielen Jahren für eine Verschwörung der Barone eine Charta verfasste, in der grundlegende Freiheitsrechte gefordert wurden. Die Verschwörung scheiterte, Robins Vater wurde hingerichtet - aber die Charta mit einer Liste der Namen der Barone hat in einem Versteck überdauert.
Der neue Schatzkanzler Godfrey lässt inzwischen nach Robin Longstride suchen, da er ihn als Zeugen des gescheiterten Attentats aus dem Weg schaffen will. Als er erfährt, dass Robin sich unter dem neuem Namen Loxley in Nottingham befindet, bricht er mit seinen Söldnern dorthin auf, um ihn zu ermorden. Unterdessen erheben sich die Barone gegen König John, da ihre Grafschaften unter der Wirtschaftspolitik des Königs leiden und zusätzlich durch Godfreys marodierende, als königliche Steuereintreiber getarnte Söldner bedrängt werden. William Marshal, der Godfrey beobachten ließ, weiß mittlerweile von dessen Doppelspiel und kann auch die Königsmutter überzeugen. Diese wiederum erinnert Isabella an ihre Pflichten als Königin, den König über den Verrat Godfreys zu informieren. Von Godfrey verraten und von den Baronen bedrängt, stimmt John einem Treffen mit letzteren zu. Dort wird John, auch durch eine Rede Robins, überzeugt, gemeinsam gegen Godfrey vorzugehen, zumal dieser weiter mit Philipp von Frankreich konspiriert. Als Gegenleistung stimmt John zu, die Charta zu unterzeichnen, obwohl sie die uneingeschränkte Macht des Königs empfindlich beschneidet. In der Zwischenzeit erreichen Godfrey und seine Männer Nottingham, wo sie die verbliebenen Männer, darunter auch Sir Walter, töten, die Frauen und Kinder in die Scheune sperren und diese anzünden. Robin kommt gerade noch rechtzeitig, um das Massaker zu verhindern, kann aber wieder Godfrey nicht fassen.
Godfrey reitet zur Küste, wo die Truppen Philipps landen. Auch die englische Armee unter John, Marshal und Robin trifft ein, es kommt zu einer blutigen Schlacht, in der es gelingt, die Invasoren zurück zu schlagen. Auch Marion nimmt, als Ritter verkleidet, an der Schlacht teil. Als sich die Niederlage abzeichnet, kehrt Philipp um. Godfrey versucht auf einem Pferd zu flüchten, wird aber von Robin durch einen Pfeil aus großer Entfernung in den Hals getroffen und getötet. Robin wird als Held gefeiert, was die Missgunst von König John herauf beschwört. In der Anwesenheit der Barone, die darauf warten, dass John die Charta unterzeichnet, verbrennt John diese und erklärt Robin, der sich nun Robin Hood nennt, für gesetzlos. Robin, Marion und zahlreiche Menschen ziehen sich nun in den Sherwood Forest zurück.
Die Dreharbeiten des Films fanden mit einem Budget von 130 Millionen US-Dollar zwischen April und August 2009 ausschließlich im Norden Englands, in der Grafschaft Northumberland statt. Einer der Drehorte war Alnwick Castle, das auch in den ersten beiden Harry-Potter-Streifen (von 2001 und 2002) als Hogwarts-Kulisse diente, sowie der Strand bei Bamburgh, an dem eine der Actionsequenzen des Films entstand. Sherwood Forest wurde im Kielder Forest rekonstruiert, in einem Waldstück, in dem Regisseur Scott und Hauptdarsteller Crowe bereits im Jahr 2000 Szenen des Films Gladiator gedreht hatten. Eines der wichtigsten Sets, Nottingham Village, wurde auf einem privaten Anwesen in der Nähe von Guilford in Surrey aufgebaut.
Ursprünglich war Sienna Miller für die Rolle der Marion engagiert. Sie wurde jedoch kurz vor Beginn der Dreharbeiten von Ridley Scott durch Cate Blanchett ersetzt, da sich Ridley Scott an Millers Image störte.[3]
Der Film spielte im Jahr 2010 weltweit über 300 Millionen US-Dollar ein.[4]
| Rolle | Originalsprecher | Deutsche Synchronisation |
|---|---|---|
| Robin Hood / Robin Longstride | Russell Crowe | Martin Umbach |
| Lady Marion Loxley | Cate Blanchett | Arianne Borbach |
| Sir Walter Loxley | Max von Sydow | Jürgen Thormann |
| Sheriff von Nottingham | Matthew Macfadyen | Benjamin Völz |
| William Marshal | William Hurt | Wolfgang Condrus |
| Sir Godfrey | Mark Strong | Tom Vogt |
| Bruder Tuck | Mark Addy | Lutz Schnell |
| Little John | Kevin Durand | Dennis Schmidt-Foß |
| Richard Löwenherz | Danny Huston | Klaus-Dieter Klebsch |
| Sir Robert Loxley | Douglas Hodge | Torsten Michaelis |
| Will Scarlett | Scott Grimes | Bernhard Völger |
| Prinz John / Johann Ohneland | Oscar Isaac | Alexander Doering |
| Isabella von Angoulême | Léa Seydoux | Julia Stoepel |
| Französischer Kapitän | David Bertrand | Frédéric Vonhof |
Der Film greift folgende Geschehnisse der englischen bzw. englisch-französischen Geschichte aus der Zeit um 1200 auf:
„Aufwändiger Abenteuerfilm, der den bislang vorherrschenden Robin-Hood-Mythos phasenweise konterkariert, indem er einen desillusioniert-grimmigen Blick auf eine Zeit brachialer Schlachten und politischer Ungerechtigkeiten wirft. Dramaturgisch zwar weniger dicht als frühere Filme Ridley Scotts, unterhält er durch seinen freien epischen Atem, den ambivalenten Umgang mit den Schlachtspektakeln sowie den stimmigen politischen Subtext.“
– Lexikon des Internationalen Films[5]
„Wer von Ridley Scott und seiner Handschrift noch nicht genug hat, dem wird Robin Hood sicherlich gefallen. Der Film ist groß, laut und hat einen gewissen Charme. Warum man allerdings 140 Minuten Leinwandzeit für die Geschichte braucht, ist unklar, denn gerade im Mittelteil hätte es deutlich zügiger gehen können. Hinzu kommen einige kleinere Mankos, über die man zwar hinwegsehen kann, aber bei einem solchen Budget nicht muss.“
– MovieMaze.de[6]
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