Der Rolling Stone ist eine Zeitschrift mit Schwerpunkt auf Popkultur und Rockmusik.
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Der Rolling Stone wurde 1967 in San Francisco von Jann Wenner und Ralph J. Gleason gegründet.[2] Der Name geht zurück auf Bob Dylans Song Like a Rolling Stone und einen gleichnamigen Artikel Gleasons in der Zeitschrift American Scholar.[3] Gleasons Artikel handelte von der neuen Musik und Politik.[4] Der Rolling Stone betrieb in den nächsten Jahren erfolgreich den New Journalism.[5]
Die politische Ambition wurde aber bald kaum noch wahrgenommen.[1] Internationale Beachtung fand erst ein Artikel, der 2010 zur Absetzung von Stanley A. McChrystal, des US-Oberbefehlshabers in Afghanistan, führte.[6] Den National Magazine Award gewann der Rolling Stone 2004 bereits zum 14. Mal. Prägend waren für den Rolling Stone die Journalisten Hunter S. Thompson und Lester Bangs.
Der Rolling Stone wurde insbesondere durch seine Titelbilder bekannt. Nacktfotos von John Lennon mit Yoko Ono 1970 und vom jungen David Cassidy 1972 erregten großes Aufsehen.[7] Das Titelbild des Rolling Stone war so bedeutsam geworden, dass Shel Silversteins Band Dr. Hook & the Medicine Show mit einem ironischen Song darüber in die Top Ten kam und anschließend auf ebenjenes Titelbild. In den folgenden Jahren setzte die fotografische Qualität Maßstäbe durch die Arbeit von Annie Leibovitz.
1997 erhielt das Magazin für seine typografische Gestaltung die höchste Auszeichnung des Type Directors Club New York, die Type Directors Club Medal, die nur an Personen und Institutionen verliehen wird, die einen außergewöhnlichen Beitrag zur Entwicklung der Typografie geleistet haben.
Der Rolling Stone ist nicht nach Jahrgängen getrennt nummeriert, sondern seit der Gründung fortlaufend. Der Rolling Stone Nr. 1000 erschien am 18. Mai 2006.
Bis Oktober 2008 hatte der Rolling Stone über 30 Jahre lang ein ungewöhnliches Zeitungsformat von rund 30 cm Höhe und 25 cm Breite.[8]
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Nach einem kurzlebigen Versuch in den 1980er Jahren mit Frank Steffan als Chefredakteur konnte 1994 mit dem zweiten Versuch das Magazin am Markt etabliert werden. Es erschien ursprünglich im hierzu eigens gegründeten DRS-Verlag, Herausgeber war der Konzertveranstalter Werner Kuhls, Chefredakteure waren Jörg Gülden und Bernd Gockel. Die Freien Mitarbeiter waren bereits von anderen Publikationen her bekannt. Einer der Redakteure der Anfangszeit war der spätere Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre. 2002 erfolgte aufgrund von Unstimmigkeiten zwischen dem Mutter- und DRS-Verlag die Vergabe der Lizenzausgabe an AS Young Mediahouse, einer Tochter des Axel-Springer-Verlags. Sie erscheint dort mit dem einstigen Konkurrenten Musikexpress, eine drohende Kartellklage hierzu konnte abgewendet werden. Chefredakteur blieb Bernd Gockel, der bereits vor dem Verlagswechsel und nach dem Ausscheiden von Jörg Gülden alleiniger Chefredakteur war. Ihm folgte 2010 Rainer Schmidt.
Die deutsche Ausgabe erscheint monatlich und erreichte im 2. Quartal 2010 eine verkaufte Auflage von 54.953 Stück[9] (Quelle: IVW).
Im Herbst 2008 ging Rolling Stone gemeinsam mit der US-amerikanischen Alternative-Country-Band Lambchop aus Nashville, Tennessee, einen ungewöhnlichen Weg zur Vermarktung des neuen Albums OH (ohio). Die CD lag samt Plastikhülle und Booklet der Oktober-Ausgabe des Magazins bei, dessen Preis dafür nur geringfügig erhöht wurde.[10] Im Sommer 2010 war dem Magazin das neue Prince-Album "20TEN" beigelegt, das sonst nicht im Handel erhältlich war.
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