Rote Raben Vilsbiburg ist ein Volleyballverein aus Vilsbiburg, Bayern, dessen erste Damenmannschaft in der Bundesliga spielt. 2008 und 2010 wurden sie Deutscher Meister sowie im Jahr 2009 DVV-Pokalsieger.
Beim TSV Vilsbiburg wurde 1971 die Abteilung „Turnspiele“ gegründet, aus der die Volleyball-Abteilung hervorging. 1987 machten sich die Volleyballer in einem neuen Verein selbstständig, der sich in den 1990er Jahren unter dem Vorsitz von Klaus-Peter Jung-Kronseder neu strukturierte. Im November 1998 erhielt der damalige Zweitligist den neuen Namen „Rote Raben Vilsbiburg“.
Der Kader für die Saison 2011/12 besteht aus fünfzehn Spielerinnen. Zuletzt wurden im November die Venezolanerin Yessica Maria Paz Hidalgo und im Januar die Serbin Mirjana Djuric verpflichtet.
Chef-Trainer ist seit Mai 2007 der Argentinier Guillermo Gallardo, der schon von 2002 bis 2004 bei den Roten Raben aktiv war. Seine Assistentin ist Vera Bondar. Das Athletiktraining führt Toni Brandmeier durch und Scout der Roten Raben ist Adrian Dezzutti. Teammanager ist André Wehnert und für die medizinische Betreuung sind Dr. Karl-Heinz Attenberger sowie die Physiotherapeuten Judith Grässle, Tanja Eberl und Maximilian Hartl zuständig. Außerdem werden die Spielerinnen von den Mentaltrainern Annette Reiners und Steffen Kirchner betreut.
| Name | Nr. | Nation | Größe | Geburtsdatum | Position |
|---|---|---|---|---|---|
| Lenka Dürr | 2 | 1,70 m | 10. Dez. 1990 | L | |
| Renata Cristina de Jesus Benedito | 7 | 1,85 m | 11. Dez. 1984 | MB | |
| Mona Elwassimy | 3 | 1,80 m | 7. Feb. 1990 | Z | |
| Mirjana Djuric | 1,85 m | 14. Feb. 1986 | D | ||
| Sandra Ittlinger | 6 | 1,81 m | 24. Juni 1994 | AA | |
| Daniela Lanner Mapeli | 4 | 1,88 m | 10. Okt. 1975 | MB | |
| Liana Mesa Luaces | 11 | 1,84 m | 26. Dez. 1977 | D | |
| Lina Meyer | 13 | 1,80 m | 24. Juli 1984 | AA | |
| Lena Möllers | 5 | 1,88 m | 6. Jan. 1990 | Z | |
| Yessica Maria Paz Hidalgo (Nov. 2011 - Feb. 2012) | 1 | 1,92 m | 7. Okt. 1989 | MB | |
| Sarah Petrausch | 9 | 1,86 m | 31. Juli 1990 | AA | |
| Anna Pogany | 12 | 1,68 m | 21. Juli 1994 | L | |
| Myrthe Schoot | 16 | 1,84 m | 29. Aug. 1988 | AA | |
| Lena Stigrot | 14 | 1,80 m | 26. Dez. 1994 | D | |
| Jennifer Todd | 8 | 1,90 m | 3. Feb. 1985 | MB |
Positionen: AA = Annahme/Außen, D = Diagonal, L = Libero, MB = Mittelblock, Z = Zuspiel
1981 stieg der damalige TSV Vilsbiburg erstmals in der Bundesliga auf. Neun Jahre später stiegen sie ab und gerieten in eine sportliche Krise, die in der Bezirksliga endete. 2001 kehrten die Roten Raben zurück in die erste Liga. In der Saison 2004/05 wurde Vilsbiburg erstmals Vizemeister. Diesen Erfolg wiederholten sie ein Jahr später, als sie hinter dem Schweriner SC erneut den zweiten Platz belegten. 2007 reichte es nur zum sechsten Rang. Aber in der Saison 2007/08 holten die Roten Raben schließlich den ersten Titel der Vereinsgeschichte. In der Saison 2008/09 wurden die Roten Raben wiederum Vizemeister hinter dem Schweriner SC. Im Jahr 2010 konnte die Damen-Mannschaft zum zweiten Mal nach 2008 die deutsche Meisterschaft erringen. 2011 schied man im Halbfinale des Play-offs gegen den späteren Meister Schweriner SC aus und gewann die Bronzemedaille. Auch in der Saison 2011/12 scheiterte man wiederum im Play-off-Halbfinale um die deutsche Meisterschaft am Schweriner SC, wenn auch erst im Golden Set.
In der Saison 2003/04 unterlagen die Roten Raben dem USC Münster mit 0:3. Ein Jahr später verloren sie im Halbfinale gegen Bayer Leverkusen. Für diese Niederlage konnten sie sich im Viertelfinale der folgenden Saison revanchieren, ehe sie im Halbfinale gegen den Schweriner SC ausschieden. In der Saison 2006/07 kam das Aus bereits im Achtelfinale mit einem 0:3 gegen den 1. VC Wiesbaden. In der Saison 2007/08 verpasste Vilsbiburg das Endspiel nur knapp. Im Halbfinale verloren sie daheim gegen den späteren Pokalsieger VfB 91 Suhl mit 2:3. In der Saison 2008/09 sicherte sich die Mannschaft mit einem 3:2-Sieg zum ersten Mal den Titel im Finale am 8. März gegen den Dresdner SC. In der Saison 2010/2011 war schon im Viertelfinale Schluss für die Roten Raben. Sie schieden beim VfB Suhl mit 2:3 aus. Im Endspiel 2012 unterlagen sie dem Schweriner SC mit 1:3.
Mit der deutschen Meisterschaft 2008 und einer Wildcard qualifizierten sich die Roten Raben für den CEV-Pokal 2008/09. Durch Siege gegen Asterix Kieldrecht, Jinestra Odessa und Kanti Schaffhausen erreichte das Team das Final Four, wo sie Platz vier belegten. Im Challenge Cup 2009/10 erreichten die Roten Raben das Achtelfinale, wo sie dem späteren Finalteilnehmer Asterix Kieldrecht unterlagen. Im CEV-Pokal 2010/11 setzten sich die Roten Raben in der ersten Runde gegen den rumänischen Club Stiinta Bacău mit 3:2 und 3:0 durch. Gegen Achtelfinalgegner Valeriano Alles Menorca war dann jedoch Schluss: Nach dem 0:3 im Hinspiel bei dem spanischen Club gewann das Gallardo-Team das Rückspiel in eigener Halle zwar ebenfalls 3:0 (26:24, 25:17, 25:20), unterlag im Golden Set jedoch 8:15. In der Saison 2011/12 setzten sich die Roten Raben in der ersten Runde gegen Khimik Yuzhny aus der Ukraine mit 3:0 und 3:1 durch. Im Achtelfinale schieden sie gegen das russische Topteam Dinamo Krasnodar nach einer 1:3-Heimniederlage und einem 3:2-Auswärtssieg erst im Golden Set mit 14:16 aus.
Die zweite Damenmannschaft der Roten Raben spielt in der Zweiten Liga Süd. Hier kommen viele junge Talente zum Einsatz. Die weiteren drei Damenmannschaften sind in der Bezirksliga, in der Bezirksklasse und in der Kreisliga vertreten. Seit 2007 gibt es eine Herrenmannschaft, die in der Bezirksklasse spielt. Außerdem gehen die Roten Raben mit fünf Jugendmannschaften an den Start.
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