| Wappen | Deutschlandkarte | |
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Koordinaten: 47° 46′ N, 12° 39′ O |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Traunstein | |
| Höhe: | 656 m ü. NN | |
| Fläche: | 147,83 km² | |
| Einwohner: |
6.286 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 43 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 83324 | |
| Vorwahl: | 08663 | |
| Kfz-Kennzeichen: | TS | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 89 140 | |
| Gemeindegliederung: | 73 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Rathausplatz 1 83324 Ruhpolding | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Claus Pichler (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Ruhpolding im Landkreis Traunstein | ||
Ruhpolding (im Dialekt "Ruapading" gesprochen) ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein in den Chiemgauer Alpen. Der Hauptort liegt im Ruhpoldinger Talkessel, der auch „Miesenbacher Tal“ genannt wird. Ruhpolding ist ein überregional bekannter Kur- und Fremdenverkehrsort. Der Name Ruhpolding leitet sich aus dem bajuwarischen „Rupoltingin“ ab und bedeutet „bei den Leuten des berühmten Starken“ (pold = stark bzw. kräftig, Ru(d) = berühmt). Der Aussprache des Bairischen gemäß wird der Ortsname korrekterweise auf der ersten Silbe betont (Rùhpolding), und nicht - wie häufig von Nichtbayern fälschlicherweise praktiziert - auf der zweiten Silbe (Ruhpòlding).
Im Jahr 2009 war Ruhpolding-Seehaus gemäß der Wetterbilanz des Deutschen Wetterdienstes mit einer Niederschlagsmenge von 2.456 Milliliter im Jahr der nasseste Ort Deutschlands.[2]
Die politische Gemeinde Ruhpolding hat 73 amtlich benannte Ortsteile[3]:
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Die erste urkundliche Erwähnung des heutigen Ortsteils Buchschachen stammt aus dem Jahr 924. Das Gut Ruhpoldingen wird um 1193 zum ersten Mal erwähnt. Seit 1585 wurde im Gemeindegebiet Erz abgebaut. 1882 wurden die 1818 gegründeten Gemeinden Ruhpolding, Vachenau und Zell zu einer politischen Gemeinde vereinigt. 1895 wurde die Eisenbahnlinie nach Traunstein eröffnet. Die von Carl Degener (1900-1960) initiierten Pauschalreisen (damals in Sonderzügen) führten nach dem Zweiten Weltkrieg in Ruhpolding zu einem regelrechten Tourismusboom. Mitte der 1950er Jahre lagen die Übernachtungszahlen bei 600.000. 1991 war der bisherige Rekord: 1.122.732 Übernachtungen.
Bis zum 31. Dezember 1881 gab es im Tal der Bayerischen Traun, auch Miesenbachertal genannt, drei Ortschaften. Diese schlossen sich zum 1. Januar 1882 zur Großgemeinde Ruhpolding zusammen. Die Namensfindung war nicht einfach, da keine der drei selbstständigen Gemeinden Ruhpolding, Vachenau und Zell ihren Namen aufgeben wollte - so gab es damals drei Bürgermeister und drei Freiwillige Feuerwehren. Letztendlich einigte man sich jedoch auf Ruhpolding; hier befanden sich die Pfarrkirche und der Friedhof, das 1821 entstandene erste Schulhaus und die Posthalterei (im jetzigen Hotel Zur Post).
1933 wurde Ruhpolding durch Carl Degener, der ein Reisebüro in Berlin betrieb, für den Fremdenverkehr größeren Stils entdeckt. Vorher kamen wenige Sommerfrischler und Wintersportler ins Tal. 1979, mit den ersten Biathlon-Weltmeisterschaften, wurde Ruhpolding als Biathlonort international bekannt.
Die Beschreibung des Wappens aus dem Jahr 1922 lautet:
„Der grüne Dreiberg versinnbildlicht die drei ehemaligen Gemeinden Ruhpolding, Vachenau und Zell. Die goldene Linde stellt die neue Gemeinde Ruhpolding dar. Der silberne Querfluss weist auf die Traun hin, die das Miesenbachertal durchschneidet. Das silberne Schildchen mit dem goldbegrifften silbernen Griesbeil spielt auf die Steinkreuze vor der St. Valentinskirche an, wo man ehedem eine Dingstätte vermutete.“
Im Süden der Gemeinde verläuft die Deutsche Alpenstraße B 305. Ruhpolding ist der Endpunkt der Bahnstrecke Traunstein-Ruhpolding. Bis zum 31. Dezember 1931 verlief weiter noch die Waldbahn nach Reit im Winkl. Seit Ende 2008 verläuft durch den Ort ein 366 Meter langer Tunnel („Schlosstunnel“), der den Ortskern deutlich vom Verkehr entlastet. [4]
Ruhpolding zählt zwölf Ehrenbürger (Stand 2012).[7]
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