| Wappen | Deutschlandkarte | |
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Koordinaten: 48° 26′ N, 13° 20′ O |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Niederbayern | |
| Landkreis: | Passau | |
| Höhe: | 319 m ü. NN | |
| Fläche: | 51,39 km² | |
| Einwohner: |
7.038 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 137 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 94099 | |
| Vorwahlen: | 08531, 08503 (Sulzbach am Inn), 08534 (Berg, Hader, Schmidham) | |
| Kfz-Kennzeichen: | PA | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 2 75 145 | |
| Marktgliederung: | 71 Ortsteile | |
| Adresse der Marktverwaltung: | Am Schulplatz 8 und 10 94099 Ruhstorf a. d. Rott | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Erich Hallhuber (SPD) | |
| Lage des Marktes Ruhstorf a.d.Rott im Landkreis Passau | ||
Ruhstorf an der Rott (amtlich: Ruhstorf a.d.Rott) ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Passau.
Der Markt liegt im unteren Rottal, am Rand des Niederbayerisches Bäderdreiecks. Das Gemeindegebiet umfasst etwa 51 Quadratkilometer. Die Grenze zu Österreich ist zehn Kilometer entfernt. [2]
Die politische Gemeinde Ruhstorf an der Rott hat 71 amtlich benannte Ortsteile[3]:
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Der Ort wird bereits 795 als Ezzinpah erwähnt unter Bezugnahme auf einen Bach, der hier in die Rott mündet. Im 12. Jahrhundert erscheinen verschiedene Formen des heutigen Namens, 1188 Ruzsdorf und bereits um 1230 Ruhstorf. Der Name bezieht sich auf die Lage des Dorfes an der Rott.
Im ausgehenden 13. Jahrhundert tritt mit Wernhero Walchuno de Ruestorf erstmals das Geschlecht der Ruhstorfer auf. Es handelte sich um bedeutende Ministerialen der Wittelsbacher, die bis zu ihrem Aussterben im Jahr 1735 im Besitz der offenen Hofmark Ruhstorf waren. Danach ging die Hofmark in den Besitz der Grafen Fränking über, worauf sie die Grafen von Taufkirchen bis ins 19. Jahrhundert innehatten.
Ruhstorf an der Rott gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Griesbach des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Am 1. September 1877 erhielt Ruhstorf mit der Eröffnung der Rottalbahn einen Eisenbahnanschluss. 1895 gründete Heinrich Loher in Ruhstorf eine Reparaturwerkstätte für landwirtschaftliche Maschinen, aus der sich die Loher GmbH entwickelte. Der zweite bodenständige Industriebetrieb, die Motorenfabrik Hatz, wurde 1880 von Mathias Hatz gegründet.
Neben den Arbeitsstellen entstanden auch entsprechende Wohnungen, zudem siedelten sich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges viele Heimatvertriebene in Ruhstorf an. 1973 arbeiteten bei Hatz und Loher rund 2300 Mitarbeiter. Zusammen mit der Nachbarstadt Pocking wird Ruhstorf im Landesentwicklungsprogramm Bayern als gemeinsames Mittelzentrum eingestuft.
Am 29. November 2008 wurde die Gemeinde dann zum Markt erhoben.[4]
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern kamen am 1. Januar 1972 die Gemeinden Schmidham und Hütting zu Ruhstorf, am 1. Juli 1972 folgten Eholfing und Sulzbach am Inn.
Der Gemeinderat hat 20 Mitglieder.
(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)
Erster Bürgermeister ist Erich Hallhuber (SPD), der 2008 mit 59,81 % der gültigen Stimmen gewählt wurde. Zweite Bürgermeisterin ist Maria Silbereisen (FWG), dritter Bürgermeister Josef Hopper (Bürgerschaft Hütting)
Blasonierung: Gespalten von Schwarz und Gold, vorne ein silberner Ort; hinten ein schwarzes Zahnrad; aus dem unteren Schildrand aufwachsend eine von Silber und Schwarz gespaltene Ähre.
Ruhstorf an der Rott liegt relativ verkehrsgünstig an der B 388 sowie in unmittelbarer Nähe zur B 12 und zur Bundesautobahn 3 (Ausfahrt Pocking). Nach Passau sind es 22 km, nach Schärding (Oberösterreich) 10 km, nach Simbach am Inn 35 km, nach Pfarrkirchen 20 km und nach Vilshofen an der Donau 30 km. Der Ort besitzt einen eigenen Bahnhof an der Bahnlinie von Passau nach Mühldorf am Inn.
Die Wirtschaft der Gemeinde wird vornehmlich von zwei bodenständigen Unternehmen getragen, der 100 %-Siemenstochter Loher GmbH am westlichen Ortsrand und der Motorenfabrik Hatz im Süden.
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