Montag, 28. Mai 2012

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Sachsen bei Ansbach

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sachsen b.Ansbach
Sachsen bei Ansbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sachsen b.Ansbach hervorgehoben
49.28944444444410.660555555556412
Koordinaten:
49° 17′ N, 10° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Ansbach
Höhe: 412 m ü. NN
Fläche: 20,95 km²
Einwohner:

3.241 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 155 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91623
Vorwahlen: 09827, 09802 (Hirschbronn, Neukirchen), 0981 (Alberndorf, Büchenmühle, Silbermühle, Steinbach)
Kfz-Kennzeichen: AN
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 196
Gemeindegliederung: 13 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Hauptstraße 22 91623 Sachsen b.Ansbach
Webpräsenz: www.sachsen-b-ansbach.de
Bürgermeister: Hilmar Müller (UWG)
Lage der Gemeinde Sachsen b.Ansbach im Landkreis Ansbach
Karte
Über dieses Bild

Sachsen bei Ansbach (amtlich: Sachsen b.Ansbach, umgangssprachlich: Saksn[2]) ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Ansbach.

Geografie

Gemeindegliederung

Die politische Gemeinde Sachsen hat 13 amtlich benannte Ortsteile[3], daneben gibt es noch zwei Mühlen, die offiziell keine Ortsteile sind:

Nachbargemeinden

Geschichte

Der Name soll auf die Ansiedlung von Sachsen durch Bischof Bernwulf von Würzburg zur Zeit Karls des Großen zurückgehen. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1277. Sachsen war Teil der Herrschaft Lichtenau der Herren von Heydeck, die diese 1406 der Reichsstadt Nürnberg verkauften. Schon 1409 verkaufte die Stadt wegen der fortlaufenden Auseinandersetzungen mit Ansbach die Herrschaft Lichtenau und damit auch Sachsen an das Patriziergeschlecht Rummel. Diese verkauften den Ort an das „Reiche Almosen“ in Nürnberg, das seit 1472 alleiniger Grundherr im Ort war. Landesherr war die Reichsstadt Nürnberg, die 1666 einen vom Fürstentum Ansbach angebotenen Gebietstausch ablehnte. 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern.

Eingemeindungen

Gemeinde Einwohner (1970) Eingemeindungs- datum Bemerkungen
Alberndorf[4] 246 1. Januar 1972 mit Büchenmühle, Hirschbronn, Neukirchen und Steinbach
Ratzenwinden[4] 183 1. Januar 1972 Eingliederung von 126 der 183 Einwohner (mit Steinhof und Oberer sowie Unterer Walkmühle), Umgliederung der anderen Einwohner nach Lichtenau
Volkersdorf[4] 472 1. April 1971 mit Rutzendorf und Rutzenmühle

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Sachsen mit eingemeindeten Ortsteilen:

  • 1939: 1060
  • 1950: 1542
  • 1961: 1693
  • 1970: 2283
  • 1979: 2818
  • 2007: 3239

Gemeinde Sachsen ohne eingemeindete Ortsteile:

  • 1800: 176
  • 1846: 233 [5]
  • 1910: 370 [6]
  • 1933: 373
  • 1939: 385 [7]
  • 1961: 831
  • 1963: 1029
  • 1970: 1434

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Sachsen b.Ansbach hat 17 Mitglieder einschließlich des Bürgermeisters.

SPD CSU Unabhängige Wählergemeinschaft Gesamt
2008 3 7 7 17 Sitze
2002 3 9 5 17 Sitze

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: Gespalten; vorne in Gold ein rot bewehrter schwarzer Adler am Spalt, hinten in Silber zwei schräg gekreuzte, rote Kurzschwerter (Saxe).

Bedeutung: Sachsen gehörte einst zur Herrschaft Lichtenau, welche 1406 in den Besitz der Reichsstadt Nürnberg gelangte. Seit Mitte des 15. Jahrhunderts war das „Reiche Almosen“ in Nürnberg der alleinige Grundherr im Ort. Diese starke Verbindung mit Nürnberg kommt durch die Übernahme des vorderen Teiles des kleinen Nürnberger Wappens (mit veränderter Bewehrung) zum Ausdruck. Die beiden gekreuzten Kurzschwerter Saxe sind redend für den Gemeindenamen und erinnern daran, dass die Gründer des Ortes um die Wende vom 8. zum 9. Jahrhundert zwangsweise umgesiedelt wurden. (Zitiert aus [1])

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Gemeinde liegt in unmittelbarer Nähe zum Autobahnanschluss Lichtenau der Autobahn A 6; die Bundesstraße 14 verläuft am Rand der Gemeinde, sowie die Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim mit einem Haltepunkt der S 4 in Sachsen.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Der Landkreis Ansbach. Vergangenheit und Gegenwart, R. A. Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1964, S. 190f.
  • Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, Erlangen 1955, S. 164f.
  • Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, Deutscher Kunstverlag München 1958, S. 137f.
  • Georg Rusam: Geschichte der Pfarrei Sachsen und der zugehörigen Orte, Ansbach 1940.

Weblinks

 Commons: Sachsen bei Ansbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. E. Fechter, S. 154.
  3. Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek
  4. abc  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7., Seite 421
  5. Rusam, S. 310
  6. http://www.ulischubert.de/geografie/gem1900/gem1900.htm?mittelfranken/ansbach.htm
  7. http://geschichte-on-demand.de/bay_ansbach.html
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Diese Seite wurde zuletzt am 10. Februar 2012 um 22:59 Uhr geändert.

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