| Salerno | ||
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| Staat: | Italien | |
| Region: | Kampanien | |
| Provinz: | Salerno (SA) | |
| Koordinaten: | 40° 41′ N, 14° 46′ O40.68333333333314.7666666666674 Koordinaten: 40° 41′ 0″ N, 14° 46′ 0″ O |
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| Höhe: | 4 m s.l.m. | |
| Fläche: | 59 km² | |
| Einwohner: | 139.019 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 2358 Einw./km² | |
| Postleitzahl: | 84121-84135 | |
| Vorwahl: | 089 | |
| ISTAT-Nummer: | 065116 | |
| Volksbezeichnung: | Salernitani | |
| Schutzpatron: | Evangelist Matthäus (21. September) | |
| Website: | Salerno | |
Salerno (in der Antike Salernum (lateinisch)) ist eine Hafenstadt am Golf von Salerno, im Süden Italiens, Hauptstadt der Provinz Salerno, in Kampanien mit 139.019 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010).
Salerno ist Erzbischofssitz und seit 1970 Universitätsstadt. [2] Im Mittelalter war die Stadt wegen ihrer Ärzteschule berühmt. Herausragende Bauwerke sind das Castello di Arechi, das teilweise noch aus normannischer Zeit stammt, und der Dom mit seinem mächtigen Turm. Hier befindet sich die Grabstätte des Heiligen Gregor VII. und wohl auch des Evangelisten Matthäus.
Salerno ist eine antike Stadt, die als etruskische Siedlung gegründet worden war. Ab 194 v. Chr. wurde sie eine römische Kolonie und gewann in dieser Zeit großen Einfluss auf Politik und Wirtschaft des Römischen Reiches.
Im 9. Jahrhundert n. Chr. geriet Salerno in den Besitz von Langobarden und wurde Hauptstadt eines unabhängigen Fürstentums, das aus dem Herzogtum Benevent hervorging.
1077 eroberten die Normannen die Stadt. Unter der Herrschaft des normannischen Herzogs Robert Guiscard erlebte sie eine wirtschaftliche Blüte. Einen wissenschaftlichen Aufschwung bescherte die mittelalterliche Schule von Salerno.
Im Zweiten Weltkrieg gelang den Alliierten 1943 südlich von Salerno die Landung in Italien. Dem ging das Ausscheiden Italiens aus dem faschistischen Bündnis (Der Achse bzw. dem Antikominternpakt) im Juli und der Waffenstillstand am 8. September voraus.
Ab den 1960er-Jahren begann ein Bauboom, um für den schnell wachsenden Tourismus in der Region Übernachtungs- und Freizeitmöglichkeiten zu schaffen. Dabei wurde der Erhalt der historischen Bausubstanz im Stadtzentrum vernachlässigt. Erst ab den 1990er-Jahren wurde die Altstadt wieder belebt, die Paläste wurden saniert und Handwerker und Kunsthandwerker bezogen neue Werkstätten.[2]
Im Jahr 1968 wurde die frühere Schule zu einer Universität mit einem großen Campus ausgebaut, die mittlerweile in 10 Fakultäten verschiedener Fachrichtungen gegliedert ist. Rund 40.000 Studenten besuchen die Hochschule und leben überwiegend in der Stadt.[3]
Die wichtigsten Industrieprodukte der Stadt sind Maschinen, Nahrungsmittel und Textilien. Die Produkte werden hauptsächlich mit Containerschiffen versandt, weshalb der Güterhafen der wichtigste Wirtschaftsfaktor in Salerno ist. Touristisch profitiert die Stadt von der nahen Amalfiküste.
Im Hafen von Salerno werden jährlich rund sieben Millionen Tonnen Fracht verladen, davon zwei Drittel im Containerverkehr. Damit hat Salerno vom Güterumschlag her sogar den Continerhafen von Neapel überholt. Passagierverbindungen gibt es nach Sardinien, Sizilien, Malta und Tunesien. Der Hafen wird von der Metro del Mare mittels verschiedener Fährlinien angelaufen, die neben Sapri, Pisciotta, Acciaroli und Agropoli auch die Amalfi-Küste, Capri und Neapel anlaufen.[4]
Vom Hauptbahnhof gibt es Bahnverbindungen nach Neapel und zu anderen Städten in Süditalien. Ein Anschluss an die Schnellfahrstrecke Rom-Neapel ist geplant.
Eine S-Bahn-ähnliche Linie, die Circumsalernitana, verkehrt von Salerno bis Nocera Inferiore. Ein Stadtbahnsystem ist in Bau.
Vom Flughafen Salerno gibt es 2 tägliche Verbindungen nach Mailand Malpensa und eine tägliche Verbindung nach Rom Fiumicino mit Alitalia. Die Stadt hat am nordwestlichen Rand Anschluss an die Autobahn A3, die ab Salerno Richtung Süden noch bis 2011 mautfrei bleiben soll.
Der Ort war 1985 Ankunftsort der 11. Etappe des Giro d’Italia, sowie 1983 Ziel und Startort des Giro d’Italia. In Salerno ist der Fußballclub Salernitana Calcio beheimatet, der in der Saison 2011/12 in der Lega Pro Prima Divisione, der dritthöchsten Spielklasse im italienischen Fußball, spielt.
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