Samuel Weber (* 1940 in New York) ist ein US-amerikanischer Literaturwissenschaftler mit dem Spezialgebiet Komparatistik.
Samuel Miles Weber, Schüler von Paul de Man, war als Professor für Englisch und Vergleichende Literaturwissenschaft an der University of California sowie als Dramaturg an der Frankfurter Oper und am Alten Schauspielhaus Stuttgart tätig gewesen. Weber lehrt an der European Graduate School in Saas-Fee, als Avalon Professor für Geisteswissenschaften an der Northwestern University und er ist Direktor des Paris Program in Critical Theory (Programm für Kritische Theorie.)
Weber hat wissenschaftliche Studien erstellt zu
Mit seiner im Jahr 1978 veröffentlichten und in deutscher Sprache verfassten Studie Rückkehr zu Freud: Jacques Lacans Ent-Stellung der Psychoanalyse hat Weber einen wegweisenden Beitrag geleistet zur Rezeption der französischen Psychoanalyse in Deutschland. Außerdem übersetzte Weber Werke der Philosophen Theodor Adorno und Jacques Derrida ins Englische.
Zeitgenössisch beteiligt sich Samuel Weber am Diskurs über die Neuen Medien, wozu er eine Erweiterung des Medienbegriffs einfordert. Nach seiner Ansicht führe die intensive Wahrnehmung der Medien zu einer Derealisierung und löse die traditionellen Grenzen Sozialer Distanz auf. Als Konsequenzen würden beim Nutzer sodann Phänomene wie Angst, Aggression, Faszination oder Hoffnung evident werden können.
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