Montag, 28. Mai 2012

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Sandkerwa

Die Sandkerwa (hochsprachlich Sandkirchweih) ist das traditionelle Bamberger Volksfest, das jedes Jahr im August in der historischen Altstadt – genauer gesagt im Sand, also rund um die Sandstraße – stattfindet. Jährlich zieht es etwa 300.000 Besucher an fünf Tagen (Donnerstag bis Montag) an und gehört damit zu den größten Volksfesten Bayerns. Zum 60jährigen Jubiläum im Jahr 2010 dauerte die Sandkerwa erstmals 7 Tage (vom 18. bis zum 24. August).

Geschichte

Es handelt sich eigentlich um die Kirchweih-Feier der St.-Elisabeth-Kirche im Sand (also an der Sandstraße), die ursprünglich die Kapelle des ehemaligen ersten Bamberger Bürgerspitals war (heute Gefängnis). Die Einnahmen aus dem Verkauf von Festabzeichen und anderen Souvenirs kommen dem Bürgerverein IV. Distrikt zugute, der sich für die Sanierung des Viertels einsetzt. Der Bürgerverein ist Initiator und Organisator der Veranstaltung.

Attraktionen

Höhepunkt der Sandkerwa ist das historische Fischerstechen der Bamberger Schiffer- und Fischerzunft vor der Kulisse Klein-Venedigs, des ehemaligen Fischerviertels an der Regnitz. Das Stechen diente bereits seit dem 15. Jahrhundert der Belustigung des Fürstbischofs und der Bevölkerung. Den Abschluss bildet am Montag um 22 Uhr ein großes Feuerwerk. Der wichtigste Anziehungspunkt des Volksfestes sind allerdings die vielen Bierstände, die Bier aus Bamberg und seinem Umland ausschenken. Typisch ist auch der Gurkenschnaps, der nur auf der Sandkerwa erhältlich ist. Getrunken wird er wie Tequila und statt einer Zitrone wird anschließend ein Stück Gurke gegessen.

Kritik

In den vergangenen Jahren haben Körperverletzungen und Sachbeschädigungen im Zusammenhang mit der Sandkerwa deutlich zugenommen. Den Veranstaltern und der Bamberger Polizei zufolge spielt übermäßiger Alkoholkonsum hierbei eine erhebliche Rolle. Als Reaktion auf das unkontrollierte Urinieren im Freien können mit der Piss-nix-in-the-City-Karte öffentliche Toiletten zehnmal zum Preis von 2,50 Euro aufgesucht werden. Anwohnern und Geschäftsleuten zufolge konnte das wilde Urinieren aber bisher kaum eingeschränkt werden. Die Sicherheitsproblematik bei der Sandkerwa ähnelt damit der anderer Großveranstaltungen.[1][2]

Wortmarke

Der Begriff Sandkerwa ist als Wortmarke geschützt, die Rechte liegen beim Bürgerverein IV. Distrikt.

Quellen

  1. Fränkischer Tag, 19. Juni 2006
  2. Pressemitteilung Stadt Bamberg, 16. Juni 2008

Weblinks

49.89277777777810.883055555556
Koordinaten:
49° 53′ 34″ N, 10° 52′ 59″ O

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Diese Seite wurde zuletzt am 9. Mai 2012 um 16:50 Uhr geändert.

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