Sandra Köppen-Zuckschwerdt (* 15. Mai 1975 in Potsdam) ist eine ehemalige deutsche Judoka und Sumokämpferin. Sie ist gelernte Arzthelferin und zur Zeit Sportsoldatin in der Sportfördergruppe der Bundeswehr.
Köppen begann ihre sportliche Laufbahn als Leichtathletin und wurde anschließend eine erfolgreiche Judokämpferin in der höchsten Gewichtsklasse über 78 kg. Sie nahm an den Olympischen Spielen 2000 in Sydney, 2004 in Athen sowie 2008 in Peking teil.
1998 begann Köppen parallel mit dem Sumo-Ringen, wo sie in der offenen Klasse (der höchsten Gewichtsklasse ohne Gewichtsbeschränkung) kämpft und inzwischen zu den erfolgreichsten Sportlerinnen überhaupt zählt. Ihre Erfolge machten sie selbst in Japan, dem Herkunftsland des Sumo bekannt. Aber auch in Deutschland verschafften ihr diese Erfolge und die Ungewöhnlichkeit der in Europa weithin unbekannten und exotisch erscheinenden, besonders für Frauen untypischen Sportart eine gewisse Popularität. Diese Popularität benutzte die ca. 135 kg schwere Köppen dazu, das öffentliche Interesse an ihrer Sportart zu steigern, gegen Vorbehalte und Vorurteile zu kämpfen, die sich in Deutschland mit dem Sumo-Ringen und seinen schwergewichtigen, scheinbar schwerfälligen Protagonisten verbinden, und zu zeigen, dass sich Schwergewichtigkeit und eine scheinbare Fettleibigkeit auf der einen sowie Beweglichkeit, Schnelligkeit und Athletik auf der anderen Seite nicht ausschließen. Ende 2008 trat sie vom aktiven Sport zurück.
Köppen lebt im brandenburgischen Schenkenberg (Gemeinde Groß Kreutz (Havel)) und ist seit 2006 mit ihrem langjährigen Trainer Wolfgang Zuckschwerdt (* 1949) verheiratet. Sie sind Eltern einer Tochter (* 2005).
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