Montag, 28. Mai 2012

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Sberbank

Sberbank Rossii OAO
Logo der Sberbank
Rechtsform Offene Aktiengesellschaft
ISIN RU0009029540
Gründung 1841
Sitz MoskauRusslandRussland Russland

Leitung

  • German Gref, Vorstandsvorsitzender
  • Sergei M. Ignatiev, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Mitarbeiter 235.000
Branche Bank
Website www.sbrf.ru/en/

Sberbank (russisch ОАО Сбербанк России/ OAO Sberbank Rossii, zu deutsch: Sparbank) ist ein Kreditinstitut in Russland mit Firmensitz in Moskau. Das Unternehmen ist im RTS Index gelistet. Sberbank ist die größte Bank Osteuropas und hat 250 Millionen Privatkunden (Retailkunden) und 1,3 Millionen Geschäftskunden. Die Bank wurde 1841 als Verbund von Sparkassen (russisch Сберегательные кассы/Sberegatelnyje kassy) gegründet. 1988 erfolgte die Umbenennung in Sberbank. Sie hat etwa 18.800 Filialen und 241.000 Angestellte[1] (Stand 2011) und ist im Privatkundengeschäft und im Geschäftskundenbereich die führende Bank in Russland.

Nach eigenen Angaben[1] hielt sie (Stand 2011) Marktanteile von 48 % an Einlagen, 32 % an Krediten für private Kunden, 31 % an Krediten für Geschäftskunden und hält 27 % des gesamten Vermögens des russischen Bankensektors. Nach dem Kernkapital steht die Bank auf Platz 38 der Weltrangliste (2009).[2]

Die Bank ist eine Aktiengesellschaft. Die Zentralbank der Russischen Föderation besitzt 60,57 % der Anteile, andere institutionelle Anleger halten 25,7 %. 13,73 % der Anteile sind im Besitz von nichtinstitutionellen Anlegern und privaten Anlegern (Stand 2004).[3]

Vorstandsvorsitzender ist seit November 2007 der ehemalige russische Wirtschaftsminister German Gref.

2009 erzielte die Sberbank nach russischen Rechnungslegungsstandards (RAS) einen Überschuss von 36,2 Milliarden Rubel (850 Millionen Euro) – rund 60 Prozent weniger als 2008. Im vierten Quartal 2009 sei ein Überschuss von 27,1 Milliarden Rubel erzielt worden.[4]

2009 plante die Sberbank, gemeinsam mit dem kanadisch-österreichischen Autozulieferer Magna International bei dem Automobilhersteller Opel eine Mehrheitsbeteiligung zu übernehmen (Beteiligungsquoten: Sberbank 35 %, Magna 20 %).[5] Allerdings revidierte GM, der Mutterkonzern von Opel, Anfang November seine Verkaufsabsichten und entschied sich, die Tochtergesellschaft selbst zu sanieren.[6]

Die Sberbank fordert von GM die Rückerstattung der Kosten, die ihr im Zuge der Kaufverhandlungen entstanden sind.[7] Vorstand Gref kündigte eine Gerichtsklage an, falls GM nicht zahlen wolle.[8]

Einzelnachweise

  1. ab Sberbank Today. 2011.
  2. Die Bank. Nr. 10 (2009), Im Zeichen der Krise - Größe: Ein zweischneidiges Schwert.
  3. http://www.sbrf.ru/eng/news/shares.htm
  4. EIL - Sberbank meldet starken Gewinnschwund für 2009. auf: RiaNowosti. 25. Januar 2010.
  5. Rettungsplan für Opel steht. auf: NZZ Online. 30. Mai 2009.
  6. GM sagt Opel-Verkauf an Magna ab In: Der Standard online. 4. November 2009.
  7. Sberbank fordert Geld für geplatzten Opel-Deal. In: Der Spiegel. 26. Dezember 2009.
  8. Geplatzter Opel-Deal: Sberbank fordert Kostenerstattung von GM. auf: RiaNowosti. 25. Dezember 2009.

Literatur

  • Natalia Babintseva, Michail Litvjakov, Olga Savkevitsch: Das Sparkassenwesen in Rußland und in der ehemaligen UdSSR: Eine Betrachtung von außen. In: Bankhistorisches Archiv. 1/1994, Zeitschrift für Bankengeschichte, herausgegeben vom Wissenschaftlichen Beirat des Institutes für bankhistorische Forschung, Frankfurt am Main.

Weblinks

 Commons: Sberbank – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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Diese Seite wurde zuletzt am 3. April 2012 um 07:45 Uhr geändert.

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