Montag, 28. Mai 2012

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Schöneck/Vogtl.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Schöneck/Vogtl.
Schöneck/Vogtl.
Deutschlandkarte, Position der Stadt Schöneck/Vogtl. hervorgehoben
50.39611111111112.338055555556707
Koordinaten:
50° 24′ N, 12° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Vogtlandkreis
Verwaltungs- gemeinschaft: Schöneck/Mühlental
Höhe: 707 m ü. NN
Fläche: 54,91 km²
Einwohner:

3.435 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner je km²
Postleitzahl: 08261
Vorwahlen: 037464, 037422 (Gunzen)
Kfz-Kennzeichen: V
Gemeindeschlüssel: 14 5 23 370
Adresse der Stadtverwaltung: Sonnenwirbel 3 08261 Schöneck/Vogtl.
Webpräsenz: stadt-schoeneck.de
Bürgermeisterin: Isa Suplie (CDU)
Lage der Stadt Schöneck/Vogtl. im Vogtlandkreis
Karte
Über dieses Bild

Schöneck/Vogtland ist eine Stadt im sächsischen Vogtlandkreis. Mit 707 m (Kirche) ist sie die höchstgelegene Stadt des Vogtlandes und ist dem so genannten Musikwinkel zuzurechnen. Aufgrund der Höhenlage und der ausgedehnten Wälder ist Schöneck seit 1962 ein staatlich anerkannter Erholungsort und Wintersportplatz.

Geographie

Aus naturräumlicher Sicht liegt Schöneck nicht im Vogtland, sondern im Westerzgebirge. In Schöneck befindet sich der westliche Endpunkt des Erzgebirgskamms. Die entlang dieses Kamms verlaufende Wasserscheide zwischen den linken Elbzuflüssen Eger einerseits und Mulde sowie Saale andererseits biegt auf dem Gebiet der Gemeinde nach Süden zum Hauptkamm des Elstergebirges ab. Auf dem Gebiet der Gemeinde entspringen die Zwickauer Mulde und die Zwota.

Nachbargemeinden

Die angrenzende Gemeinden sind Grünbach, Zwota, Markneukirchen, Mühlental, Tirpersdorf, Werda und Neustadt.

Stadtgliederung

Neben dem Hauptort Schöneck hat die Stadt noch folgende Ortsteile[2]:

Ortsteil eingemeindet Einwohner (ca.) Fläche (km2) eigene Gemarkung Ortsbeirat (Mitglieder)
Arnoldsgrün 1996 380 8,0556 ja ja (4)
Eschenbach 1950 110 5,3779 ja nein
Gunzen 1995 200 6,0071[3] ja ja (5)
Korna 1950 30 2,0591 ja nein
Kottenheide 1956 60 0[4] nein nein
Schilbach 1995 230 6,0071 ja ja (5)
Zwotental 1995 50 0[5] nein nein

Geschichte

Die Schönecker Bockmühle auf einer Zeichnung von 1725
Blick vom Alten Söll, dem Berg auf dem die Burg Schöneck stand, nach Westen auf die Stadtkirche und den Obermarkt. Zu Füßen des Alten Söll befindet sich der Burgenabenteuerspielplatz Burg Schöneck.

Schöneck ist bereits seit 1370 Stadt, die älteste urkundliche Erwähnung geht noch ein weiteres Jahrhundert zurück, als die Burg castrum Schoennecke als mittelalterlicher Herrensitz erwähnt wurde.

Nach mehreren Stadtbränden (1632, 1680, 1761 und 1856) fand Schöneck in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts schließlich den Weg in die Industrialisierung. So wurde die Zigarrenherstellung in Heim- und Fabrikarbeit eingeführt. 1875 wurde die Eisenbahnstrecke nach Falkenstein/Vogtl. und Klingenthal gebaut und die Stadt erhielt Anschluss an das Schienennetz. Bis zum Ersten Weltkrieg wuchs die Bevölkerung stetig an. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges beschossen die Amerikaner die Stadt mit Artillerie und besetzten sie kampflos.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1998 31. Dezember):

  • 1834: 1680
  • 1890: 3270
  • 1912: 5000
  • 1971: 3722
  • 1983: 3500
  • 1998: 3951[6]
  • 1999: 3913
  • 2000: 3889
  • 2001: 3802
  • 2002: 3775
  • 2003: 3752
  • 2004: 3721
  • 2007: 3603
  • 2008: 3524
Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen

Gedenkstätten

Auf dem Ortsfriedhof erinnern vier Grabstätten mit einer Gedenktafel an zwei sowjetische, einen französischen und einen polnischen Zwangsarbeiter, die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und Opfer von Zwangsarbeit wurden.

Politik

Rathaus von Schöneck, 1923 im neubarocken Stil errichtet. Es soll an das ehemalige Schloss Schöneck erinnern. 2003 komplett renoviert. Blick auf die dem Alten Söll zugewandte Seite.

Bürgermeisterin

Bürgermeisterin der Stadt Schöneck ist seit dem 1. Mai 2009 Isa Suplie (CDU). Bei der Bürgermeisterwahl am 29. März 2009 war sie als bisherige Hauptamtsleiterin einzige Bewerberin. Die Wahl war notwendig geworden, nachdem der bisherige Bürgermeister Rolf Keil (CDU) als 1. Beigeordneter in das Landratsamt des Vogtlandkreises gewechselt war.

Wappen

Wappenbeschreibung: "In Schwarz über goldenem Schildfuß ein goldener Löwe."

Städtepartnerschaften

Es bestehen Partnerschaften zu den Städten:

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Ansicht von Südwesten
Die Vogtlandhütte des Deutschen Alpenvereins, Sektion Plauen-Vogtland

Vom Felsen Alter Söll (734 m) hat man einen Rundblick auf das obere Vogtland mit dem Elstergebirge, das Elstertal und bei guter Sicht sogar bis zum Fichtelgebirge. Auf ihm befand sich bis 1765 die Burg Schöneck. Im Heimatmuseum der Stadt befinden sich interessante Ausstellungsstücke der abgegangenen Burg.

Sehenswert sind auch das 1923 im neobarocken Stil erbaute Rathaus und die Pfarrkirche St. Georg. Nach dem letzten Stadtbrand 1856 wurde die Kirche im Zeitraum von ca. vier Jahren neu erbaut und im Herbst 1859 wieder geweiht. Die Orgel entstand im selben Jahr in der Werkstatt des Meisters Gotthilf Bärmig aus Werdau. Die Glocken sind vom Glockengießerbetrieb Groß aus Dresden. Sie wurden im ersten Weltkrieg eingeschmolzen. Die neuen Glocken der Firma Schilling & Lattermann aus Apolda wurden 1920 in Betrieb genommen. Die Apostelfiguren Petrus und Paulus (links und rechts des Altars) und der Taufstein sind die einzig erhalten gebliebenen Kunstwerke aus der Vorgängerkirche.

Schöneck, wegen seiner herrlichen Panoramaaussichten auch als „Balkon des Vogtlandes“ bezeichnet, ist seit 1962 staatlich anerkannter Erholungsort und strebt den Titel Kneipp-Kurort an. Ein neues Skigebiet mit Skischaukel einschließlich eines Vierer-Sessellifts wurde am 9. Dezember 2006 feierlich eröffnet. In der Skiwelt Schöneck gibt es auch ein 40 Kilometer langes Loipennetz. Schöneck ist Ausgangspunkt der bekannten Kammloipe nach Johanngeorgenstadt.

  • Blick von der Hohen Reuth auf das Zentrum

  • Der Alte Söll

  • Das Erlebnisbad des IFA-Ferienpark Hohe Reuth

  • Zufahrt zum IFA-Ferienpark

Wirtschaft und Infrastruktur

TechniSat-Werk

Durch die Stadt verläuft die Bahnstrecke von Zwickau und Herlasgrün nach Klingenthal und Adorf. Im Zuge der Rationalisierung wurden sämtliche Ausweich- und Nebengleise im Bahnhof entfernt, dafür wurde im Bereich des Schönecker Ferienparks ein neuer Haltepunkt eröffnet. Die Strecke wird von Regionalzügen der Vogtlandbahn befahren. In den Wintermonaten (Dezember bis März) verkehren an den Wochenenden nach beziehungsweise von Schöneck Ferienpark Regional-Express-Züge der Deutschen Bahn von beziehungsweise nach Leipzig.

Schöneck ist der Sitz der einzigen vogtländischen Aktiengesellschaft, der GK Software AG., und ein Produktionsstandort der TechniSat GmbH.

In der Stadt gibt es ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung, die Paracelsusklinik Adorf/Schöneck, die zu den Paracelsus-Kliniken gehört.

Im Ortsteil Schilbach war bis zur Übernahme durch VEB Sinfonia Markneukirchen im Jahr 1973 das Musikinstrumentenbauunternehmen Otwin ansässig, das Zupf- und Streichinstrumente herstellte.

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
  2. vgl. auch Stadt Schöneck - Ortsteile
  3. Der Fläche wird auch der Ortsteil Zwotental zugerechnet
  4. keine eigene Gemarkung, Fläche zählt zum Hauptort Schöneck
  5. Ist der Fläche von Gunzen zugerechnet
  6. nach Eingemeindungen

Literatur

  • Johann Ernst Marbach: Beschreibung des von 1730. an privilegirten freyen Städtleins Schöneck. Band 1, Schneeberg 1761 (Digitalisat)
  • Richard Steche: Schöneck. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, 10. Heft: Amtshauptmannschaft Oelsnitz. C. C. Meinhold, Dresden 1888, S. 20.

Weblinks

 Commons: Schöneck/Vogtl. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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Diese Seite wurde zuletzt am 27. April 2012 um 12:06 Uhr geändert.

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