| Scharmützelsee | ||
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| Scharmützelsee im Winter | ||
| Geographische Lage | Saarower Hügelland auf der Beeskower Platte südlich von Fürstenwalde/Spree, Landkreis Oder-Spree, Brandenburg, Deutschland | |
| Zuflüsse | Wierichgraben (im Norden), Kanal vom Großen Glubigsee (im Süden) | |
| Abfluss | Wendisch Rietzer Fließ | |
| Orte am Ufer | Bad Saarow | |
| Daten | ||
| Koordinaten | 52° 15′ 0″ N, 14° 3′ 0″ O52.2514.0538.3 Koordinaten: 52° 15′ 0″ N, 14° 3′ 0″ O |
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| Höhe über Meeresspiegel | 38,3 m | |
| Fläche | 12,1 km² | |
| Länge | 10 km | |
| Breite | max. 1.5 km | |
| Volumen | 108.230.000 m³ | |
| Maximale Tiefe | 29 m | |
| Mittlere Tiefe | 8,8 m | |
| Besonderheiten |
zweitgrößter See Brandenburgs |
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Der Scharmützelsee ist ein See in Brandenburg. Er liegt zwischen Frankfurt (Oder) und Berlin, südlich von Fürstenwalde/Spree. Der See ist ein typischer Rinnensee, der seine Entstehung einer subglazialen Rinne während des Brandenburger Stadiums der Weichselkaltzeit verdankt. Er ist nach dem Schwielochsee der zweitgrößte natürliche See Brandenburgs und gehört wie dieser zu der über 200 Seen zählenden, eiszeitlich geformten Region im Einzugsgebiet von Spree und Dahme südöstlich von Berlin. Bei einem Besuch der damals noch kleinen Gutsdörfer Saarow und Pieskow im Jahr 1881 nannte der Dichter Theodor Fontane den See Märkisches Meer, ein Begriff, der heute noch gern in der Tourismuswerbung verwendet wird.
Der Name hat nichts mit dem Scharmützel im Sinne von Handgemenge zu tun. Er ist wahrscheinlich altslawischen Ursprungs, möglicherweise von „koromyslo“[1] (Wassertrage), die Sorben schreiben Tśemuśnica.[2] Östlich von Berlin gibt es einen weiteren See mit einem ähnlichen Namen, den Schermützelsee bei Buckow (Märkische Schweiz).
Die gesamte Seefläche gehört zur Gemeinde Bad Saarow. Weitere angrenzende Gemeinden sind Reichenwalde, Wendisch Rietz und Diensdorf-Radlow (alle Amt Scharmützelsee), in denen eine umfassende touristische Infrastruktur zur Nutzung des Sees (Baden, Segeln, Tauchen, Angeln) und seiner Umgebung (Rad fahren, Wandern, Golf, Tennis und auch Inline-Skaten) vorzufinden ist. Bad Saarow und Wendisch Rietz sind an das Regionalbahn-Netz des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg angeschlossen.
Der Scharmützelsee ist als Bestandteil der gut 33 Kilometer langen Bundeswasserstraße Storkower Gewässer (SkG)[3] über das kanalartig ausgebaute, fast zwei Kilometer lange Wendisch Rietzer Fließ, über die weiteren Teile der Storkower Gewässer und die Dahme an die Berliner Gewässer angeschlossen. Die Storkower Gewässer zählen zur Wasserstraßenklasse I; zuständig ist das Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin. Die Staustufe Wendisch Rietz (Fallhöhe: 1,27 m) hält den Seespiegel auf einer Höhe von 38,3 m.[4] Neben Sportbooten verkehrt auch die Fahrgastschifffahrt auf dem See von und nach Berlin.
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