| Wappen | Deutschlandkarte | |
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Koordinaten: 49° 59′ N, 10° 6′ O |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Schweinfurt | |
| Höhe: | 222 m ü. NN | |
| Fläche: | 73,56 km² | |
| Einwohner: |
10.376 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 141 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 97440 | |
| Vorwahl: | 09722 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SW | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 78 193 | |
| Marktgliederung: | 13 Ortsteile | |
| Adresse der Marktverwaltung: | Balthasar-Neumann-Platz 8 97440 Werneck | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Edeltraud Baumgartl (CSU) | |
| Lage des Marktes Werneck im Landkreis Schweinfurt | ||
Werneck ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt.
Der Markt Werneck liegt in der Region Main-Rhön an einem Knie des Flüsschens Wern zwischen Würzburg (Entfernung ca. 25 km) und Schweinfurt (Entfernung ca. 12 km).
Werneck liegt am Rande der Gäuplatte im Maindreieck:
Die politische Gemeinde Werneck hat 13 amtlich benannte Ortsteile (zugleich auch Gemarkungen)[2]:
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Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Wasserlosen, Geldersheim, Bergrheinfeld, Waigolshausen, Schwanfeld, Bergtheim, Hausen bei Würzburg und Arnstein.
Werneck wurde erstmals am 10. August 1223 als eine Schenkung des Bodo von Ravensburg, die am 9. April 1223 päpstlich bestätigt wurde, urkundlich erwähnt. Zwischen 1224 und 1250 teilten sich zunächst der Deutsche Orden und später Konrad von Reichenberg sowie Konrad von Schmiedefeld den Besitz, bis er schließlich an das Hochstift Würzburg überging. Eine dort befindliche Burganlage wurde im Bauernkrieg 1525 verwüstet sowie von Markgraf Albrecht Alkibiades im Jahr 1553 eingenommen und niedergebrannt. 1601 wurde sie unter Fürstbischof Julius Echter wieder aufgebaut. Diese Anlage brannte 1723 erneut ab und wurde 1724 notdürftig instandgesetzt. Durch Balthasar Neumann wurde das heutige Schloss von Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborn in den Jahren 1733 bis 1745 erbaut.
Werneck war neben Veitshöchheim eine der beiden Sommerresidenzen der Würzburger Fürstbischöfe. Gerade ein halbes Jahrhundert diente Werneck den Würzburger Fürstbischöfen als Sommerresidenz, die nach Georg Dehio „die Verbindung einer fürstlichen maison de plaisance mit den Baulichkeiten eines Hofgutes zu einer großzügigen Komposition darstellte“. Am 28. November 1802 entließ der letzte Fürstbischof von Würzburg, Georg Karl von Fechenbach, in Werneck seine Untertanen aus ihrer Treueverpflichtung und empfahl sie gleichzeitig dem neuen Landesherrn Kurfürst Maximilian von Bayern.
Das ehemalige Amt des Hochstiftes Würzburg wurde nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns, im Jahre 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, bevor es mit den Verträgen von Paris 1814 erneut zu Bayern gelangte.
Das barocke Schloss Werneck wurde ab 1853 nach Plänen des Königlichen Regierungs- und Kreismedizinalrates Dr. Schmidt und des Königlichen Bauinspektors Mack zu einer Heil- und Pflegeanstalt für psychisch Kranke umgebaut. Am 1. Oktober 1855 konnte die Heil- und Pflegeanstalt Werneck unter ihrem ersten Direktor, Dr. Bernhard von Gudden (dem späteren Gutachter über König Ludwig II., der mit ihm im Starnberger See ertrank) ihre Arbeit aufnehmen. Werneck ist damit Sitz einer der ältesten psychiatrischen Kliniken Deutschlands.
1940 wurden die rund 800 Patienten der Heil- und Pflegeanstalt im Rahmen der so genannten Aktion T4 auf Veranlassung von Otto Hellmuth ermordet.
Heute ist die Psychiatrische Klinik (Träger: Bezirk Unterfranken) in einem modernen Neubau untergebracht und versorgt mit 290 Betten das nordöstliche Unterfranken (Stadt und Landkreis Schweinfurt sowie die Landkreise Hassberge, Rhön-Grabfeld, Bad Kissingen und Kitzingen mit insgesamt 500.000 Einwohnern). Im Schloss ist weiterhin die Orthopädische Klinik des Bezirks Unterfranken untergebracht, die mit 153 Betten zu den größten orthopädischen Fachkliniken Deutschlands zählt. Die beiden Kliniken sowie die in den Schlossanlagen untergebrachten psychiatrischen und gerontopsychiatrischen Pflegeheime sind die größten Arbeitgeber des Marktes Werneck.
Das Schloss ist von außen und teilweise von innen zu besichtigen; sehenswert ist auch der barocke Schlossgarten und die englische Parkanlage.
Werneck hat seit 1970 um die 10.000 Einwohner, der Kernort etwa 2.500.
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Bürgermeisterin ist seit 1. Mai 2008 Edeltraud Baumgartl (CSU). Vorgänger waren Rudolf Reith (1972–1996) und Paul Heuler von der CSU (1996–2008).
Die Gemeinde Werneck ist Mitglied in der Interkommunalen Allianz Oberes Werntal.
Werneck ist mit dem Musikverein Werneck Heimat einer Bläserphilharmonie und eines Jugendblasorchesters, sowie diverser Miniorchester für Anfänger.
Lange Zeit wirkte dort das Bayerische Kammerorchester Bad Brückenau.
Obwohl die Dörfer des Marktes Werneck noch landwirtschaftlich geprägt sind, besteht doch seit Jahrzehnten eine starke Abhängigkeit von der Schweinfurter Industrie, wohin viele Einwohner zur Arbeit pendeln. Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 8, im Produzierenden Gewerbe 595 und im Bereich Handel und Verkehr 228 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 1555 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 3559. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es zwei Betriebe, im Bauhauptgewerbe zehn Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 195 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 6382 Hektar. Davon waren 5681 Hektar Ackerfläche und 672 Hektar Dauergrünfläche.
Werneck liegt am Autobahndreieck Werneck, wo sich die Autobahnen 7 und 70 treffen; auch die A 71 (Autobahndreieck Werntal) führt seit ihrer Verkehrsübergabe im November 2005 nahe an Werneck heran. Außerdem wird das Gemeindegebiet von den Bundesstraßen 19, 26 und 26a durchquert. Am 16. Dezember 2007 wurde die Ortsumgehung Werneck (B 19) eröffnet.
Die Bahnstrecke Schweinfurt–Würzburg hat einen zum Ortsteil Eßleben zentral gelegenen Haltepunkt und einen weiteren, dem Hauptort sehr nahe liegenden an der Gemarkungsgrenze zu Waigolshausen. Die Werntalbahn durchquert das Gemeindegebiet.
Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):
Es gibt folgende Krankenhäuser (Stand: 2006):
Die Freiwillige Feuerwehren des Marktes Werneck bestehen aus der Stützpunktfeuerwehr Werneck und zwölf Ortsteilfeuerwehren. Die Freiwillige Feuerwehr Werneck gehört mit den beiden ABC-Erkundern und dem Dekontaminationsfahrzeug zum ABC-Zug des Landkreises Schweinfurt. Auch mit diesen Fahrzeugen werden sie überregional eingesetzt.
Werneck gehört überwiegend katholischer Konfession an.
1745 wurde die Schlosskirche eingeweiht, 1856 die Zehntscheune (erbaut 1628) zur Kirche umgebaut. Seit 1910 gibt es eine eigene Pfarrei, 1967 wurde die neue Pfarrkirche eingeweiht.
Die Gründung der jüdischen Gemeinde geht in die Zeit des 16. Jahrhunderts zurück. Sie wurde 1904 aufgelöst.[3]
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