| Wappen | Deutschlandkarte | |
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Koordinaten: 49° 20′ N, 11° 1′ O |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | |
| Höhe: | 326 m ü. NN | |
| Fläche: | 40,8 km² | |
| Einwohner: |
38.879 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 953 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91126 | |
| Vorwahlen: | 09122, 0911 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SC | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 65 000 | |
| LOCODE: | DE SWB | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Königsplatz 1 91126 Schwabach | |
| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Matthias Thürauf (CSU) | |
| Lage der Stadt Schwabach in Bayern | ||
Schwabach (fränkisch Schwobach) ist die kleinste kreisfreie Stadt Bayerns. Sie liegt im Regierungsbezirk Mittelfranken in der Städteachse Nürnberg-Fürth-Erlangen-Schwabach und gehört zur Metropolregion Nürnberg.
Die Stadt Schwabach liegt im mittelfränkischen Becken. Die Landschaft wird im Süden, Westen und Norden geprägt von Wäldern, die zum großen Teil als Bannwälder ausgewiesen sind. Nach Osten bestimmt die Talaue der Rednitz die Landschaft. Das Rednitztal ist seit 2004 Europäisches Natura-2000-FFH-Schutzgebiet. Die Altstadt selbst liegt zu beiden Seiten der Schwabach, die außerhalb der besiedelten Flächen im Stadtgebiet in die Rednitz mündet, in einem Kessel und wird von den anderen Ortsteilen umgeben. Im Norden ist die Stadt mit einigen südlichen Stadtteilen Nürnbergs zusammengewachsen. Im Westen, Süden und Osten grenzt Schwabach an den Landkreis Roth.
Bis zur Gebietsreform 1972 war Schwabach Sitz des gleichnamigen Landkreises Schwabach[2], von dem die kreisfreie Stadt komplett umgeben war. Die Altstadt ist durch die teilweise noch vorhandene Stadtmauer gegliedert.
Gewachsene Stadtteile:
Folgende Ortsteile waren vormals eigenständige bzw. zu anderen Gemeinden gehörende Ortschaften. In Klammern das Jahr der Eingemeindung nach Schwabach sowie die vorherige Gemeinde.
Außer den Eingemeindungen der heutigen Ortsteile (siehe oben) kamen folgende weitere Gebiete zum Stadtgebiet:
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Herkunft: – [1] -- Dirkb (Diskussion) 11:49, 3. Mai 2012 (CEST)
Die Sanierung der Altstadt wurde im Jahr 1979 mit der Verleihung der Europa-Nostra-Medaille gewürdigt. Durch die Kreisgebietsreform verlor die Stadt ihren Status als Kreisstadt und wurde (durch die Eingemeindung ehemaliger Gemeinden des Landkreises Schwabach nach Nürnberg und Schwabach) zur direkten Nachbarstadt Nürnbergs. Sie gehört zur Städteachse Nürnberg-Fürth-Erlangen-Schwabach, vier direkt aneinander grenzenden kreisfreien Städten. Städtepartnerschaften wurden mit dem französischen Kurort Les Sables-d’Olonne an der Atlantikküste, dem türkischen Touristenzentrum Kemer am Mittelmeer sowie der griechischen Stadt Kalambaka geschlossen.
Schwabach war bis zum Jahr 2008 – mit Ausnahme der Zeit des Dritten Reiches – in der Hand der Sozialdemokraten (SPD), die von 1945 bis 2008 den Oberbürgermeister sowie bis 2002 die größte Stadtratsfraktion stellten. Seit den Kommunalwahlen 2008 stellt die CSU 17 Stadtratsmitglieder und die SPD 13. Bündnis 90/Die Grünen haben 6, Freie Wähler/Neutraler Block 3 und die FDP einen Sitz.
Bürgermeister und damit erster Stellvertreter des Oberbürgermeisters ist Dr. Roland Oeser von Bündnis 90/Die Grünen, zweiter Stellvertreter (Dritter Bürgermeister) Dr. Thomas Donhauser von den Freien Wählern [3].
Die Stadtpolitik Schwabachs ist seit 1945 durch eine relativ große Kontinuität gekennzeichnet. Vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis 2008 regierten nur zwei Oberbürgermeister. Hartwig Reimann war bei Dienstantritt der jüngste, am Ende seiner Amtszeit der dienstälteste Oberbürgermeister einer kreisfreien Stadt in Bayern. Sein Nachfolger Matthias Thürauf ist aktuell ebenfalls der jüngste Oberbürgermeister einer kreisfreien Stadt in Bayern.
Die Stadtverwaltung verfügt über mehrere Amtsgebäude im Stadtgebiet, auf die folgende Referate verteilt sind:
Die Referate werden vom Oberbürgermeister und den berufsmäßigen Stadträten Knut Engelbrecht (Stadtrechtsrat), Richard Schwager (Stadtkämmerer) und Volker Arnold (Stadtbaurat) geleitet.
Schwabachs erstes Wappen zeigt im gespaltenen Schild zwei gekreuzte goldene Bierschöpfen auf rotem Grund vor dem hohenzollerischen Schwarz-Weiß. Es versinnbildlicht die Wichtigkeit des Bierbrauertums in der Stadt sowie die Stadtherren, die hohenzollerischen Burggrafen von Nürnberg. Es wurde der Stadt vom Nürnberger Burggrafen Friedrich V. verliehen und erscheint erstmals auf dem Siegel einer Urkunde vom 9. August 1371.
Das zweite Wappen, welches auf vier Feldern den Burggrafenlöwen, die hohenzollerischen Farben und die Bierschöpfen zeigt, wurde 1480 von Albrecht Achilles, Kurfürst von Brandenburg, verliehen.
Als Schwabach 1808 bairisch wurde, wurde das Wappen nur mäßig verändert. Es zeigt statt der hohenzollerischen Farben schwarz und weiß nun die bairischen weiß-blauen Rauten sowie, statt des Burggrafenlöwen, den Pfälzer Löwen.
1953 schließlich wurde das aktuelle Wappen eingeführt. Man beschloss, die Elemente des marktgemeindlichen Siegels von 1329 aufzunehmen. So zeigt das rote Schild einen zinnengekrönten Turm auf einem Rundbogen, begleitet von zwei Schildern mit dem Reichsadler und dem Nassauer Löwen.
Nach ersten Kontakten 1973 wurde am 7. Februar 1975 eine Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Les Sables d’Olonne am Atlantik vereinbart. Aus dieser Partnerschaft entstand im Jahr 1985 eine Patenschaft beider Städte mit einer von der katholischen Mission getragenen Landwirtschaftsschule in Gossas (Region Fatick) im Westen Senegals.
Anfang der 1990er Jahre begann die Städtefreundschaft mit der Stadt Hildburghausen im Henneberger Land (Südthüringen).
Seit 1998 besteht die Partnerschaft zur türkischen Stadt Kemer, es handelte sich um die dritte deutsch-türkische Vereinbarung dieser Art in Mittelfranken.
Mit der griechischen Kleinstadt Καλαμπάκα (Kalambaka) am Fuß der als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuften Meteora-Klöster wurde 2002 in Schwabach bzw. 2003 in Kalambaka die derzeit jüngste Vereinbarung über eine Städtepartnerschaft unterzeichnet.
| ca. 1800: | 3.000 Einwohner |
| 1840: | 6.981 Einwohner |
| 1900: | 9.385 Einwohner |
| 1925: | 11.782 Einwohner |
| 1950: | 19.376 Einwohner |
| 1985: | 34.284 Einwohner |
| 1995: | 38.757 Einwohner |
| 2005: | 38.791 Einwohner |
Ab 2012 entsteht in Schwabach die Akademie für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Nordbayern. Sie gehört zum Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit Sitz in Erlangen.
Das in der ehemaligen Kaserne untergebrachte Museum besitzt eine Sammlung über das heimische Handwerk, Zunft und Gewerbe. Eine eigene Abteilung bildet das von Carl Wenglein, dem Gründer des Weltbundes für Natur- und Vogelschutz, zusammengetragene Eiermuseum (mit seltenem Fabergé-Ei). Eine Spezialsammlung umfasst völkerkundliche Antiquitäten aus der ehemaligen deutschen Kolonie Ostafrika (Waffen, Schmuck, Textilien und afrikanische Gebrauchsgegenstände). Seit 20. November 2005 präsentiert das Stadtmuseum die weltweit größte Spezialsammlung von Spielwaren der Firma Fleischmann auf 800 m². Eine weitere Sektion befasst sich mit der Geschichte der US Army in der Stadt von 1945 bis 1992.
Schwabach profitiert wirtschaftlich stark von der Nähe zu Nürnberg und den zahlreichen Auspendlern in die Nachbarstadt und teilweise auch ins nahe gelegene Erlangen. So ist die Stadt neben dem ebenfalls direkt an Nürnberg (und zugleich an Erlangen) grenzenden Fürth die einzige kreisfreie Stadt in Bayern, aus der mehr Menschen aus- als in diese einpendeln.[5]
Berühmt ist Schwabach für seine Goldschläger und das von ihnen produzierte und weltweit exportierte Blattgold. Der Buckingham Palace in London, Türme von orthodoxen Kirchen in der Ukraine, Palastkuppeln in den Emiraten und viele andere sehenswerte Gebäude in aller Welt wurden mit Schwabacher Blattgold versehen. Der mit 14.000 Blatt Schwabacher Blattgold verzierte Goldene Saal im Rathaus wurde von Kurt Severin und Max Friese gestaltet. Im Jahr 2004 feierte Schwabach das Jubiläum 500 Jahre Blattgold in Schwabach. Blattgold ist noch heute Bestandteil des dem Danziger Goldwasser nachempfundenen Schwabacher Goldwassers, das ein Gewürzlikör mit feinsten Blattgoldstückchen ist.
In früheren Jahrhunderten bestimmten vor allem Handwerker, wie etwa Bierbrauer und Goldschläger, sowie erste Industriebetriebe im Bereich Nadelherstellung und Drahtzieherei das wirtschaftliche Geschehen. Heute ist für die Stadt ein breites, vor allem im Mittelstand angesiedeltes Spektrum an Produktions-, Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben charakteristisch. Viele dieser Betriebe arbeiten in Marktnischen, in denen sie zum Teil bundesweit Marktführerschaft errungen haben. Ein Beispiel hierfür ist die Maschinenfabrik Niehoff, die Maschinen für Draht und Kabelindustrie herstellt.
Neben dem Adam-Kraft-Gymnasium existiert das musische Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasium in Schwabach. Die Stadt unterhält eine städtische Wirtschaftsschule. Der Staat ist mit einer Realschule und einer Berufsschule in der Stadt vertreten. Daneben existieren zwei Haupt- und vier Grundschulen. Mit dem Sonderpädagogischen Förderzentrum und der Hans-Peter Ruf-Schule der Lebenshilfe Schwabach-Roth ist der Förderschulbereich abgedeckt. Zusätzlich existiert die Adolph-von-Henselt-Musikschule und eine Volkshochschule.
Im Stadtgebiet gibt es 17 Kindergärten verschiedener Träger.
Das in den letzten Jahren grundlegend modernisierte und in den meisten Teilen neu errichtete Stadtkrankenhaus bietet 200 Planbetten und besitzt Fachabteilungen für Innere Medizin, Unfall- und Allgemein-Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Anästhesiologie und die Belegabteilung Hals-Nasen-Ohren-Heikunde. Dem Haus angeschlossen ist eine Berufsfachschule für Krankenpflege.
→ siehe auch: Liste der Kreisstraßen in Schwabach
In Schwabach wurden bis 2006 die Lokalnachrichten gedruckt, welche darauf in Nürnberg mit den restlichen Teilen der Nürnberger Nachrichten (NN) vervollständigt und als Schwabacher Tagblatt (ST) angeboten wurden. Seit dem Tode des Verlegers und dem darauf folgenden Aufkauf des ST durch die NN wird die gesamte Zeitung in Nürnberg gedruckt; die Redaktion befindet sich weiterhin in Schwabach.
Neben dem Schwabacher Tagblatt gibt es mehrere kommerzielle Informations- und Anzeigenblätter.
Der spätgotische Bildhauer Adam Kraft wurde am 21. Januar 1509 in Schwabach beigesetzt.
1797 übernachtete Johann Wolfgang von Goethe im Gasthof „Zum weißen Lamm“. Unweit im Gasthaus Goldener Stern wurden die Schwabacher Artikel verfasst.
Um das Jahr 1470 entstand die Schriftart „Schwabacher“, eine Variante der gebrochenen Schriften.
1969 fand im Schwabacher Markgrafensaal der Bundesparteitag der NDP statt.
Da Schwabach zu den kleinsten kreisfreien Städten Deutschlands gehört und es seit der Kreisgebietsreform 1972 keinen Landkreis mit gleichem Kfz-Kennzeichen mehr gibt, ist das Schwabacher Kennzeichen SC eines der neun seltensten Kennzeichen Deutschlands.
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