Schwarzer September (arabisch منظمة أيلول الأسود Munaẓẓamat Ailūl al-aswad ‚Organisation des Schwarzen Septembers‘) war die Terrorgruppe, die die Geiselnahme von München bei den Olympischen Spielen 1972 verübte. Das Oberhaupt der Terrorgruppe zu dieser Zeit war Ali Hassan Salameh. Die Gruppierung leitete ihren Namen von dem Aufstand von Rebellen der PLO in Jordanien im September 1970 ab.
Neben der Geiselnahme von München zeigte sich die Gruppe für die Ermordung des jordanischen Premierministers Wasfi Tell am 28. November 1971 verantwortlich. Außerdem wurden von Kommandos des „Schwarzen September“ fünf in Deutschland lebende Jordanier getötet. Ein Attentat auf den jordanischen Botschafter in London schlug fehl, ebenso die Entführung einer Boeing 707 der Sabena nach Lod.
Es spricht einiges dafür, dass der „Schwarze September“ ein inoffizieller Flügel der Fatah-Bewegung war.
Die Gruppe wurde nach dem Attentat auf die Olympischen Spiele in München 1972 vom israelischen Geheimdienst Mossad zerschlagen. Ein Großteil der Mitglieder wurde von Agenten der Spezialeinheit Caesarea in verschiedenen Staaten Europas aufgespürt und getötet.
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