Dienstag, 29. Mai 2012

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Schwedt/Oder

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Schwedt/Oder
Schwedt/Oder
Deutschlandkarte, Position der Stadt Schwedt/Oder hervorgehoben
53.063314.28336
Koordinaten:
53° 4′ N, 14° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Uckermark
Höhe: 6 m ü. NN
Fläche: 200,12 km²
Einwohner:

34.035 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 170 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16303
Vorwahlen: 03332, 033336
Kfz-Kennzeichen: UM
Gemeindeschlüssel: 12 0 73 532
DE SDT
Stadtgliederung: 5 Stadtteile, 10 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Lindenallee 25-29 16303 Schwedt/Oder
Webpräsenz: www.schwedt.eu
Bürgermeister: Jürgen Polzehl (SPD)
Lage der Stadt Schwedt/Oder im Landkreis Uckermark
Karte
Über dieses Bild

Schwedt/Oder ist die nach Einwohnern größte Stadt im Landkreis Uckermark im Nordosten des Landes Brandenburg (Deutschland). Mit etwa 200 km² zählt sie zu den flächengrößten Kommunen Deutschlands. Sie hat den Status einer Großen kreisangehörigen Stadt.

Geografie

Schwedt/Oder liegt im Osten der Uckermark, einer seenreichen Landschaft zwischen unterer Oder und oberer Havel. Die Uckermark ist gekennzeichnet durch von der Eiszeit hinterlassene Grundmoränenplatten und Endmoränenhügel. Die Stadt wurde auf einer Sanderterrasse, die nur wenig über den ausgedehnten Poldern des Odertals liegt, gebaut. Am Schwedt gegenüberliegenden Ostufer der Oder erheben sich markant steile Hänge des auf polnischer Seite verlaufenden Endmoränenbogens. Zwischen der Stadt und der Oder verläuft die Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße, ein Kanal, als Teil der Havel-Oder-Wasserstraße parallel zum Grenzfluss. Zwischen der Oder und der Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße befindet sich eine naturnahe Auenlandschaft mit einem Reichtum an Flora und Fauna, der in Mitteleuropa äußerst selten ist. Dieses Gebiet wurde 1995 zum Nationalpark Unteres Odertal erklärt. Die Fläche der Stadt ist mit 200 km² etwa so groß wie die Hannovers oder Magdeburgs.

Stadtgliederung

ausgewiesene Stadtteile in Schwedt:

  • Am Waldrand
  • Kastanienallee
  • Neue Zeit
  • Talsand
  • Zentrum

Ortsteile

sowie die weiteren Wohnplätze Achterhöfe, Ausbau Gatow, Beyerswald, Försterei Berkholz, Grenzhaus, Karlsberg, Kuhheide, Monplaisir, Neue Mühle und Wildbahn.

Geschichte

Blick über die Altstadt von Schwedt

Im Umfeld von Schwedt gibt es vorgeschichtliche Besiedlungsspuren (Bronzezeit ca. 1000 v. Chr.).

Mittelalter

Slawen besiedelten das Gebiet im 6./7. Jahrhundert.

Am 22. August 1265 wurde Schwedt erstmals in einer Urkunde schriftlich bestätigt. Man sagt, dass Schwedt früher Suet les Crane hieß. Der erste Chronist der Geschichte von Schwedt deutet den Namen auf Swet = Schwedt und Crane = Kränig.

Im Jahr 1354 wurde Schwedt von Ludwig dem Römer an Pommern abgetreten und von 1428 bis 1432 an den Hofbankier der Pommernherzöge, Rule Lindstedt für 2.400 Stettiner Pfennige verpachtet.

1434 belagerte der brandenburgische Kurfürst Friedrich I. erfolglos Schwedt.

Frühe Neuzeit

1481 erwarb Johann I. von Hohnstein die Herrschaft Schwedt. Durch die Hohensteins erlebte die Stadt einen ersten Aufschwung. Insbesondere wurden Straßen, Brücken und Dämme gebaut. Kurz hintereinander wurde der Oderzoll (1505) und das Stadtrecht (1513) erneuert. Vierraden erhielt nach dem Schwedter Vorbild 1515 eigenes Stadtrecht. Aber auch kirchliche Dinge wurde durchgesetzt: die Reformation und die Neuausstattung der Katharinenkirche. 1587 wurde ein weiteres Mal das Stadtrecht erneuert. Mit dem Tode Martin von Hohensteins starben die thüringischen Herrscher 1609 aus und gleichzeitig ging die erste glanzvolle Zeit Schwedts zu Ende.

Schwedt wurde auch nicht vom Dreißigjährigen Krieg verschont, da die Stadt ein wichtiger Kreuzungspunkt der Straßen von Stettin und Prenzlau nach Berlin und Frankfurt (Oder) war. In fast zwanzig Jahren wurde Schwedt 32 Mal geplündert. 1637 wurde Schwedt wieder von kaiserlichen Söldnern besetzt. Die Schweden unter der Führung von General Banér forderten die Kapitulation, aber man gab nicht nach. So schoss der General Brandkugeln auf die Stadt, so dass sie in Flammen unterging. Zum Schluss waren es wohl nur noch 26 Bürger, die dort blieben. 1626 stellten Schwedt und Vierraden 25 bzw. neun bewaffnete Ritter mit Knechten für das Landesaufgebot. 1631 befand sich das Feldlager des schwedischen Königs Gustav Adolf bei Schwedt.

Nach dem Dreißigjährigem Krieg verpfändete Friedrich Wilhelm (der Große Kurfürst) - aus Geldmangel - Schwedt für 25.000 Taler an den Grafen Varrenbach. Dieser wollte aus seinem Pfandobjekt so viel Gewinn wie möglich herausholen und unterdrückte die Bevölkerung. Als der Erfolg nicht seinen Erwartungen entsprach, trat er die Herrschaft für 26.500 Taler an die zweite Gemahlin des "Großen Kurfürsten", Dorothea, ab. Durch Kauf von weiteren Adelssitzen wurde Schwedt so groß, dass es drei Städte, drei Schlösser, 33 Dörfer und 24 Vorwerke umfasste.

Kurfürstin Dorothea widmete sich intensiv dem Wiederaufbau des im Dreißigjährigen Krieg beschädigten Schwedter Schlosses und der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt. So warb sie einen holländischen Fachmann an, der im Frühjahr 1686 mit den angesiedelten französischen Hugenotten die Tradition des uckermärkischen Tabakanbaus begründete. Ende des 18. Jahrhunderts war die Uckermark mit 4.400 Hektar Anbaufläche das größte zusammenhängende Tabakanbaugebiet Deutschlands. Mit drei Zigarrenmanufakturen war Tabak der wichtigste Wirtschaftsfaktor in Schwedt. Der letzte tabakverarbeitende Betrieb (VEB Rohtabak Schwedt, 1953 gegründet) wurde kurz nach der Wende 1989/1990 geschlossen und einige Jahre später vollständig abgetragen. Heute verweisen nur noch einige Tabakfelder und ungenutzte Tabakscheunen auf diese Tradition. In einer denkmalgeschützten Tabakscheune ist das Tabakmuseum im Ortsteil Vierraden mit der größten Sammlung zum Tabakanbau der Region untergebracht.

Bereits im 17. Jahrhundert war jüdisches Leben in Schwedt ansässig, denn aus dieser Zeit stammt der Jüdische Friedhof im Bereich Helbigstraße/Schulweg, der sich bis in die Gegenwart erhalten hat und besichtigt werden kann.

1689 wurde Schwedt Residenz der Markgrafen von Brandenburg-Schwedt, einer Nebenlinie der Hohenzollern, 1788 erlosch diese Herrschaft.

Aufklärung

Am 6. Oktober 1713 schlossen König Friedrich Wilhelm I. und der russische General Menschikow einen Friedensvertrag, nachdem Vorpommern in preußischen Besitz gelangt war.

1744 weilte die spätere Zarin Katharina II. von Russland in Schwedt.

Im Siebenjährigen Krieg drangen mehrfach russische Kosaken bis Schwedt vor.

Der letzte Markgraf Friedrich Heinrich (1771–1788) machte aus Schwedt eine Kulturstadt. In der Orangerie des Schwedter Schlosses richtete er eines der ersten Theater in Deutschland ein. Hier fanden die ersten Sing- und Schauspiele statt. Von der barocken Anlage ist nur noch ein Teil der Gartenanlage sowie das Jagdschloss Monplaisir erhalten.

Katholische Kirche St. Mariä Himmelfahrt (links) und Amtsgericht (rechts)
Ein vergessenes Schwedter Baudenkmal: die Gebäude der ehemaligen Gasanstalt

1800 bis 1945

Am 25. Juni 1812 wurden 37 jüdische Familien zu „Inländern“ erklärt.

1815 erwarb das Schwedter Dragonerregiment im Feldzug gegen Napoleon den „Schwedter Adler“ als Traditionsabzeichen (Schwedt war von 1770 bis 1937 Garnisonsstadt).

Die Schwedter Gasanstalt wurde 1865 errichtet, 1873 bekam die Stadt einen Eisenbahnanschluss (von und nach Angermünde). Der Anschluss an das Fernsprechnetz erfolgte 1893, an Kanalisation und Wassernetz 1908. Zwischen 1904 und 1932 fanden umfangreiche wasserbauliche Maßnahmen im unteren Odertal mit dem Ziel des Hochwasserschutzes, der Bereitstellung landwirtschaftlicher Nutzfläche und der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße statt.

Schwedter Juden errichteten 1862 an der Harlanstraße 1 ihre Synagoge, die die Nationalsozialisten beim Novemberpogrom 1938 zerstörten, und 1868 wurde eine Mikwe in der Gartenstraße hinter der Stadtmauer gebaut, die nach ihrer Verschüttung 1993 wieder zugänglich gemacht wurde.

Im Ersten Weltkrieg hatte Schwedt 240 Gefallene zu beklagen.

Schwedt zum Ende des Zweiten Weltkrieges

Am Ende des Zweiten Weltkrieges war Schwedt über zwei Monate lang heftig umkämpft. SS-Obersturmbannführer Otto Skorzeny wurde hier eingesetzt. Am 31. Januar 1945 bildete er mit einigen zusammengewürfelten Verbänden östlich der Oder um Niederkränig einen Brückenkopf. Von dort sollte später eine Gegenoffensive gegen die Rote Armee eingeleitet werden, die jedoch nie zustande kam. Skorzeny wurde am 28. Februar 1945 abgelöst. Sein Nachfolger musste den Brückenkopf am 3. März 1945 aufgeben.[2] Am 26. April 1945 nahm die Rote Armee Schwedt ein.[3] Als Ergebnis der heftigen Kämpfe wurde die Stadt zu 85 Prozent zerstört; das Schloss war ausgebrannt und die Kanalbrücke gesprengt.

Schwedt nach 1945

Bau eines Arbeiterwohnheimes hinter den alten Häusern (1964)
Blick vom Markt in Richtung Raffinerie
Plattenbauten am ehemaligen Schillerring im Stadtteil Waldrand kurz vor dem Abriss

Zu DDR-Zeiten wuchs die Stadt; dank der Anbindung an eine Erdölleitung entstanden hier mehrere Industrien. 1959 wurde der Grundstein zur Errichtung der Papierfabrik, der jetzigen LEIPA Georg Leinfelder GmbH, gelegt, 1960 das Erdölverarbeitungswerk Schwedt (heute PCK Raffinerie) eingeweiht. Nachdem 1963 die über 3.000 Kilometer lange Erdölleitung Freundschaft (Druschba) aus dem Uralgebiet in Betrieb genommen worden war, produzierte das Werk ab 1964 hauptsächlich Kraftstoffe. 1975 nahm die Schwedter Schuhfabrik ihre Produktion auf. Dieser Betrieb existiert heute nicht mehr. Wegen des Bevölkerungswachstums entstanden zwischen 1960 und 1990 mehrere neue Wohngebiete, die Einwohnerzahl erreichte mit knapp 54.000 Einwohnern ihren Höhepunkt. Den Umstrukturierungsmaßnahmen fiel 1962 die Ruine des Schwedter Schlosses zum Opfer: Die Stadtverwaltung ließ 1978 am gleichen Ort das Kulturhaus Schwedt errichten (heute: Uckermärkische Bühnen Schwedt).

Innerhalb der DDR war Schwedt synonym mit Ölindustrie, aber auch mit Militärjustiz. Seit 1964 inhaftierte das Justizministerium in später zum Gefängnis umgebauten ehemaligen Arbeiterbaracken am Stadtrand in der Nähe der Raffinerie „auffällig“ oder straffällig gewordene Soldaten. Dieses 1968 offiziell eingerichtete „Sonderlager“ war das einzige Militärgefängnis der DDR. Innerhalb der NVA und bei Wehrdienstverweigerern galt die Postleitzahl von Schwedt, „1330“, als gleichbedeutend für harte Strafen, selbst bei Bagatellvergehen wie im Fall von Klaus Auerswald: Er hatte sich als Soldat kritisch zum Einmarsch von Sowjet-Truppen 1968 in Prag geäußert.[4] Ab 1982 verschärften sich mit Einrichtung einer „Disziplinareinheit“ die Haftbedingungen. Die Interna des Gefängnisses waren weitgehend geheim. Die historische Aufarbeitung findet seit 2008 in einem Forschungsprojekt des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen statt. Daneben erschien 2011 ein Sachbuch zum Thema.[5]

Schwedt nach 1989

Die Stadt wurde 1994 mit der Eröffnung eines überregionalen Einkaufszentrums und mehrerer Einkaufspassagen zur Einkaufsstadt der ganzen Region. Im gleichen Jahr wurde mit dem Bau einer neuen Sporthalle begonnen. 1996 entstand das größte Kino der Uckermark (eröffnet als „CineStar“), welches mittlerweile nach kurzzeitiger Schließung im Jahr 2006 durch den bisherigen Betreiber von den Technischen Werken Schwedt als „FilmforUM“ weiter betrieben wird. Das Freizeit- und Erlebnisbad „AquariUM“ wurde 1999 eingeweiht.

Das Oderhochwasser 1997 erreichte Schwedt auch dank der großen Polderflächen nicht. 2001 wurde der neu errichtete Schwedter Hafen eröffnet.

Schwedt hatte seit der politischen Wende mit vielfältigen Problemen umzugehen. Obwohl die Stadt als einer der wenigen überlebenden „industriellen Kerne“ bezeichnet wird, liegt die Arbeitslosenquote bei 19,4 % (Dezember 2007, Quelle: Stadt Schwedt/Oder). Ein knappes Drittel seiner Einwohnerschaft hat Schwedt seit 1989 verloren. Die Prognosen gehen davon aus, dass die Bevölkerung bis 2030 um weitere 20 % zurückgeht. Der immense Wohnungsleerstand führte dazu, dass ganze Hochhausstraßenzeilen abgerissen wurden. Andererseits entstand ein ganzer Gürtel von Einfamilienhäusern. Die Straßen und die gesamte Bausubstanz wurden weitgehend saniert, damit hat Schwedt heute ein deutlich gefälligeres Aussehen als früher.

Schwedt kam im Juli 2011 in die Schlagzeilen, als Ibraimo Alberto, ehemaliger Ausländerbeauftragter der Stadt, wegen wiederholter rassistisch motivierter Angriffe auf ihn das Handtuch warf (http://www.stern.de/politik/deutschland/schwedt-in-brandenburg-auslaenderbeauftragter-flieht-vor-rassismus-1703895.html).

Eingemeindungen

Im Jahr 1974 wurde Heinersdorf eingegliedert.[6] 1993 folgten die drei Gemeinden Blumenhagen, Gatow und Kunow[6]. Am 1. Januar 1998 wurde die amtsangehörige Gemeinde Kummerow in die Stadt Schwedt/Oder eingegliedert und schied aus dem Amt Oder-Welse aus[7]. Zum 1. August 2001 wurden die ebenfalls amtsangehörigen Gemeinden Zützen[8] und Criewen[9] eingemeindet und schieden ebenso aus dem Amt Oder-Welse aus. Am 31. Dezember wurde die dem Amt Oder-Welse angehörige Gemeinde Stendell eingegliedert[10]. Mit der Gemeindereform in Brandenburg wurde die zum Amt Gartz (Oder) gehörige Stadt Vierraden am 26. Oktober 2003 nach Schwedt/Oder eingegliedert[11]. Die Eingliederung der ebenfalls zum Amt Gartz (Oder) gehörigen Gemeinde Hohenfelde in die Stadt Schwedt/Oder wurde bereits in einer Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 17. März 2003 genehmigt, wurde jedoch erst mit den Kommunalwahlen am 26. Oktober 2003 wirksam[12].

Ehemalige Gemeinde Datum
Blumenhagen 6. Dezember 1993
Criewen 1. August 2001
Gatow 6. Dezember 1993
Heinersdorf 1. Januar 1974
Hohenfelde 26. Oktober 2003
Kummerow 2. Januar 1998
Kunow 6. Dezember 1993
Stendell 31. Dezember 2002
Vierraden 26. Oktober 2003
Zützen 1. August 2001

Einwohnerentwicklung

Es folgt eine Übersicht mit den Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1981 handelt es sich meist um Volkszählungsergebnisse (¹), danach um amtliche Fortschreibungen der jeweiligen statistischen Ämter oder der Stadtverwaltung selbst.

Jahr Einwohner
1830 5.279
1. Dezember 1875 ¹ 9.592
1. Dezember 1880 ¹ 9.899
1. Dezember 1890 ¹ 9.801
1. Dezember 1910 ¹ 9.482
16. Juni 1933 ¹ 9.176
Jahr Einwohner
17. Mai 1939 ¹ 10.636
29. Oktober 1946 ¹ 5.961
31. August 1950 ¹ 6.506
31. Dezember 1964 ¹ 19.108
1. Januar 1971 ¹ 34.292
31. Dezember 1981 ¹ 52.291
Jahr Einwohner
31. Dezember 1990 49.443
31. Dezember 1995 45.931
31. Dezember 2000 40.634
31. Dezember 2005 37.259
31. Dezember 2010 34.035

¹ Volkszählungsergebnis

  • Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen seit 1875

  • Prognose der Bevölkerungsentwicklung

Kirchen und Religionsgemeinschaften

Politik

Kommunalwahl 2008
Wahlbeteiligung: 40,59 % (+1,54 Pp.)
 %
40
30
20
10
0
35,80 %
23,05 %
13,19 %
8,88 %
5,34 %
5,05 %
3,73 %
4,95 %
50Plus Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel
BfS Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzelf
Sonst.
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2003
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+6,69 %p
+1,82 %p
-7,71 %p
-0,63 %p
+5,34 %p
-7,22 %p
+0,23 %p
+1,49 %p
50Plus Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel
BfS Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzelf
Sonst.
Anmerkungen:
b 2003: PDS
f Bürgerinitiative für Schwedt

Stadtverordnetenversammlung

Fraktionen
Mitglieder

(Stand: 28. September 2008[13])

Bürgermeister

(von 1961 bis 1993: Oberbürgermeister)

  • Mai bis November 1945: Walter Ziegelsdorff
  • 1945 bis 1951: Michael Wolter
  • 1951 bis 1955: Albert Bartel
  • 1955 bis 1961: Erwin Hartmann
  • 1961 bis 1965: Klaus-Dieter Hahn
  • 1965 bis 1968: Hermann Mattscherodt
  • 1968 bis 1979: Klaus-Dieter Hahn
  • 1979 bis 1985: Dr. Manfred Sader
  • 1985 bis 1987: Detlef Klose
  • 1987 bis 1988: Manfred Meier
  • 1988 bis 1990: Detlef Klose
  • 1990 bis 2005: Peter Schauer (SPD)
  • seit 2005: Jürgen Polzehl (SPD)

Wappen

Das Wappen wurde am 20. Mai 1994 genehmigt.

Blasonierung „In Silber über einem Wellenschildfuß mit zwei blauen Wellenbalken auf einem Mauersockel eine rote Burg, an deren zwei seitlichen Rundtürmen jeweils zwei übereinanderliegende offene Fenster und ein beknauftes, mit drei Filialen versehenes Spitzdach angebracht sind; in der bezinnten Verbindungsmauer befindet sich seitlich rechts ein geschlossenes silbernes Tor. Zwischen den Türmen schwebt ein silberner Schild mit einem roten Greifen.“[14]

Flagge

Die Flagge der Stadt Schwedt/Oder ist Rot - Weiß gestreift mit dem mittig aufgelegten Stadtwappen.

Verwaltung

Als einzige Gemeinde Brandenburgs verfügt Schwedt mit der Stadtsparkasse Schwedt über ein eigenes, städtisches Kreditinstitut.[15]

  • Wappen

  • Flagge

Städtepartnerschaften

Seit Dezember 1989 besteht eine Partnerschaft mit der Stadt Leverkusen. Seit Februar 2003 gibt es eine Partnerschaft mit der chinesischen Stadt Ruian (Provinz Zhejiang) und im November 2004 wurde ein Partnerschaftsvertrag mit der im Norden Polens liegenden Stadt Koszalin (Köslin) geschlossen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In der Liste der Baudenkmale in Schwedt/Oder stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Denkmale.

Theater

Theater UBS

Museen

Städtische Museen Schwedt/Oder mit:

  • Stadtmuseum, Jüdenstraße 17
  • Tabakmuseum im Ortsteil Vierraden, Breite Straße 14

Galerien

  • Galerie am Kietz

Bauwerke

  • Kreuzkirche zu Vierraden
  • jüdisches Ritualbad und jüdischer Friedhof
  • Ermelerspeicher (ehemaliger Tabakspeicher, heute Bibliothek)
  • Tabakscheune in Vierraden
  • ehemalige Gasanstalt (später Warmbadeanstalt)

Die Baudenkmäler der Stadt Schwedt/Oder und ihrer Ortsteile sind in dieser Liste zusammengefasst.

  • Berlischky-Pavillon, ehemalige französisch-reformierte Kirche

  • restaurierter Wasserturm

  • Ermelerspeicher, 1836 errichteter Tabakspeicher, heute Bibliothek

Geschichtsdenkmale

Wirtschaft und Infrastruktur

VEB Erdölverarbeitungswerk Schwedt 1970

Wirtschaft

Die Wirtschaft der Stadt wird dominiert von der PCK Raffinerie GmbH, die etwa zehn Prozent der Erdölverarbeitungskapazitäten Deutschlands besitzt. Mit ihr verbunden ist die Mineralölverbundleitung GmbH Schwedt, die das über die Erdölleitung Freundschaft hier ankommende Erdöl aufnimmt und an die PCK Raffinerie sowie die Total Raffinerie Mitteldeutschland GmbH in den Leunawerken weiterleitet.

Papier aus Schwedt für den Zeitungsdruck

Ein weiterer wichtiger Wirtschaftsfaktor ist die Papierindustrie mit den drei Unternehmen Georg Leinfelder GmbH (LEIPA), UPM-Kymmene GmbH und Brandenburger Tapeten Schwedt GmbH. Der Wirtschaftsstandort ist einer von 15 Regionalen Wachstumskernen im Land Brandenburg. Dadurch werden ausgewählte zukunftsorientierte Branchen gefördert.

Verkehrsanbindung

Schwedter Kanalbrücke

Öffentliche Einrichtungen

  • Asklepios Klinikum Uckermark (Schwerpunktversorgung)

Staatliche Einrichtungen

Bildungseinrichtungen

  • Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium
  • Dreiklang-Oberschule
  • Gesamtschule „Talsand“ (mit gymnasialer Oberstufe)
  • Grundschule „Bertolt Brecht“
  • Astrid-Lindgren-Grundschule
  • Erich-Kästner-Grundschule
  • Grundschule „Am Waldrand“
  • Musik- und Kunstschule „J. A. P. Schulz“
  • Oberstufenzentrum Uckermark
  • Allgemeine Förderschule „Am Schloßpark“
  • Förderschule für Geistigbehinderte „Im Odertal“
  • Volkshochschule Schwedt/Oder
  • Evangelische Grundschule Schwedt

Freizeit- und Sportanlagen

  • Kino FilmforUM
  • Freizeit- und Erlebnisbad(FEB)"AquariUM"
  • Bowlingcenter
  • Dirtbikepark
  • Eisarena

Sportvereine

  • BG94 Schwedt (Basketballverein)
  • TSV Blau-Weiss 65 Schwedt e. V.
  • UBV 48 e. V. (Boxverein)
  • Tanzsportclub Schwedt e. V.
  • SSV PCK 90 Schwedt (allg. Sportverein)
  • FC Schwedt 02 (Fußball, Classic-Kegeln)
  • Tischtennisverein Empor Schwedt e. V.
  • Schwedter Hasen (Laufverein)
  • City 76 Schwedt e. V. (Fußball)
  • VfB Schwedt (Frauenfußball)
  • SV Rotation Schwedt (allg.Sportverein)
  • MC Schwedt e. V. (Modellsportverein)
  • Heinersdorfer SV (Fußball, Frauensport)
  • Wassersport PCK Schwedt e. V. (Rudern, Kanusport, Motorbootsport)
  • Eishockey-Verein Schwedter Eisbären e.V.
  • Schützengilde PCK Schwedt(Oder) 1812 e.V.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

Literatur

  • Iris Berndt: Der ehemalige Schwedter Schloßgarten. Stadtverwaltung Schwedt, Schwedt 2005, 68 S. ohne ISBN
  • Philipp Springer: Verbaute Träume. Herrschaft, Stadtentwicklung und Lebensrealität in der sozialistischen Industriestadt Schwedt. Christoph Links Verlag, Berlin 2006, 824 S. ISBN 3-86153-396-0
  • Hans-Jörg Wilke: Schwedt an der Oder. Sutton, Erfurt 2003, 126 S. ISBN 3-89702-593-0
  • Günther Ballentin: Die Zerstörung der Stadt Schwedt/Oder 1945, 576 S., Berlin-Neukölln 2005 (Eigenverlag)
  • Lutz Libert: Schwedt in alten Ansichten, 3 Bände, Zaltbommel/Niederlande 1996, ISBN 90-288-6281-1
  • Liselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil VIII, Uckermark, Weimar 1986, ISBN 3-7400-0042-2
  • Edition Brandenburg: "Einst und Jetzt - Schwedt/Oder", Berlin/Wildeshausen 2010, ISBN 978-3-941092-37-2
  • Chronik der Stadt Schwedt/Oder - in Daten, Dokumenten und Bildern, 2011, ISBN 978-3-00-033298-2

Einzelnachweise

  1. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerung im Land Brandenburg am 31. Dezember 2010 nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden (PDF; 31,71 KB), Stand 31. Dezember 2010. (Hilfe dazu)
  2. Otto Skorzeny: Meine Kommandounternehmen, Limes Verlag, Wiesbaden und München 1977, 3. Aufl., S. 379 ff. ISBN 3-8090-2100-8
  3. Märkische Oderzeitung, "Schwedt war menschenleer", 27. April 2005
  4. Klaus Auerswald: Sonst kommst du nach Schwedt. Bericht eines Militärstrafgefangenen, Greifenverlag Rudolstadt & Berlin, 2010
  5. Rüdiger Wenzke: Ab nach Schwedt! Geschichte des DDR-Militärstrafvollzugs. Christoph-Links-Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3861536383.
  6. ab Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  7. Eingliederung der Gemeinde Kummerow in die Stadt Schwedt/Oder. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 22. Dezember 1997. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 9. Jahrgang, Nummer 2, 22. Januar 1998, S.23
  8. Eingliederung der Gemeinde Zützen in die Stadt Schwedt/Oder. Mitteilung des Ministeriums des Innern vom 11. Juli 2001. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 31, Potsdam, den 1. August 2001, S.550/1 PDF
  9. Eingliederung der Gemeinde Criewen in die Stadt Schwedt/Oder. Mitteilung des Ministeriums des Innern vom 11. Juli 2001. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 31, Potsdam, den 1. August 2001, S.550 PDF
  10. Eingliederung der Gemeinde Stendell in die Stadt Schwedt/Oder. Mitteilung des Ministeriums des Innern vom 28. August 2002. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 13. Jahrgang, 2002, Nummer 39, Potsdam, den 18. September 2002, S.843 PDF
  11. Fünftes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Barnim, Märkisch-Oderland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, Uckermark (5.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003 Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S.82), geändert durch Gesetz vom 01. Juli 2003 (Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr.10, S.187)
  12. Eingliederung der Gemeinde Hohenfelde in die Stadt Schwedt/Oder. Mitteilung des Ministeriums des Innern vom 17. März 2003. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 14. Jahrgang, 2003, Nummer 15, Potsdam, den 16. April 2003, S.417 PDF
  13. "Ergebnisse der Wahl der Stadtverordnetenversammlung Schwedt/Oder"
  14. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  15. https://banking.sparkasse-schwedt.de/portal/portal/StartenIPSTANDARD?IID=17052302&AID=IPSTANDARD&IFLBSERVERID=IF@@062@@IF
  16. Geburtsregister der Stadt Schwedt, Eintrag Nr. 182 vom 1. Juli 1897

Weblinks

 Commons: Schwedt/Oder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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