Als Schweinsbraten (süddeutsch, österreichisch, schweizerisch) bzw. Schweinebraten bezeichnet man gebratene und geschmorte Stücke des Hausschweins. Typische Bratenstücke sind Nacken, Rücken, Schulter und Schinken.
Gewürzt wird, je nach Rezept meist mit Kümmel, Koriander, Majoran und Knoblauch. Das Schmoren geschieht häufig gemeinsam mit Gemüsen wie Karotten, Sellerie, Petersilienwurzeln und Zwiebeln. Für die Variante Krustenbraten wird der Braten im Backofen geschmort, bis die Schwarte knusprig ist.
Schweinsbraten zählt zu den traditionellen Gerichten der bayerischen Küche. Die für die bayerische Version typische Sauce entsteht durch Zugabe von Fleischbrühe und Dunkelbier. Serviert wird er warm meist mit Rotkohl (Blaukraut), Sauerkraut oder Krautsalat und Semmel- oder Kartoffelknödeln, kalt hingegen mit frisch geriebenem Meerrettich (Kren) und Brot. Schweinsbraten gehört zum Standardangebot der bayerischen Gastronomie, sowohl in gutbürgerlichen Restaurants als auch in Gasthäusern mit einfacher Küche.
Der Braten wird meist kräftig mit Kümmel und Knoblauch gewürzt und mit Sauerkraut oder Krautsalat und Semmelknödel – im Waldviertel mit Erdäpfelknödel – serviert. Als seltenere Variante werden Kartoffeln als Beilage gegeben, die gemeinsam mit dem Fleisch im Rohr gegart werden.
Schweinebraten, auf tschechisch Vepřová pečeně oder im Volksmund Vepřo-knedlo-zélo (d.h. Schweinefleisch-Knödel-Kraut), in Nordböhmen Knedlo-vepřo-zelo, gilt als das böhmische beziehungsweise tschechische Nationalgericht schlechthin. Die Zubereitung erfolgt ähnlich wie in Österreich.
In Schlesien wird Schweinebraten häufig vor Zubereitung für 3-4 Tage in einer Knoblauch-Zwiebel-Salz-Pfeffer-Marinade mit Lorbeerblättern eingelegt, bevor er zubereitet wird.
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