Dienstag, 29. Mai 2012

Themen


Sender Donnersberg

Der Sender Donnersberg liegt auf dem höchsten Berg der Pfalz, dem Donnersberg im Nordpfälzer Bergland. Eigentümer des Fernmeldeturms ist der Südwestrundfunk (ehemals: Südwestfunk).

Überblick

Der Sender Donnersberg dient als Grundnetzsender für UKW-Rundfunk und Fernsehen und versorgt große Teile der Pfalz (ohne Südpfalz), die Nahe-Region, Rheinhessen, den Rhein-Neckar-Raum sowie das Rheintal zwischen Speyer / Bruchsal und Wiesbaden.

Er wurde 1961 auf dem Donnersberggipfel (Höhe: 670,52 m ü. NN) nahe dem Ludwigsturm in Stahlbetonbauweise errichtet und war ursprünglich 207,04 m hoch. Nach der Umstellung auf DVB-T beträgt die Höhe seit dem 12. Oktober 2007 nur noch 204,82 m, bis zu dieser Umstellung diente er außerdem als Muttersender für eine größere Zahl von unbemannten Fernseh-Füllsendern.

Der für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Turm wurde zu einem weithin sichtbaren Wahrzeichen des Donnersbergs.

Der Sendeturm ist nach dem Sender Kettrichhof das zweithöchste Bauwerk in der Pfalz. In unmittelbarer Nähe wurde nach dem Zweiten Weltkrieg für die U.S. Army die größte Funkstation Westeuropas erstellt, die insbesondere in den Zeiten des Kalten Krieges eine überragende Bedeutung zur Verbindung in die USA hatte.

Technische Daten

Sender Donnersberg
Fußseite des Senders Donnersberg

Die Stockwerkverteilung war in den Anfangsjahren wie folgt[1] (es ist davon auszugehen, dass diese heute noch so ähnlich sein wird):

Erdgeschoss: Netzversorgung, Notstromaggregat, Lüfteranlage, Werkstatt
  1. Obergeschoss: Senderräume FS-Programme, Kontrollraum
  2. Obergeschoss: Büro, Aufenthaltsraum, Küche, Lager, Werkstatt
  3. Obergeschoss: Wohnschlafräume für Personal
  4. Obergeschoss: Wohnung des Senderleiters
  5. Obergeschoss: Richtfunkstelle der D.B.P. (Programmzubringer)
  6. Obergeschoss: UKW-Sender

Frequenzen und Programme

Analoges Radio (UKW)

Beim Antennendiagramm sind im Falle gerichteter Strahlung die Hauptstrahlrichtungen in Grad angegeben.

Frequenz (MHz) Programm RDS PS RDS PI Regionalisierung ERP (kW) Antennendiagrammrund (ND)/gerichtet (D) Polarisationhorizontal (H)/vertikal (V)
99,1 SWR1 Rheinland-Pfalz SWR1_RP_ D3A1 60 ND H
92,0 SWR2 __SWR2__ D3A2 Rheinland-Pfalz 60 ND H
101,1 SWR3 __SWR3__ D3A3 Rheinland-Pfalz/Köln 60 ND H
105,6 SWR4 Rheinland-Pfalz SWR4_KL_ D7A4 Radio Kaiserslautern 60 ND H

Digitales Radio (DAB+)

Seit dem 14. Dezember 2011 wird das Digitalradio (DAB+) in vertikaler Polarisation und im Gleichwellenbetrieb mit anderen Sendern ausgestrahlt.

Block Programme ERP (kW) Gleichwellennetz (SFN)
11A  Rheinland- Pfalz 1  (D__00217) DAB+-Multiplex der Digital Radio Südwest: 0,5  gepl. 1 Donnersberg, Linz, Haardtkopf, Kaiserslautern, Koblenz, Mainz-Kastel, Trier, Weinbiet

Digitales Fernsehen (DVB-T)

Der Fernmeldeturm wurde am 4. Dezember 2007 von analoger Ausstrahlung auf DVB-T umgestellt. Bereits am 12. Oktober 2007 war zu diesem Zweck die bisherige Fernsehantenne durch eine DVB-T-taugliche Antenne ersetzt worden. Die heutigen digitalen Ausstrahlungen laufen im Gleichwellenbetrieb (Single Frequency Network) mit anderen Sendestandorten.

Kanal Frequenz (MHz) Multiplex Programme ERP (kW) Antennen- diagrammrund (ND)/ gerichtet (D) Polarisationhorizontal (H)/ vertikal (V) Modulations- verfahren FEC Guard- intervall Bitrate (MBit/s) SFN
57 762 ARD Digital (SWR) 50 ND H 16-QAM  (8-k-Modus) 2/3 1/4 13,27 Donnersberg, Kaiserslautern-Dansenberg
44 658 ARD regional  (SWR)  Rheinland-Pfalz 50 ND H 16-QAM  (8-k-Modus) 2/3 1/4 13,27 Donnersberg, Göttelborner Höhe, Kettrichhof (Pirmasens), Weinbiet, Kaiserslautern-Dansenberg
30 546 ZDFmobil 50 ND H 16-QAM  (8-k-Modus) 2/3 1/4 13,27 Donnersberg, Schoksberg (Saarbrücken), Göttelborner Höhe, Haardtkopf (Hunsrück), Kaiserslautern-Dansenberg, Kettrichhof, Scharteberg (Eifel Daun), Petrisberg (Trier), Saarburg (Ockfen-Geisberg)

Meist ist der Empfang von DVB-T aus dem hessischen Rhein-Main-Gebiet auch gut möglich. Von dort kommen die Privatsendergruppen RTL Group und ProSiebenSat.1 Media, sowie ein gemischter Privatmultiplex, der auch Tele 5 enthält. Eine vertikal auf den Standort Großer Feldberg im Taunus ausgerichtete Dachantenne ist diesbezüglich die beste Lösung. Zimmer- bzw. Außenantennenempfang ist in günstigen Lagen eventuell aber auch möglich. Zu beachten ist bei Nutzung von Dachantennen, dass sowohl im Band III VHF, wie auch im Band IV/V UHF gesendet wird. Somit besteht entweder die Möglichkeit, eine Kombiantenne Band III VHF/Band IV/V UHF oder zwei verschiedene, für die jeweiligen Bereiche geeignete Antennen in vertikaler Polarisation am Antennenmast zu montieren. Nach der Verlagerung des momentan in Band III VHF sendenden DVB-T Multiplex ARD regional hr Rhein-Main nach Band IV/V UHF bis Juli 2009 ist über Band III VHF mit der gesetzten Antenne dann auch DAB Radio Empfang möglich.

Am 4. Dezember 2007 ging dann der ehemals auf dem Donnersberg genutzte Kanal E37 an den Hessischen Rundfunk, der damit das Rhein-Main-Gebiet und Südhessen mit dem ARD national hr Multiplex (Das Erste (hr), hr-Fernsehen, arte/EinsFestival) digital versorgt. Der SWR erhielt im Gegenzug den Kanal E57, der zuvor im Rhein-Main-Gebiet an den Standorten Großer Feldberg (Taunus), Europaturm (Frankfurt am Main) und auf der Hohen Wurzel (Taunus) mit eben diesem Multiplex in Betrieb war.

Ehemaliges Analoges Fernsehen (PAL)

Vor dem 4. Dezember 2007 liefen hier:

Kanal Frequenz (MHz) Programm ERP(kW) Antennendiagrammrund (ND)/ gerichtet (D) Polarisationhorizontal (H)/ vertikal (V)
10 210,25 Das Erste (SWR) 100 D H
37 599,25 ZDF 250 ND H
60 783,25 SWR Fernsehen Rheinland-Pfalz 250 ND H

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Informationen stammen von einer Tafel am Sender

Weblinks

 Commons: Donnersberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Diese Seite wurde zuletzt am 14. Mai 2012 um 21:06 Uhr geändert.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Sender_Donnersberg aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

TOP



TOP