Der Sender Eifel ist eine Sendeeinrichtung des Südwestrundfunks für UKW-Hörfunk und Fernsehen bei Kirchweiler in der Eifel. Der 302 Meter hohe abgespannte Stahlfachwerkmast befindet sich auf dem Scharteberg im Landkreis Vulkaneifel und ersetzte 1985 einen älteren, 160 Meter hohen, abgespannten Mast. Der Neubau wurde erforderlich, da die vom alten Mast gesendeten Programme in abgeschatteten Tälern der Eifel nicht die erforderliche Signalstärke für störungsfreien Empfang erreichten.
Die unteren 20 Meter des Masts wurden mithilfe eines kleinen Krans errichtet, die Mastelemente in Höhen zwischen 20 Metern und 100 Metern unter Benutzung eines Kranwagens. Für die höheren Mastelemente kam ein Derrickkran zum Einsatz.
Der Mast ist zusammengesetzt aus einem 288 Meter hohen, abgespannten, Stahlgittermast mit einer Seitenlänge von 2,1 Meter und einem 14 Meter hohen GFK-Zylinder an der Spitze, der für die Aufnahme von UHF-Fernsehantennen ausgelegt ist. Das Gesamtgewicht beträgt 204 Tonnen. Der Mast wird auf vier Ebenen abgespannt: 57 Meter, 123 Meter, 195 Meter und 273 Meter über dem Erdboden. Er besitzt einen Aufzug, der bis 281 Meter Höhe fahren kann. Als Flugwarnlichter sind 20 rote Neonlampen und zwei blinkende Leuchten mit 1000-Watt-Lampen installiert.
Der Sendemast ist das höchste Bauwerk in Rheinland-Pfalz und weithin sichtbar.
| Frequenz (MHz) | Programm | RDS PS | RDS PI | Regionalisierung | ERP (kW) | Antennendiagrammrund (ND)/gerichtet (D) | Polarisationhorizontal (H)/vertikal (V) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 91,1 | SWR1 Rheinland-Pfalz | SWR1_RP_ | D3A1 | – | 8 | ND | H |
| 98,5 | SWR3 | __SWR3__ | D3A3 | Rheinland-Pfalz/Köln | 8 | ND | H |
| 93,6 | SWR4 Rheinland-Pfalz | SWR4_TR_ | DCA4 | Radio Trier | 8 | ND | H |
| 102,1 | RPR1. | RPR1._TR, _RPR1.__ | D5A8 (regional), D3A8 | Eifel-Saar-Mosel | 20 | ND | H |
| 106,6 | bigFM | _big_FM_ | D3A9 | Rheinland-Pfalz | 9,5 | ND | H |
Das Digitalradio (DAB+) wird in vertikaler Polarisation und im Gleichwellenbetrieb mit anderen Sendern ausgestrahlt.
Seit dem 12. November 2008 wird vom Sender Eifel das digitale Antennenfernsehen (DVB-T) mit drei öffentlich-rechtlichen Multiplex-Kanälen abgestrahlt. Die digitalen Ausstrahlungen laufen im Gleichwellenbetrieb (Single Frequency Network) mit anderen Sendestandorten.
| Kanal | Frequenz(MHz) | Multiplex | Programme im Multiplex[1] | ERP(kW) | Antennen- diagrammrund (ND)/ gerichtet (D) | Polarisationhorizontal (H)/ vertikal (V) | Modulations- verfahren | FEC | Guard- intervall | Bitrate(MBit/s) | SFN |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| E46 | 674 | ARD national (SWR) | 50 | D | H | 16-QAM (8-k-Modus) | 2/3 | 1/4 | 13,27 | Scharteberg (Eifel-Daun), Petrisberg (Trier), Haardtkopf (Hunsrück), Geisberg (Saarburg-Ockfen) | |
| E48 | 690 | ARD regional (SWR) Rheinland-Pfalz | 50 | D | H | 16-QAM (8-k-Modus) | 2/3 | 1/4 | 13,27 | Scharteberg (Eifel-Daun), Petrisberg, Haardtkopf, Geisberg | |
| E30 | 546 | ZDFmobil |
|
50 | D | H | 16-QAM (8-k-Modus) | 2/3 | 1/4 | 13,27 | Scharteberg (Eifel-Daun), Petrisberg, Haardtkopf, Geisberg, Schoksberg (Saarbrücken), Göttelborner Höhe, Kettrichhof (Pirmasens), Donnersberg (Pfälzer Wald), Kaiserslautern-Dansenberg 1) |
1) Es ist möglich, dass es Standorte gibt, die auf Kanal 30 sowohl Signale vom Sender Eifel als auch vom Sender Nordhelle (Ebbegebirge) empfangen. Die Sender sind deshalb synchronisiert, bilden jedoch kein SFN, da dazwischen das ZDF-Programm auf einer anderen Frequenz (Kanal 28) gesendet wird. Der Sender Giersberg (Siegen) wird geografisch abgeschirmt, ebenso die Sendeanlage auf dem Brocken, welche nur Richtung Osten auf Kanal 30 sendet.
Vor der Umstellung auf DVB-T liefen hier die folgenden analogen TV-Sender:
| Kanal | Frequenz (MHz) | Programm | ERP(kW) | Antennendiagrammrund (ND)/ gerichtet (D) | Polarisationhorizontal (H)/ vertikal (V) |
|---|---|---|---|---|---|
| 23 | 487,25 | Das Erste (SWR) | 20 | ND | H |
50.2186111111116.7505555555556
Koordinaten: 50° 13′ 7″ N, 6° 45′ 2″ O
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