| Senftenberger See | ||
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| Blick vom Aussichtsturm auf den See und die Insel | ||
| Geographische Lage | Landkreis Oberspreewald-Lausitz | |
| Zuflüsse | Schwarze Elster | |
| Abfluss | Schwarze Elster | |
| Orte am Ufer | Senftenberg | |
| Daten | ||
| Koordinaten | 51° 30′ 0″ N, 14° 1′ 0″ O51.514.01666666666799.0 Koordinaten: 51° 30′ 0″ N, 14° 1′ 0″ O |
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| Höhe über Meeresspiegel | 99 m | |
| Fläche | 13,00 km² | |
| Maximale Tiefe | 25 Meter | |
| Besonderheiten |
künstlich angelegter See, sehr hohe Wasserqualität |
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Der Senftenberger See, früher auch Speicherbecken Niemtsch, liegt im Lausitzer Seenland, einer künstlich geschaffenen Seenkette. Der See befindet sich an der Grenze von Nieder- und Oberlausitz zwischen der südbrandenburgischen Stadt Senftenberg und deren Ortsteilen Niemtsch und Großkoschen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Der Senftenberger See gehört mit einer Fläche von 1300 Hektar zu den größten künstlich angelegten Seen Deutschlands.
Der See entstand durch die Flutung des ehemaligen Braunkohle-Tagebau Niemtsch von der Schwarzen Elster aus in der Zeit vom 15. November 1967 bis November 1972.
Die Flutungsmenge betrug anfänglich bis zu 60 Kubikmeter pro Minute. Um die Flutungszeit zu verkürzen, wurde 40 Meter von der ersten Flutungsstelle entfernt ein weiterer Düker mit offenem Gerinne im Mai 1968 in Betrieb genommen. So konnte auch Schmelz- und Regenwasser aufgenommen und die Flutungsmenge auf bis zu 140 Kubikmeter Wasser pro Minute erhöht werden.[1]
Seit der Inbetriebnahme des ersten Strandabschnittes im Jahre 1973 erfreut sich der See großer Beliebtheit bei Urlaubern, Badegästen, Surfern und Seglern. Von insgesamt 18 Kilometern Uferlänge sind 7 Kilometer als Badestrand ausgewiesen. Nach 1990 wurden in weiten Abschnitten Uferbefestigungen durchgeführt, da durch den veränderlichen Wasserstand große Teile des Steilufers abzurutschen drohten. Die Tiefe des Sees betrug zu Anfang 40 Meter, neuere Messungen fanden keine tieferen Stellen als 25 Meter mehr.
Seit Dezember 2010 wird in Senftenberg ein Stadthafen gebaut. Fertigstellung ist Ende 2012. [2]
Die Badewasserqualität wird regelmäßig von unabhängigen Organisationen überwacht. Das Wasser ist so klar, dass man unter günstigen Umständen bis in eine Tiefe von 5 m sehen kann. Der See ist aufgrund seines Fischreichtums (Zander, Hecht, Barsch, Aal, Karpfen, Plötze und Wels) auch ein beliebtes Angelrevier. Problematisch war über lange Zeit der stellenweise saure pH-Wert des Seewassers. Bedingt wird dies durch die allmähliche Zersetzung von eisensulfidhaltigem Abraum zu Schwefelsäure und Sulfaten. Aufgrund der ständigen Verdünnung mit Frischwasser aus der Schwarzen Elster sind davon heute nur noch wenige Stellen im Naturschutzgebiet und der Südsee betroffen.[3] Der Senftenberger See ist seit November 2007 ein schiffbares Gewässer und darf motorisiert (max. 12 km/h) befahren werden.
Im See gibt es eine 250 Hektar große, ebenfalls künstlich angelegte, bewaldete Insel, die 1981 zum Naturschutzgebiet erklärt wurde und wegen der hohen Rutschungsgefahr nicht betreten werden darf. Sie besteht aus aufgeschüttetem Abraum vom ehemaligen Tagebau.
Die verkehrsgünstige Lage sorgt dafür, dass der Senftenberger See insbesondere bei Gästen aus Sachsen sehr beliebt ist. Die Fahrzeit von Dresden zum Senftenberger See über die Bundesautobahn 13 beträgt weniger als eine Stunde.
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