Die Shahab 3 ist eine einstufige Mittelstreckenrakete, die in den 1990er-Jahren im Iran entwickelt wurde. Sie basiert auf der nordkoreanischen Rakete Nodong-1.
Anfangs der 1990er Jahre begann man im Iran mit nordkoreanischer Hilfe mit der Entwicklung der Shahab 3 Rakete. Vermutlich wurden auch mehrere Nodong-1 Raketen aus Nordkorea über Pakistan in den Iran gebracht. Der erste Teststart erfolgte am 22. Juli 1998 und inzwischen sollen etwa 150 Stück in Dienst gestellt worden sein[1]. Die pakistanische Ghauri Mittelstreckenrakete ist nahezu baugleich mit der Shahab 3.[2]
Im September 2007 wurde die Ghadr enthüllt. Hierbei könnte es sich um eine Weiterentwicklung von Shahab 3 handeln, jedoch mit einer Reichweite von nun 1.800 km.
Iranischen Angaben vom Oktober 2004 zufolge wurden verbesserte Versionen der Rakete entwickelt (vereinzelt Shahab 4 genannt), die eine Reichweite von 1900 km erreichen, also Sprengköpfe (mit einer Masse von 500 kg) bis nach Europa befördern können. Die Treffergenauigkeit (CEP) ist unter Experten umstritten. Während einige von ca. 190 m sprechen, halten andere 1 - 2 km für realistischer.
Am 16. August 2008 um 19:32 UTC versuchte der Iran nach eigenen Angaben mit einer modifizieren Shahab 3 seinen ersten eigenen Satelliten "Safir-e Omid" (Hoffnung) von dem südlich von Semnan gelegenen Testgebiet in der Wüste von Dascht-e-Kawir in den Erdorbit zu bringen. Der Start scheiterte jedoch durch eine Explosion der 2. Stufe in 152 km Höhe.[1]
| Kenngröße | Daten |
|---|---|
| Reichweite | Shahab 3: 1200 km |
| Länge | 15,9 m |
| Durchmesser | 1,25 m |
| Leergewicht | 1.780 - 2.180 kg |
| Startgewicht | 15.852 - 16.250 kg |
| Brenndauer | 110 s |
| Antrieb | einstufig, Flüssigtreibstoff |
| Treibstoff | TM-185: 80 % Kerosin, 20 % Benzin |
| Oxidator | AK-27I: 27 % N2O2, 73 % HNO3 |
| Gefechtskopf | 700-1.200 kg |
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