Dienstag, 29. Mai 2012

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Sidecar (Cocktail)

Ein Sidecar im Cocktailglas mit Orangenscheibe.

Sidecar ist ein klassischer Cocktail. David A. Embury nennt ihn in seinem Standardwerk The Fine Art of Mixing Drinks (1948) unter seinen sechs Grundcocktails. Er gilt als Abwandlung der Brandy Daisy aus Weinbrand, Chartreuse und Zitronensaft und wurde, da die ersten schriftlich fixierten Rezepte aus den frühen 1920ern stammen, vermutlich in der Zeit des Ersten Weltkriegs erfunden.

Anders als Embury, der die Erfindung des Cocktails einem US-amerikanischen Hauptmann in Paris zuschreibt – der Name beziehe sich auf das Motorradgespann des Soldaten –, nennt Harry MacElhone in den ersten Ausgaben seines Buchs Harry’s ABC of Mixing Cocktails (1922) einen Pat MacGarry aus Buck’s Club in London als Erfinder des Sidecars, in späteren Auflagen taucht der Name jedoch nicht mehr auf. Robert Vermiere nennt den gleichen Namen (Cocktails and How to Mix Them, 1922).

Bei Remarque taucht der Sidecar als geläufiger Begriff auf, der Name wird hier nicht erläutert.

Ein Sidecar besteht aus Weinbrand, Cointreau und Zitronensaft, in gleichen Mengen oder auch je nach Rezept auch stark abgewandeltem Mischungsverhältnis mit Eis geschüttelt. Als french school Sidecar gilt einer, bei dem Cognac verwendet wird. Eine „englische Schule“ erwähnt das „Savoy Cocktail Book“ von 1930: hier wird die doppelte Menge Cognac verwendet. In weiteren Versionen wird Armagnac verwendet oder Cointreau mit einem anderen Triple Sec Curaçao ersetzt.

Spätestens seit den 1930ern ist auch das Servieren von Sidecars in Gläsern mit Zuckerrand („Sidecar Up“) belegt[1]. Als Garnitur kann außerdem ein Stück Zitrone oder Zitronenschale verwendet werden.

Einzelnachweise

  1. Burke: Complete Cocktail & Drinking Recipes (1934) u. a.
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