Dienstag, 29. Mai 2012

Themen


Simon Wiesenthal Center

Simon Wiesenthal Center in Los Angeles

Das Simon Wiesenthal Center, ist eine internationale Menschenrechtsorganisation mit Hauptsitz in Los Angeles. Es wurde 1977 gegründet und ist nach Simon Wiesenthal benannt, es setzt sich hauptsächlich mit der Thematik des Holocausts auseinander.

Standorte

Der Hauptsitz des Simon Wiesenthal Centers ist in Los Angeles. Weitere Standorte sind New York, Miami, Jerusalem, Paris und Buenos Aires.

Tätigkeiten

Es verfolgt das Ziel, Toleranz und Verständnis gegenüber Mitmenschen in der heutigen Zeit zu bewahren, was durch aktives Einbeziehen der Gesellschaft und deren Aufklärung und Bildung erreicht werden soll. Das Simon Wiesenthal Center beschäftigt sich mit Rassismus, Antisemitismus, Terrorismus und Völkermord. Das Zentrum ist sowohl in den Vereinten Nationen als auch bei der UNESCO als Nichtregierungsorganisation (NRO) zugelassen.

Seit der Gründung des Simon Wiesenthal Centers 1977 findet eine kontinuierliche Kommunikation mit sowohl privaten als auch öffentlichen Einrichtungen, u. a. mit der US-amerikanischen Regierung und anderen Regierungen statt.

Mit der Kampagne Operation Last Chance wird versucht, noch gesuchte NS-Kriegsverbrecher der Justiz zuzuführen.

Im Simon Wiesenthal Center und dem dazugehörigen Museum der Toleranz kann ein österreichischer Gedenkdienst abgeleistet werden.

Leitung

Gründer und Leiter des Zentrums ist der Rabbiner Marvin Hier, sein Stellvertreter ist Rabbi Abraham Cooper. Der derzeitige Geschäftsführer ist Rabbi Meyer H. May.

Bibliothek und Archiv

Die Bibliothek des Zentrums in Los Angeles umfasst eine Sammlung von ungefähr 50.000 Bänden und Artikeln. Ferner sind im Archiv Bilder, Tagebücher, Briefe, Artefakte, Vorlagen und seltene Bücher zu finden, welche für Forscher, Studenten und andere zugänglich sind. Eine große Anzahl der Dokumente ist online einsehbar (auf der Website unter Museum of Tolerance, Multimedia Learning Center, Special Collections).

Liste der meistgesuchten Nazi-Kriegsverbrecher

Mit Stand 27.05.2012:[1]

  1. Ladislaus Csizsik-Csatary, ungarischer Polizeioffizier.
  2. Gerhard Sommer, ehemaliger SS-Untersturmführer der 16. SS-Panzergrenadier-Division "Reichsführer-SS", der am 12. August 1944 im Massaker von 560 Zivilisten im italienischen Dorf Sant'Anna di Stazzema involviert war.
  3. Wladimir Katriuk, soll am 22. März 1943 am Massaker von Khatyn (Weißrussland) aktiv teilgenommen haben, weist jedoch alle Vorwürfe der Involvierung in Kriegsverbrechen zurück.
  4. Karoly (Charles) Zentai, beteiligt an Mord und Verfolgung der Budapester Juden 1944.
  5. Soeren Kam, ehemaliges SS-Mitglied. Wurde in Dänemark angeklagt, ein Gericht in Bayern lehnte die Auslieferung ab.
  6. Iwan Kalymon, diente in der Ukrainischen Hilfspolizei während des Zweiten Weltkriegs und soll 1942 bei der Deportation von Juden aus Lemberg (heute: Lviv) einen Juden erschossen haben; leugnet die Tat ab.
  7. Algimantas Dailide, nahm Juden für SS und Litauische Kollaborateure fest.
  8. Mikhail Gorshkow, ehem. Dolmetscher der Gestapo. Soll beteiligt am Mord von Juden aus Slutzk/Weißrussland sein; im Oktober 2011 für unschuldig erklärt.
  9. Helmut Oberlander, beim Einmarsch der deutschen Truppen in die Ukraine 1941 Dolmetscher für das Einsatzkommando 10A, welches für die Vernichtung "unerwünschter" Personen (Juden, Sinti und Roma) verantwortlich war.

Zusätzlich Dr. Aribert Heim und Alois Brunner.

Die Nr. 2 auf der Liste des SWC vom 1. April 2012 Klaas Carel Faber ist am 24.05.2012 gestorben.

Kritik

Das SWC kam vor allem Ende 2005 bei der jüdischen Gemeinde Venezuelas in die Kritik, als es dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez antisemitische Äußerungen vorwarf, weil dieser behauptete, „die Nachkommen derer, die Christus kreuzigten (…), haben sich die Reichtümer der Welt zu eigen gemacht“. Das SWC ging davon aus, dass hiermit die Juden gemeint waren.[2] Juden enorme Macht und Reichtum zuzusprechen, ist ein häufiges antisemitisches Klischee. Die jüdische Gemeinde Venezuelas wies dies kurz darauf zurück, da das SWC die Äußerungen von Chávez zum wiederholten Mal sinnentstellend verkürzt wiedergegeben habe. [3]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http:http://www.wiesenthal.com/atf/cf/%7B54d385e6-f1b9-4e9f-8e94-890c3e6dd277%7D/ANNUAL%20STATUS%20REPORT%20ON%20THE%20WORLDWIDE%20INVESTIGATION%20AND%20PROSECUTION%20OF%20NAZI%20WAR%20CRIMINALS.PDF
  2. SWC News Items
  3. Venezuela's Jews Defend Leftist President in Flap Over Remarks, 12. Januar 2006

34.053888888889-118.40194444444
Koordinaten:
34° 3′ 14″ N, 118° 24′ 7″ W

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Diese Seite wurde zuletzt am 28. Mai 2012 um 17:22 Uhr geändert.

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