Die Sozialistische Politik (SoPo) war eine sozialistische Zeitschrift für Politikwissenschaft und Sozialwissenschaften, welche zwischen April 1969 und Dezember 1978 in West-Berlin erschien.
Die SoPo ging aus den Vorgängerpublikationen Der Politologe und Berliner Zeitschrift für Politologie hervor. Im Auftrag des Fachschaftsrates Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut herausgegeben, wurde die Zeitschrift durch ihre strömungsübergreifende Redaktion zum wichtigen Diskussionsorgan der unabhängigen sozialistischen Linken. So schrieben zahlreiche Autoren der damaligen „Neuen Linken“ wie Elmar Altvater, Christel Neusüß, Bernd Rabehl, Freerk Huisken, Bassam Tibi und Ossip K. Flechtheim für die SoPo.
1971 gelang der marxistisch-leninistischen Redaktionsminderheit ein Putsch, indem sie sich die Namensrechte an der Zeitung heimlich sicherte. Den neuen, der DKP und SEW nahestehenden Kurs[1] des formell die Zeitschrift besitzenden Redaktionskollektives um Joachim Bischoff und Heinz Bierbaum trug die undogmatische Mehrheit erwartungsgemäß nicht mit und gründete als Gegenprojekt die heute noch existierende Zeitschrift Probleme des Klassenkampfs - Zeitschrift für politische Ökonomie und sozialistische Politik (PROKLA).[2]
Die SoPo verlor im Zuge des neuen, die Zeitschrift ab der 11. Ausgabe 1971 prägenden Kurses jedoch umgehend ihre Rolle als Begegnungsmedium unterschiedlicher linker Positionen, schuf sich aber im Umfeld von DKP, SEW und den K-Gruppen eine neue Leserschaft. Im Dezember 1978 wurde die SoPo nach insgesamt 46 Ausgaben eingestellt.
In der SoPo wurde das Minihandbuch des Stadtguerilleros des brasilianischen Revolutionärs Carlos Marighella erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht.
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