| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel | Speed 2 – Cruise Control |
| Originaltitel | Speed 2: Cruise Control |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1997 |
| Länge | 125 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Stab | |
| Regie | Jan de Bont |
| Drehbuch | Randall McCormick,Jeff Nathanson |
| Produktion | Jan de Bont, Steve Perry, Michael Peyser |
| Musik | Mark Mancina |
| Kamera | Jack N. Green |
| Schnitt | Alan Cody |
| Besetzung | |
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Speed 2 – Cruise Control ist ein US-amerikanischer Actionfilm aus dem Jahr 1997 von Regisseur Jan de Bont mit Sandra Bullock in der Hauptrolle. Der Film stellt die Fortsetzung von Speed aus dem Jahr 1994 dar.
Der Polizist Alex Shaw liefert sich in Los Angeles auf einem Motorrad eine wilde Verfolgungsjagd mit einem Lieferwagen voller gestohlener Waren. Zur gleichen Zeit führt seine Freundin Annie eine Fahrprüfung durch um ihren entzogenen Führerschein zurückzubekommen. Alex und Annie treffen aufeinander, als Annie einen Polizeiwagen rammt und durch die Prüfung fällt. Annie und Alex sind seit sieben Monaten zusammen und haben heute ihren Jubiläumstag, doch Annie ist sauer auf Alex, da sie jetzt erst erfährt, dass er Mitglied einer Spezialeinheit ist und nicht ein einfacher Polizist am Strand von Venice Beach, der nur harmlose Fahrrad-Patrouillen macht. Nachdem sie sich von ihrem letzten Freund, dem Polizisten Jack getrennt hatte, wollte sie nie wieder mit jemandem etwas anfangen, der einen gefährlichen Beruf hat. Alex hat für ihren Jubiläumstag bereits eine Kreuzfahrt in die Karibik gebucht und so fahren beide zur Versöhnung in den Urlaub. Annie weiß nicht, dass Alex dabei auch vorhat, ihr auf dieser Kreuzfahrt einen Heiratsantrag zu machen.
Zu den Gästen des Schiffs Seabourn Legend gehört auch John Geiger, der ein computergestütztes Autopiloten-System für Kreuzfahrtschiffe entwickelte, aber entlassen wurde, als er berufsbedingt erkrankte. Er hat nur noch wenige Jahre zu leben und sinnt nun auf Rache: So will er das Schiff zerstören und vorher den wertvollen Schmuck vom Schiff stehlen. Geiger übernimmt per Fernsteuerung die Kontrolle über das Schiff und wirft den Kapitän über Bord.
Telefonisch erklärt er dem Ersten Offizier Juliano, dass der Kapitän tot ist und er nun die Befehlsgewalt über das Schiff hat. Er droht ihm, dass er das Schiff mit den Passagieren zerstören wird, sollte er nicht eine sofortige Evakuierung des Schiffs veranlassen, welche innerhalb von 15 Minuten abgeschlossen sein muss. Er gibt seiner Forderung dadurch Nachdruck, dass er auf den Computeranzeigen des Schiffs an verschiedenen Stellen Brände meldet. Juliano weiß nicht, dass diese Brände nicht wirklich existieren, sondern von Geiger nur vorgetäuscht wurden.
Den meisten Gästen gelingt die Flucht vom Schiff, doch ein paar können nicht mehr entkommen, darunter auch Annie und Alex. Geiger nutzt das Chaos in der Zwischenzeit und räumt den Schmuck aus dem Tresorraum des Schiffs. Wie es aussieht, steuert das Schiff nun auf Kollisionskurs auf die Insel St. Martin zu. Alex lässt die Wasserballast-Tanks fluten um das Schiff zu verlangsamen und vom Kurs abzubringen. Das Kursziel des Schiffs ist allerdings nicht die Insel, sondern der vor der Insel ankernde Öltanker Eindhoven Lion.
Geiger flüchtet auf einem Motorboot und nimmt Annie als Geisel mit. Über die Bugstrahlruder kann Alex den Kurs des Schiffs im letzten Augenblick so ändern, dass das Kreuzfahrtschiff den Tanker nur streift. Es steuert allerdings in die Richtung einer Hafenstadt auf der Insel und fährt auf die Küste, wo es inmitten der Hafenstadt erst stoppt, nachdem es den Hafensteg und zahlreiche Häuser zerstört hat.
Geiger, der Annie noch immer in seiner Gewalt hat, flieht mit einem Flugzeug. Doch Alex schafft es, sie zu befreien. Der Flieger verfängt sich an einem Mast des Tankers. Als das Flugzeug daraufhin mit dem Tanker in die Luft fliegt, stirbt Geiger in der Explosion.
Alex macht Annie einen Heiratsantrag und sie nimmt ihn an. Zurück in Los Angeles besteht Annie schließlich auch ihre Fahrprüfung
„Im Stil seines Vorgängers Speed (1994) setzt der Film den Schwerpunkt nicht auf die Handlung, sondern auf eine äußere Bewegung, die sich fortpflanzt: auf verschiedene Fortbewegungsmittel, die Menschen und selbst die Kamera. Nur andeutungsweise eine ironisch zu verstehende Zerstörungsorgie gegen Luxusgüter, tendiert der Film am Ende zur reinen Materialschlacht und verliert dadurch viel an Unterhaltungswert. “
– Lexikon des Internationalen Films[2]
„Jan de Bont bemüht jamesbondige Gimmicks (Minicomputer in Golfschlägerköpfen) und viele technische Manöver, um den niedrigeren Speed-Kitzel auszugleichen. Die rechte Fahrt kommt trotzdem nicht auf. Mäßig gespannt sieht man beim Katz-und-Maus-Spiel zwischen Dafoe und seinen Gegenspielern an Bord zu. Erst zum Schluß hat de Bont das Schiff dort, wo es hingehört: Außer Kontrolle, schmirgelt es zuerst an einem anderen Riesenkahn entlang und schiebt sich schließlich mit vollem Rumpf halb in ein Hafenstädtchen hinein. Da kommt die katastrophische Augenlust voll zum Zug weshalb der Regisseur den zerstörerischen Einlauf auch so lang dehnt, wie es ihm die fortgeschrittene Feinschnittkunst gerade noch gestattet. “
„Die Fortsetzung mag wegen des Erfolgs unvermeidlich gewesen sein, doch sie muß ohne den Herzbuben Keanu Reeves auskommen und auch ohne den cleveren Autor Graham Yost. So hat Regisseur Jan den Bont selbst eine neue Story ausgeheckt, die als Super-Bombenleger, o je, o je, wieder mal einen größenwahnsinnigen Computerfreak aufbietet und als Schauplatz einen Kreuzfahrtdampfer. Da es von der Höhe der Kommandobrücke bis hinab in die Eingeweide der Maschinerie furchtbar viel herumzuhebeln gibt, kommt bald der Überblick abhanden. Verlaß ist allein auf das diabolische Zähneblecken des Starschurken Willem Dafoe und natürlich auf Sandra Bullocks vergnügtes Meckern. “
Der Film gewann den Negativpreis Goldene Himbeere 1998 als schlechteste Fortsetzung und war in sieben weiteren Kategorien nominiert (schlechteste Schauspielerin, schlechtester Regisseur, schlechtester Original-Song, schlechtester Film, schlechtestes Leinwandpaar, schlechtestes Drehbuch und schlechtester Nebendarsteller).
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