Dienstag, 29. Mai 2012

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Steffen Seibert

Steffen Seibert (2006, in seinem damaligen ZDF-Büro auf dem Mainzer Lerchenberg)

Steffen Seibert (* 7. Juni 1960 in München) ist seit dem 11. August 2010 Chef des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung und Regierungssprecher im Rang eines beamteten Staatssekretärs.[1][2]

Er war vor seiner Tätigkeit für die Bundesregierung Fernsehjournalist.

Leben

Ausbildung

Seibert besuchte die Tellkampfschule in Hannover und studierte von 1981 bis 1987 Geschichte, Literaturwissenschaften und Öffentliches Recht an der Universität Hamburg und an der London School of Economics.

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk

1989 begann Seibert ein Volontariat beim Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF). Nachdem er in verschiedenen Redaktionen mitgearbeitet hatte, unter anderem beim heute-journal, berichtete er für das ZDF von 1992 bis 1995 als Auslandskorrespondent aus Washington. Zurück in Deutschland moderierte er zunächst das ZDF-Morgenmagazin, es folgten das ZDF-Abendmagazin, hallo deutschland (1997–2000) und ZDF.reporter (2001–2003). Seibert wurde zudem für Sondersendungen eingesetzt. Bis zu den Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen im Januar 2008 war er neun Jahre lang auch als Mann der Zahlen bei der ZDF-Wahlberichterstattung tätig. Für seine Moderation der Sondersendungen im ZDF zum Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 wurde er mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet.

Vom 13. Januar 2003 bis 4. Juli 2010 moderierte Seibert die Hauptsendung der heute-Nachrichten um 19:00 Uhr im ZDF als Nachfolger von Klaus-Peter Siegloch. Für die Sondersendung Wir wollen helfen!, in der das ZDF und die Bild-Zeitung 40,6 Millionen Euro an Spenden für die Opfer der Flutkatastrophe in Südostasien sammelte, gewann er 2005 gemeinsam mit Co-Moderator Johannes B. Kerner den Publikums-Bambi. Vom 28. Mai 2007 bis 3. Juli 2010 war Seibert ebenfalls als Nachfolger von Klaus-Peter Siegloch Anchorman des heute-journals; seine Co-Moderatorin war Dunja Hayali, mit der er ab dem 10. November 2009 auch die ZDF-Reihe Die Sternstunden der Deutschen präsentierte.

Regierungssprecher

Seit dem 11. August 2010 ist Seibert Regierungssprecher der deutschen Bundesregierung, der auf Vorschlag der Bundeskanzlerin durch den Bundespräsidenten ernannt wird. Damit übernahm er die Nachfolge von Ulrich Wilhelm, der Intendant des Bayerischen Rundfunks (BR) wurde.[3]

Darüber hinaus twittert Seibert seit dem 28. Februar 2011 unter dem offiziellen Konto RegSprecher.[4]

Sonstiges Engagement

Seibert engagiert sich als UNICEF-Repräsentant; 2003 reiste er nach Angola, im März 2005 besuchte er im Rahmen einer AIDS-Aufklärungskampagne die ukrainischen Städte Odessa und Kiew. Seibert, selbst Vater eines frühgeborenen Kindes, war bis Ende 2008 Schirmherr des Bundesverbandes „Das frühgeborene Kind e.V.“.[5] Seit Januar 2010 ist er offizieller Pate des Kinderhospizes Bethel.[6]

Privates

Seibert lebt mit seiner Frau – einer Malerin – und seinen drei Kindern (einer Tochter und zwei Söhnen) in Wiesbaden.[7] Er wurde evangelisch getauft und konvertierte 2007 zum katholischen Glauben.[8]

Werke

  • Auf Sendung! Wie Fernsehen gemacht wird. Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek bei Hamburg 2005, ISBN 3-499-21334-6.
  • Mein, dein, unser Deutschland: Die bewegendsten Momente der letzten 60 Jahre. Bibliographisches Institut, Mannheim 2009, ISBN 978-3-411-07811-0.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Süddeutsche Zeitung: Neuer Regierungssprecher Seibert tritt Amt an, abgerufen am 11. August 2010.
  2. Angaben auf der Homepage der Bundesregierung: Vita von Steffen Seibert, abgerufen am 11. August 2010.
  3. Spiegel.de: Steffen Seibert: ZDF-Moderator wird Merkels neuer Sprecher, Zugriff am 10. Juli 2010.
  4. RegSprecher bei twitter.com
  5. fruehgeborene.de: Achim Winter übernimmt
  6. kinderhospiz-bethel.de: Steffen Seibert: Das Schmerzliche erträglicher machen, abgerufen am 13. Juli 2010.
  7. Hamburger Abendblatt: Von einem, der die Seite gewechselt hat, abgerufen am 4. August 2010
  8. kath.net vom 14. November 2007
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Diese Seite wurde zuletzt am 8. Mai 2012 um 17:43 Uhr geändert.

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