Dienstag, 29. Mai 2012

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Strüth (Ansbach)

Strüth
Stadt Ansbach
Koordinaten: 49° 20′ N, 10° 33′ O49.33111111111110.548888888889476
Koordinaten:
49° 19′ 52″ N, 10° 32′ 56″ O
Höhe: 476 m ü. NN
Einwohner: 169 (1987)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 91522
Vorwahl: 0981
Luftaufnahme
Dorflinde

Strüth (umgangssprachlich: Schdrīəd [2]) ist ein Ortsteil der kreisfreien Stadt Ansbach, Mittelfranken.

Geografie

In der Nähe des Dorfes entspringt der Gumbertusgraben, ein linker Zufluss der Fränkischen Rezat.

Geschichte

Urkundliche Erwähnung fand Strüth erstmals um das Jahr 1277 als Strůt, damals unter der Herrschaft der Herren von Schalkhausen-Dornberg. Der Ortsname bedeutet Siedlung beim Gebüsch.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg siedelte der Ansbacher Markgraf Albrecht II. protestantische Exulanten aus dem Salzburger Land in der geplünderten Ortschaft Strüth an. Der Großteil der Bewohner gehört der evangelischen Gemeinde St. Johannis in Ansbach an.

In typisch fränkischer Bauart bilden 13 gleich große Bauernhöfe ein Reihendorf. Eine weitsichtige Planung und Gestaltung des Dorfes lässt viel Raum zwischen den Häuserreihen. Links und rechts der Straße wurden große Vorgärten angelegt, die neben dem Gemüseanbau auch der kurzzeitigen Erholung dienen.

1802 gab es in dem Ort 20 Haushalte, die alle dem Oberamt Ansbach untertan waren.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Ansbach zur Amerikanischen Besatzungszone. Die amerikanische Militärverwaltung richtete in einer ehemaligen Lungenheilanstalt in Strüth ein DP-Lager zur Unterbringung so genannter Displaced Persons ein. Neben einem Kinderheim existierten auf dem Gelände zeitweise auch zwei Kibbuzim, die von jüdischen Hilfsorganisationen eingerichtet worden waren. Heute befindet sich auf dem Gelände die Rangauklinik, eine Klinik der Diakonie Neuendettelsau für Pneumonologie und Onkologie.

Bis zur Gebietsreform 1972 gehörte Strüth zur Gemeinde Neuses.

Baudenkmal

  • Inmitten des Ortes erneuerter Ziehbrunnen

Verkehr

Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Kühndorf, zur B 13 und zur Staatsstraße 2255, die nach Ansbach bzw. nach Rügland führt.

Literatur

  •  Johann Kaspar Bundschuh: Geographisches statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 5. Stettinische Buchhandlung, Ulm 1802, Sp. 467, DNB 790364328.
  •  Fechter, Elisabeth: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Erlangen 1955, S. 179f., DNB 480570132.
  •  Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach. In: Bayerische Kunstdenkmale, Bd. 2. Deutscher Kunstverlag, München 1958, S. 143, DNB 451224701.
  • Zeev W. Mankowitz: Life Between Memory and Hope. Cambridge University Press, Cambridge 2002, ISBN 0-521-81105-8.
  • Leo Schwarz: Report on the Children's Center Strüth bei Ansbach. Yidisher visnshaftlekher institut (YIVO) / Displaced persons camps in Germans (DPG), 1945, S. 225
  • N.N.: Survey of the Life of the Kibbutz in Strüth, ohne Jahr

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://gov.genealogy.net/item/show/STRUTHJN59GI
  2. E. Fechter, S. 179.
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Diese Seite wurde zuletzt am 23. April 2012 um 21:51 Uhr geändert.

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