Dienstag, 29. Mai 2012

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Stromerzeugung

Stromerzeugung in Deutschland 1900-2005
Strommix in Deutschland (2010)

Als Stromerzeugung wird im allgemeinen Sprachgebrauch physikalisch ungenau die technische Gewinnung elektrischer Energie bezeichnet. Diese Energie wird in einem Stromnetz zum Verbraucher transportiert.

Allgemeines

Physikalisch ist der elektrische Strom die pro Zeiteinheit fließende elektrische Ladung. Die Energie berechnet sich als Strom multipliziert mit der elektrische Spannung und der Zeit. Allgemein wird der Begriff Strom abweichend von der physikalischen Definition im Sinne von elektrischer Energie fälschlicherweise mit der gebräuchlichen Einheit Kilowattstunden benutzt ("Stromverbrauch" statt Energieverbrauch).

Da die physikalische Gesamtenergie nach dem Energieerhaltungssatz konstant bleibt, ist der Begriff Stromerzeugung eigentlich unzutreffend. Es handelt sich um eine Umwandlung verschiedener Energieformen, meist die Umwandlung von kinetischer Energie in elektrische Energie durch einen Generator. Die elektrische Energie wird dann zumeist über ein Stromnetz zu den angeschlossenen Geräten geleitet, um deren Strombedarf zu decken. Der Großteil der Stromerzeugung geschieht im industriellen Maßstab in Kraftwerken.

Unter Bruttostromerzeugung versteht man dabei die insgesamt erzeugte Strommenge. Zieht man davon den Eigenbedarf der Kraftwerke ab, erhält man die Nettostromerzeugung. Beispielsweise liegt der Eigenbedarf von Kohlekraftwerken bei etwa 10 % und der von Kernkraftwerken um die 5 % der von ihnen selbst erzeugten elektrischen Energie, wobei der Eigenenergiebedarf von Kernkraftwerken auch nach der Beendigung der Stromerzeugung ("Abschaltung") für mehrere Jahre bestehen bleibt, da der Reaktor weiter gekühlt und abgesichert werden muss.

Bedeutung

Elektrische Energie ist der am vielseitigsten verwendbare Energieträger, der sich zudem mit besonders geringen Verlusten in andere Energieformen umwandeln lässt. Sie ist Voraussetzung für jede moderne Industrie und kann nicht durch andere Energieträger ersetzt werden, ohne hohe Verluste in Kauf zu nehmen. Ein Stromausfall bringt erfahrungsgemäß jede Volkswirtschaft zum Erliegen und muss deshalb weitestgehend begrenzt bleiben.

Eine hohe Bedeutung bei der Bereitstellung von Elektroenergie kommt den rotierenden elektrischen Maschinen zu. In Wärmekraftwerken kommen ausschließlich Drehstrom-Synchrongeneratoren zum Einsatz. Auch in Windkraftanlagen und Wasserkraftwerken finden Drehstrom-Synchrongeneratoren Anwendung. Dort werden aber ebenfalls Drehstrom-Asynchrongeneratoren eingesetzt.

Hauptvorteil ist die Möglichkeit, einen ganzen Erdteil wie Europa mit einem Verbundnetz zu überziehen, in dem der elektrische Strom mit geringen Verlusten verteilt werden kann und sich durch die Vielzahl der verbundenen Kraftwerke die Redundanz und somit die Versorgungssicherheit erhöht.

Hauptnachteil des elektrischen Stromes ist die Tatsache, dass sich – volkswirtschaftlich gesehen – nur verschwindend geringe Energiemengen unmittelbar speichern lassen. Nur durch aufwändige Umwandlung in andere Energieformen, beispielsweise mittels Pumpspeicherkraftwerken, lässt sich vermeiden, dass die erzeugte elektrische Energie in jedem Augenblick exakt mit der verbrauchten Menge übereinstimmen muss.

Elektrische Energie ist weitestgehend die alleinige Übertragungsart, um die Energie eines Wasserkraftwerks, einer Windkraftanlage oder eines Kernkraftwerks in industrialisierte Gebiete zu transportieren. Als Alternative dazu gibt es die Wasserstoffwirtschaft, die bisher jedoch nur als Konzept formuliert wurde.

Historisches

Der Siegeszug der elektrischen Energieversorgung begann nach 1882[1] durch die Konstruktion von Kraftwerken mit elektrischen Generatoren. Zunächst waren es voneinander unabhängige Insellösungen. Sehr schnell erkannte man die Vorteile von Wechselstrom-betriebenen Stromnetzen, weil diese nicht mehr so stark von der Betriebssicherheit einzelner Kraftwerke abhingen. In Deutschland bildeten sich zwei fast unabhängige Stromnetze:

  • Das öffentliche Netz mit 50 Hz und
  • das Bahnstromnetz mit 16 2/3 Hz für die damals staatliche Eisenbahn.

Einige Kraftwerke wurden mit getrennten Generatoren ausgestattet und konnten Strom für beide Systeme erzeugen.

Heute ist die Stromerzeugung in Deutschland privatisiert, es gibt zwar über 800 einzelne Stromanbieter, jedoch werden etwa 80% der Stromerzeugung von den vier großen Energieversorgungsunternehmen RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall realisiert, die damit ein homogenes Oligopol bilden.

Bruttostromerzeugung nach Energieträgern

Die folgende Tabelle stellt die Bruttostromerzeugung nach Energieträgern im Jahr 2008 verschiedener Länder gegenüber.

Bruttostromerzeugung nach Energieträgern im Jahr 2008 verschiedener Länder[2](Link nicht mehr abrufbar)
Deutschland Schwerpunkt: Kohle Frankreich[3] Schwerpunkt: Kernenergie Norwegen Schwerpunkt: Wasserkraft China Schwerpunkt: Kohle
Energieträger Strommenge in TWh Anteil in % Strommenge in TWh Anteil in % Strommenge in TWh Anteil in % Strommenge in TWh Anteil in %
Kohle 278,5 43,6 % 19,8 3,4 % 2,2 1,5 % 2785,74 78 %
Kernenergie 148,8 23,3 % 440,3 72,7 % k.a. k.a. 82,14 2,3 %
Erdgas 83,0 13,0 %
Windkraft 40,2 6,3 % k.a. k.a. k.a. k.a. 13,0 0,36 %
Mineralölprodukte 10,5 1,6 %
Wasserkraft 19,6 3,1 % 63,4 11 % 140,5 98,5 % 628,58 17,6 %
übrige Energieträger 58,1 9,1 % 50,9 8,9 % k.a. k.a. 62,14 1,74 %
Summe 639,1 100,0 % 574,4 96 % 142,7 100 % 3571,46 100 %
CO2-Ausstoß in g/kWh[4] 604 61 0,1 ≈1000

(k.a.: keine Angabe)

In den beiden folgenden Tabellen ist die Bruttostromerzeugung nach Energieträgern für die Jahre 2009 bis 2011 in Deutschland aufgeführt.

Bruttostromerzeugung in Terawattstunden nach Energieträgern in Deutschland[5]
Energieträger 2009 2010 2011
Braunkohle 145,6 145,9 153,0
Kernenergie 134,9 140,5 108,0
Steinkohle 107,9 117,0 114,5
Erdgas 78,8 86,8 84,0
Mineralölprodukte 9,6 8,4 7,0
Wasserkraft 19,1 21,0 19,5
Windkraft 38,6 37,8 46,5
Biomasse 25,5 27,6 32,0
Photovoltaik 6,6 11,7 19,0
Geothermie 0,0 0,0 0,0
Hausmüll[Anm. 1] 4,4 4,8 5,0
Übrige Energieträger 21,5 26,7 26,0
Summe 592,4 628,1 612,0
regenerativer Anteil 94,1 102,8 122,0
Bruttostromerzeugung (prozentuale Anteile) nach Energieträgern in Deutschland
Energieträger 2009 2010 2011
Braunkohle 24,6% 23,2% 24,9%
Kernenergie 22,8% 22,4% 17,6%
Steinkohle 18,2% 18,6% 18,6%
Erdgas 13,3% 13,8% 13,7%
Mineralölprodukte 1,6% 1,3% 1,1%
Wasserkraft 3,2% 3,3% 3,2%
Windkraft 6,5% 6,0% 7,6%
Biomasse 4,3% 4,4% 5,2%
Photovoltaik 1,1% 1,9% 3,1%
Geothermie 0,0% 0,0% 0,0%
Hausmüll 0,7% 0,8% 0,8%
Übrige Energieträger 3,6% 4,3% 4,2%
Summe 100,0% 100,0% 100,0%
regenerativer Anteil 15,9% 16,4% 20,0%
  1. Nur Erzeugung aus biogenem Anteil des Hausmülls (ca. 50 %)

Der Strommix der einzelnen Versorgungsunternehmen weicht von diesen Durchschnittswerten stark ab.

Stromwirtschaft

Hauptartikel: Energiewirtschaft

Der Preis von elektrischer Energie in Deutschland

Hauptartikel: Strompreis

Endkosten

Die Strompreise hängen von der Bezugsmenge ab. Industrie-Strompreise für sehr große Mengen sind wohl das beste Maß für die Erzeugerkosten. Sie betrugen 2007 bei einer Mindestabnahme von 70.000 MWh 6,6 ct/kWh, dazu müssen noch 4,5 ct/kWh Steuern und Abgaben addiert werden[6]. Gesamtpreis 11,1 ct/kWh.

Ein Haushalt mittlerer Größe in Deutschland verbraucht jährlich etwa 3500 kWh und bezahlt dafür im Jahr 2008 12,98 ct/kWh an den Stromlieferanten. Dazu kommen 8,67 ct/kWh Abgaben und Steuern.[7] Gesamtpreis 21,65 ct/kWh.

Erzeugungskosten

Stromerzeugungskosten in Deutschland
Brennstoff- kosten 2007[8] in ct/kWh Gestehungskosten[9] ab Kraftwerk in ct/kWh darin enthaltene externe Kosten[6]wegen Klima- und Gesundheitsschäden in ct/kWh EmissionKohlendioxid in g/kWh EmissionSchwefeldioxid in mg/kWh EmissionStickoxide in mg/kWh
Kohlekraftwerk 0,38 Braunkohle 0,92 Steinkohle b!2,40 Braunkohle 3,35 Steinkohle a!2,4 900 750 800
Wasserkraftwerk 0 d!4,30 m!0,1 10 20 40
Kernkraftwerk 0,25 a!2,65 m!0,1 66 [10] 30 30
Erdgas GUD 2,63 c!4,90 b!1,1 410 80 390
Windkraftanlage 0 e! 2,9- 4,6 e!0,2 10 50 40
Photovoltaik 0 z!7,5-20[11] d!0,17[12] 27 - 59[12] 108[12] 0.0716[12]
Holz HKW ca. 8…10 d!10[6] c!0,95 40 150 1130
Biogas BHKW ca. 5…8 (Mix Maissilage / Gülle) f!13 bis 21[6] c!? 410!? 80!? 390!?

Die in obiger Tabelle angegebenen Preise sind teilweise allerdings nur dürftig belegt und es fehlen deren Berechnungsgrundlagen. So hat beispielsweise ein altes Kraftwerk, welches seine Kapitalkosten bereits amortisiert hat, wesentlich tiefere Stromerzeugungskosten als ein neues Kraftwerk. Zudem sind die Erzeugungskosten auch abhängig davon ob externe Kosten wie Rückbau- und Entsorgungskosten einberechnet werden.

Vergütung 2011 gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz[13]
Kraftwerkstyp Entgelt in ct/kWh
Photovoltaik 21,11 – 28,74
Geothermie 10,40 – 15,84
Windkraft an Land 4,97 – 9,11
Windkraft off-shore 3,5 – 13
Wasserkraft 3,47 – 12,67
Bioenenergie 7,71 – 11,55
Deponiegas, Klärgas, Grubengas 4,10 – 8,87

Auch muss berücksichtigt werden, dass die Brennstoffkosten nicht stabil sind und dass die Kapital- und Unterhaltskosten innerhalb eines Kraftwerkstyps variieren.

Bei Biogas BHKWs und Holz Heizkraftwerken sind außerdem die Brennstoff-Kosten zu 100 % auf die erzeugte elektrische Energie umgelegt, wohingegen in der Realität die Abwärme dieser Kraftwerke i.d.R. über Nahwärmesysteme mitgenutzt wird. Unter Berücksichtigung eines Leistungsverhältnis (elektrisch:thermisch) von 50:50 (bei Biogas BHKW) bzw. 20:80 (bei Holz HKW) reduzieren sich die Brennstoffkosten auf 2,5–4 ct/kWhelektr. (Biogas BHKW) bzw. 1,6–2 ct/kWhelektr. (Holz HKW). Eine ähnliche Kalkulation kann natürlich auch bei BHKWs mit anderen Brennstoffen (z. B. Gas oder Öl) angesetzt werden.

Bei Wind und Photovoltaik sind nicht die tatsächlichen Erzeugungskosten angegeben, sondern die Maximaleinspeisevergütungen. Diese gesetzlich garantierten Vergütungen werden von Jahr zu Jahr, teilweise auch unterjährig, reduziert.

Stromhandel in Europa

Strompreise inkl. aller Steuern bei einem Jahresverbrauch zwischen 2.500 und 5.000 kWh (2011)[14]
Staat Cent/kWh
Belgien 21,36
Bulgarien 8,26
Tschechische Rep. 14,95
Dänemark 29,08
Deutschland 25,28
Estland 9,73
Irland 19,01
Griechenland 12,50
Spanien 19,47
Frankreich 13,84
Italien 20,13
Zypern 20,50
Lettland 11,68
Litauen 12,14
Luxemburg 16,78
Ungarn 16,81
Malta 17,00
Niederlande 17,43
Österreich 19,86
Polen 14,71
Portugal 16,54
Rumänien 10,82
Slowenien 14,41
Slowakei 16,82
Finnland 15,40
Schweden 20,92
Großbritannien 14,33
Norwegen 21,33

In Europa ist es seit langem üblich, dass elektrische Energie wie jede andere Ware gehandelt wird. Folgen des grenzüberschreitenden Stromhandels zeigten sich an einem Zwischenfall am 28. September 2003: Eine Hochspannungsleitung in den Alpen wurde unterbrochen, was einen Stromausfall in ganz Norditalien zur Folge hatte. Im Regelfall laufen die Verbindungen aber problemlos und dienen auch dazu, die Stromversorgung während der regelmäßigen Abschaltung von Kraftwerken zu Wartungszwecken unterbrechungsfrei zu gewährleisten.

Der Preis von elektrischer Energie in Europa

Die Strompreise in Europa unterscheiden sich erheblich. Spitzenreiter ist Dänemark, gefolgt von Deutschland.

Welches Kraftwerk liefert wem Strom?

Grundsätzlich liefert das nächstgelegene Kraftwerk den Großteil der verbrauchten Energie. Bildlich kann man sich das wie eine bergige Landschaft vorstellen: Die Kraftwerke „drücken“ die Bergspitzen nach oben, die Verbraucher (Städte, Industrieanlagen) ziehen nach unten. Energie fließt – genauso wie darüber geschüttetes Wasser – den steilsten Weg bergab und verschwindet dort. In der Physik nennt man das Gradient eines Skalarfeldes. Es wurde noch nie beobachtet, dass Wasser abwechselnd bergauf- und bergab fließt, um in ein ganz bestimmtes Tal zu gelangen. Der Energiefluss verhält sich genauso.

In Zusammenhang mit Ökostrom taucht immer wieder die Frage auf, wie es manche Stromanbieter erreichen, elektrischen Strom von einem ganz bestimmten, oft weit entfernten Kraftwerk zu beziehen. Strombezug aus einem weit entfernten Kraftwerk ist physikalisch nicht möglich, außer man koppelt sich vom öffentlichen Stromnetz ab und legt eine separate Leitung zum gewünschten Kraftwerk. Wichtig ist in diesem Zusammenhang zu verstehen, dass der Strommarkt eine bilanzielle Trennung zulässt, d.h. ein Verbraucher entnimmt dem Verbundnetz die gleiche Menge Energie, die er bei einem Stromerzeuger eingekauft hat, und die dieser ins Netz einspeist. Physikalisch kommt die elektrische Energie überwiegend aus den nächstgelegenen Kraftwerken, das Tauschgeschäft "Geld gegen Ware" erfolgt vereinfacht über den „Stromsee“ eines Verbundnetzes mit dem ausgewählten Stromanbieter.

In den Fällen Kassel und Wolfhagen bei Kassel[15] wäre das das Kernkraftwerk Grohnde, lokales Müllheizkraftwerk[16], lokale Fernwärmekraftwerke[17], lokale Blockheizkraftwerke[18] und lokale Photovoltaik-Anlagen. Abhängig von der Leitungsführung könnten auch die weiter entfernten Anlagen Kraftwerk Werdohl-Elverlingsen und Kraftwerk Staudinger Großkrotzenburg geringe Anteile mitliefern. Nur bei Spitzenbedarf schaltet sich das Pumpspeicherkraftwerk Waldeck dazu. Die Wahrscheinlichkeit, dass die elektrische Energie aber physikalisch von schwedischen oder österreichischen Wasserkraftwerken kommt ist gering[19].

Lokale und mobile Stromerzeugung

Eine Stromerzeugung in der Nähe des Verbrauchers, etwa innerhalb oder in der Nähe von Wohngebieten und Industrieanlagen, bezeichnet man als dezentrale Stromerzeugung. Wird Strom über ein räumlich begrenztes Stromnetz verteilt, spricht man von einem Inselnetz.

Wird Strom nicht über ein Stromnetz verteilt, sondern lokal erzeugt und verbraucht, so spricht man von einer Insellösung. Beispiele dafür sind Stromgeneratoren, Solarzellen und Brennstoffzellen, aber auch Lichtmaschine und Fahrraddynamo beim Auto und Fahrrad. Bei mobilen Geräten kommen typischerweise Batterien oder Akkumulatoren als Energiespeicher zum Einsatz. Auch Brennstoffzellen ermöglichen eine mobile Stromversorgung durch Wandlung chemisch gebundener Energie.

Auswirkungen auf die Gesundheit

Todesfälle und Erkrankungen nach Primärenergieträger in der Europäischen Union (jeweils je Terawattstunde)[20]
Primär- energie- quelle Todesfälle durch Unfälle (Öffentlichkeit) Todesfälle durch Unfälle (Beschäftigte) Todesfälle durch Luft- verschmutzung Schwere Erkrankungen durch Luft- verschmutzung Leichte Erkrankungen durch Luft- verschmutzung
Braunkohle 0,02 0,10 32,6 298 17.676
Steinkohle 0,02 0,10 24,5 225 13.288
Erdgas 0,02 0,001 2,8 30 703
Erdöl 0,03 18,4 161 9.551
Biomasse 4,63 43 2.276
Kernenergie 0,003 0,019 0,052 0,22

Unterschiedliche Formen der Stromerzeugung haben deutlich unterschiedliche Effekte auf die Gesundheit. Diese können durch Unfälle und durch Luftverschmutzung im Normalbetrieb auftreten. Laut Tabelle ist die Zahl der Todesfälle in der Öffentlichkeit durch Unfälle aufgrund von Luftverschmutzung und Unfälle in der Europäischen Union bei der Kernenergie deutlich niedriger als bei Braun- oder Steinkohle. Die meisten Erkrankungen durch Luftverschmutzung pro erzeugter Terawattstunde werden in der Europäischen Union durch Braun- und Steinkohle verursacht, gefolgt von Erdöl und Biomasse.

Verweise

Siehe auch

Literatur

  • Ernst Huenges: Energie aus der Tiefe: Geothermische Stromerzeugung. In: Physik in unserer Zeit. 35(6), 2004, ISSN 0031-9252, S. 282–286

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Stromerzeugung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Martin Roscheisen: Die Geschichte der Energieversorgung in Deutschland, aufgerufen 22.März 2012
  2. BP-Review
  3. EDF Firmenwebseite: EDF, aufgerufen 22.März 2012
  4. Summarische Darstellung der verschiedenen Bilanzen von World Nuclear Association (WNA) und Ökoinstitut nach CO2-Bilanzen verschiedener Energieträger im Vergleich (PDF-Datei, 1,01 MB), Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages, 2007
  5. AG Energiebilanzen e.V.: Stromerzeugung nach Energieträgern von 1990 bis 2011 (in TWh) Deutschland insgesamt, aufgerufen 22.März 2012
  6. abcd IER der Uni Stuttgart, A. Voß, 10.Juni 2009: Herausforderung Energie: Sind wir auf dem Weg zu einer klimaverträglichen und nachhaltigen Energieversorgung?, Eigenreferenz, Seite 28, aufgerufen 22.März 2012
  7. EuroStat: Statistische Haupttabellen, aufgerufen 22.März 2012
  8. IER, Auftraggeber E.On Energie AG, Oktober 2009: [1] Verträglichkeit von erneuerbaren Energien und Kernenergie
  9. BMWi: Kernenergie in Deutschland, aufgerufen 22.März 2012
  10. Benjamin K. Sovacool, Elsevier, Energy Policy 36, 2008:[http://www.nirs.org/climate/background/sovacool_nuclear_ghg.pdf Valuing the greenhouse gas emissions from nuclear power: A critical survey S.2940– 2953], aufgerufen 22.März 2012
  11. Q-Cells, December 2010: Fuel-Parity - Stromgestehungskosten (LCOE) von Photovoltaik-Strom weltweit, aufgerufen 22.März 2012
  12. abcd Wiley InterScience, 30.Januar 2006: [http://www.clca.columbia.edu/papers/Photovoltaic_Energy_Payback_Times.pdf Photovoltaics Energy Payback Times, Greenhouse Gas Emissions and External Costs: 2004–early 2005 Status], aufgerufen 22.März 2012
  13. DENA: Einspeisevergütung, aufgerufen 22.März 2012
  14. BMWi: Energiestatistiken, abgerufen 4. April 2012
  15. taz, 26.Oktober 2007: Kassel kündigt Eon, aufgerufen 22.März 2012
  16. MHKW Müllheizkraftwerk KasselMHKW Kassel, Firmenwebseite, aufgerufen 22.März 2012
  17. CandyPolis: Fernwärme, Projekt und Exkursion im WS 1996/97, aufgerufen 22.März 2012
  18. Glizie GmbH: BHKW in Mehrfamilienhäusern in Kassel
  19. Zeit online, 20.Mai 2009: Illusion Ökostrom, aufgerufen 22.März 2012
  20. bigthunderwindpower, 15.September 2007: Anil Markandya, Paul Wilkinson (2007): Electricity generation and health Lancet, Band 370, S. 979–90., aufgerufen 22.März 2012
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