Der Support (Anglizismus, v. engl. support = die Stütze; to support = unterstützen) ist eine problemorientierte Beratungstätigkeit, beispielsweise in einem Callcenter oder Helpdesk. Innerhalb von Unternehmen, die eher vertriebs- und marketingorientiert ohne eigene Entwicklung arbeiten, stellt der Support auch die technische Kompetenz bei der Formulierung von Produktspezifikationen und für Messen und ähnliche Fachpräsentationen. Die gegenseitige Unterstützung von Betroffenen innerhalb von Selbsthilfegruppen wird Peer support genannt.
Die Tätigkeit lässt sich grob in die zwei Gebiete „Kundendienst“ (englisch: „customer service“; für alle nicht-technischen Anfragen) und in „Technische Unterstützung“ (englisch: „technical support“) unterteilen.
Das Ziel ist die Bearbeitung und Lösung von Supportanfragen (Tickets) interner oder externer Kunden vor Ort, via E-Mail, Live Support System, Telefon, Fernwartung oder anderen Kommunikationsmitteln. Zahlreiche Softwarehersteller bieten Produkte zur Organisation von Support-Arbeitsabläufen an, sogenannte Trouble-Ticket-Systeme.
Die zeitliche Verfügbarkeit der Support-Dienstleistung kann in verschiedenen Stufen gewährt werden, z. B. 12x5 (während zwölf Stunden an fünf Arbeitstagen) oder 24x7 (24 Stunden, an allen sieben Wochentagen). Außerhalb lokaler Arbeitszeiten muss der Support ggf. durch Mitarbeiter in anderen Zeitzonen oder über Rufbereitschaft realisiert werden.
Für die Einschätzung der Priorität gibt es kein einheitliches System. Im ITIL-Bereich richtet sich die Priorität nach dem Schaden, der dem Unternehmen durch eine Störung entsteht oder entstehen könnte. Es sollte für die Dienstleistung eine für die Beteiligten realistische und akzeptierte Prioritätendefinition zwischen dem Dienstleister und dem Leistungsempfänger erarbeitet werden, die bei Störungen als Richtlinie herangezogen wird. Bei komplexeren Berechnungen werden oft Dringlichkeit, Auswirkung und berechnete Werte gegen festgelegte Servicekennzahlen mit einbezogen.
Diese Definition wird oft in einem Wartungsvertrag bzw. Service-Level-Agreement schriftlich fixiert und mit entsprechenden Erwartungen verknüpft. Ein Beispiel:
Der Hilfesuchende wird eventuell auch gebeten, seinem Problem eine persönlich empfundene Dringlichkeit zuzuordnen, damit der Support zeitliche Maßnahmen bei konkurrierend auftretenden Störungen gleicher Priorität besser planen kann.
Die Zeit bis zur ersten Reaktion wird Reaktionszeit und die Zeit bis zur Behebung des Problems Entstörzeit genannt. Diese Zeiten können auch Bestandteil eines Wartungsvertrages (Service-Level-Agreement) sein.
Zur Differenzierung von Kompetenzen ist der Support oft hierarchisch aufgeteilt. In den meisten Fällen kommt ein dreistufiges System zum Einsatz:
Ein zweistufiges Modell könnte beispielsweise in Frontline/Frontoffice und Backline/Backoffice unterteilt werden.
Eine besondere Form der technischen Unterstützung ist die sogenannte „Langzeit-Unterstützung“ (englisch: „Long Term Support“, kurz LTS). Diese wird in der Software-Industrie verwendet und bezeichnet dort eine – bei den jeweiligen Herstellern – über das übliche Maß hinausgehende Versorgung einer Software mit Aktualisierungen, die üblicherweise zur Behebung von sicherheitskritischen Programmfehlern gedacht sind. Konkret kann das heißen, dass diese Aktualisierungen selbst bei Erscheinen eines neueren Versionszweiges noch entwickelt und angeboten werden.
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