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Russisches Projekt 1241.1M Schiff 1999. |
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Projekt 1241.1 Molnija (russisch „Молния“) (deutsch: „Blitz“), von der NATO als Tarantul-Klasse bezeichnet, ist eine Klasse von Flugkörperkorvetten sowjetischer und russischer Bauart. In Russland werden sie als Kleine Raketenschiffe (russisch МРК малый ракетный корабль) klassifiziert.
Die Konstruktion stammt aus den 1970er-Jahren und wird bis heute in verschiedenen Versionen fortgeführt.
Projekt 1241.1 wurde in den 1970er-Jahren vom Almas-Konstruktionsbüro entwickelt, um Probleme des Projekts 205 (NATO: „OSA-Klasse“) und der zugehörigen P-15-Seezielflugkörper zu kompensieren. Der sich abzeichnende Zulauf kleiner Schnellboote mit schlagkräftiger Raketen-, aber auch Artilleriebewaffnung bei den Marinen der NATO erhöhte die Bedrohung für die Projekt-205-Boote erheblich. Sie konnten sich gegen Gegner, die ähnlich schnell und wendig wie sie selbst waren, aber über leistungsfähige Artillerie verfügten, im Gefecht auf kurze Distanzen, in denen die eigene Raktenbewaffnung nutzlos war, nicht verteidigen. Projekt 1241.1 sollte durch leistungsfähige eigene Artilleriebewaffnung dieser neuen Bedrohung entgegentreten. Weiterhin wollte man die Flugabwehr verstärken, da man die 30-mm-Kanone AK-230 zur Nahbereichsverteidigung nicht mehr für ausreichend hielt.[1]
Mit dem Zulauf leistungsfähiger Stör- und Abfangsysteme bei der NATO war der vergleichsweise langsam fliegende P-15-Seezielflugkörper in absehbarer Zeit keine effektive Waffe mehr gegen moderne Kriegsschiffe. Er sollte durch ein neues System ersetzt werden, das mit fast dreifacher Schallgeschwindigkeit flog und über verbesserte Leitsysteme verfügte – das P-80 „Moskit“.
Ein Schiffsrumpf, der die neue Ausrüstung tragen und starke Maschinen beherbergen sollte, wurde dabei sowohl für Projekt 1241.1 als auch für die gleichzeitig entwickelten U-Jagd-Korvetten des Projekts 1241.2 (NATO: „Pauk-Klasse“) geplant.
Der mit über 10 Metern relativ breite Schiffsrumpf mit seinen sieben Abteilungen besteht aus Stahl, für den Innenausbau und die Aufbauten wurde teilweise eine Aluminium-Legierung verwendet.
Ursprünglich war eine Verteidigungsbewaffnung vorgesehen, die der von Projekt 1234 (NATO: „Nanuchka-Klasse“) ähnelte. Man plante den Einbau eines Zwillingsstarters für OSA-M-Flugabwehrraketen auf dem Achterschiff ein. Diese Lösung erwies sich für die Stabilität des Schiffskörpers als nicht tragbar, so dass der Starter gestrichen wurde und man an seiner Stelle lediglich Halterungen für leichte, eigentlich schultergestützte, Flugabwehrraketen kurzer Reichweite vom Typ „Strela“ vorsah.[2]
Projekt 1241.1 (russisch проекта 1241.1) war die erste für die sowjetische Marine konzipierte Serie. Sie sollte P-80-Seezielflugkörper tragen, die aber bei Baubeginn der Schiffe wegen Verzögerungen bei der Entwicklung der Waffe, die drei Jahre andauern sollten, noch nicht verfügbar waren. Deshalb verbaute man zunächst die vorhandenen P-15M- und P-15TM-„Termit“-Flugkörper in zwei Zwillingsstartern. Diese erste Version von Projekt 1241.1 wird so gelegentlich auch als Projekt 1241.1T bezeichnet.[3] Die beiden Flugkörpermodelle hatten im Gegensatz zu der Ursprungsversion der Waffe verbesserte Radar-, beziehungsweise Infrarotsensoren.[4]
Diese ältere Form der Bewaffnung in Kombination mit dem bereits modernen „Monolit-T“-Radar (russisch Монолит-Т) unter einer Kuppel (NATO: „Band Stand“) auf dem Dach des Brückenaufbaus war schließlich eindeutiges Identifikationsmerkmal von Projekt 1241.1. Zu diesem Radarsystem gehörte auch ein Sensor, der unter einer kleinen sphärischen Kuppel auf der Mastspitze montiert war. Bei dem ersten Schiff R-5 wurde als einzigem der Serie allerdings das einfachere „Garpun“-Radar anstelle des „Monolit-T“ eingebaut.
Neben den beiden Zwillingsstartern für P-15-Seezielflugkörper war auf der Back ein 76-mm-L/60-Geschütz AK-176M montiert. Auf den Aufbauten hinter dem Schornstein waren zwei 30-mm-L/54-Maschinenkanonen AK-630M zur Nahbereichsverteidigung installiert. Am Heck befand sich das MTU-4-Startgestell für je 2 × 2 9K32-(„Strela-2“)-Flugabwehrraketen.
Zur Feuerleitung des AK-176 und der beiden AK-630M-Geschütze war ein MR-123-„Wympel“-Radar (NATO: „Bass Tilt“) am Fuß des Hauptmastes aufgestellt.
Der Antrieb wurde bei diesen Schiffen durch ein COGAG-System gewährleistet. Je zwei Gasturbinen der Typen M75 mit je 5.000 PS (2.942 kW) und M70 mit je 12.000 PS (8.826 kW) wurden verbaut. Während die beiden kleineren M75-Marschturbinen für 13 Knoten Fahrt ausreichten, konnten die beiden schweren M70-Gefechtsturbinen zugeschaltet werden, um die Schiffe der Klasse auf 42 Knoten zu beschleunigen.
Die Besatzung bestand aus 36 Seeleuten und fünf Offizieren.
| Das Bezeichnungssystem der NATO, bei dem Schiffe verschiedener Versionen innerhalb einer Schiffsklasse mit einem Klassennamen und fortlaufenden Nummern für die Versionen nach der Reihenfolge ihres Erscheinens versehen wurden, weist im Fall der Tarantul-Klasse eine Besonderheit auf. Die NATO bezeichnete diese ersten Schiffe der Klasse bald als Tarantul II, da sie offenbar über eine bessere Sensorausstattung verfügten als die Schiffe der nachfolgenden Klasse, die entsprechend Tarantul I genannt wurde.[5] |
Zwischen 1979 und 1984 wurden 13 Schiffe des Typs gebaut. Ein weiteres, R-55, wurde nach seiner Fertigstellung als Testträger für das „Kortik“-Nahbereichsverteidigungssystem zum Projekt 1241.7 umgebaut.
| Name/Kennung | Bauwerft | Kiellegung | Stapellauf | in Dienst seit | Flotte | Verbleib | Notizen |
| R-5 | Primorski, Leningrad | 1977 | – | 1979 | abgewrackt | ex. Kaliningradski Komsomolez | |
| R-6 | Primorski, Leningrad | – | – | 1983 | abgewrackt | – | |
| R-255/886 | Primorski, Leningrad | – | – | 1980 | abgewrackt | ex. Kirovskiy Komsomolets | |
| Molniya/101 | Primorski, Leningrad | – | – | 1982 | unklar | ex. SU R-256, ex. Potawski Komsomolez, 12/1990 an Bulgarien | |
| Dnepr | Sredne-Newski, Leningrad | 1981 | 1982 | 30. Dezember 1983 | aktiv | ex. SU R-54, ex. Krasnodarski Komsomolez, 1997 an Ukraine als „Nikopol”, seit 2002 „Dnepr”[6] | |
| Kremenchug | Sredne-Newski, Leningrad | 1981 | 1983 | 31. Oktober 1985 | aktiv | ex. SU R-63, ex. Kuibyschewski Komsomolez, 1997 an Ukraine als „Krementschug” | |
| R-101 | Sredne-Newski, Leningrad | 1982 | 1984 | 30. November 1985 | unklar | – | |
| R-129 | Sredne-Newski, Leningrad | 1983 | 1984 | 28. Dezember 1985 | unklar | – | |
| R-257 | Sredne-Newski, Leningrad | 1983 | 1985 | 31. Oktober 1986 | unklar | – | |
| R-42 | 876 Chabarowsk | – | – | 1983 | abgewrackt | beteiligt an einem Schießunfall, der am 16. April 1987 zum Untergang der Musson führte | |
| R-45 | 876 Chabarowsk | – | – | 1983 | unklar | – | |
| R-69 | 876 Chabarowsk | 1980 | – | 1984 | abgewrackt | – | |
| R-79 | 876 Chabarowsk | 1980 | – | 1984 | unklar | – |
Projekt 1241RE (russisch проекта 1241РЭ)[A 2], von der NATO als „Tarantul I“ bezeichnet, war eine Exportversion von Projekt 1241.1.
In erster Linie wollte man den Raketenkomplex P-80 hier von vornherein nicht einbauen und sah den P-20-Flugkörper, eine Exportversion des P-15, vor. Man benutzte aber die KT-138-Startcontainer für je zwei Flugkörper, über die auch die sowjetischen Schiffe des Projekts 1241.1 verfügten.
So entsprach Projekt 1241RE in den Punkten Bewaffnung und Antrieb Projekt 1241.1, trug aber eine veränderte Sensorausstattung. Am auffälligsten gegenüber den russischen Schiffen war hier das Fehlen des Feuerleitradars auf dem Dach der Brücke.
Als Feuerleitradar war stattdessen das „Garpun“-Radar (NATO: „Plank Shave“) für die Seezielflugkörper eingebaut. Es arbeitete im X-Band und wurde auf der Spitze des Mastes installiert.
Erhalten blieben dagegen das kleine Navigationsradar auf dem Brückendach, Typ Kiwach-2 (oder MR-312 „Pechera-1“ auf den Schiffen für Polen), und das Geschütz-Feuerleitradar MR-123 „Wympel“ (NATO: „Bass Tilt“) am Fuß des Mastes. Zwei PK-16-Werfer für Täuschkörper wurden ebenfalls installiert.
In der Volksmarine der DDR wurden die Schiffe als kleine Raketenschiffe klassifiziert und waren in der 6. Flottille der Volksmarine stationiert.
Das Schiff „Rudolf Egelhofer“ der Volksmarine wurde nach der Wiedervereinigung am 28. Juni 1991 als „Hiddensee“ (P6166) von der Deutschen Marine übernommen. Zuvor hatten sowjetische Spezialisten die Anlage „Nichrom“ zur Freund-Feind-Erkennung und das Verschlüsselungssystem der Funkanlage ausgebaut. Das Schiff wurde an die USA zu Erprobungszwecken abgegeben. Sie wurde in Kiel auf ein Transportschiff geladen und nach Norfolk transportiert. Dort kam sie im Dezember 1991 an und wurde von 20 ehemaligen Volksmarine-Angehörigen übernommen, die dann in Maryland mehrere Monate lang eine amerikanische Besatzung ausbildeten. 1998 wurde die „Hiddensee“ von den Amerikanern außer Dienst gestellt.[7]
Die New York Times beschrieb die Schiffsklasse nach den Erfahrungen, die mit dem Erprobungsmuster in den USA gemacht worden waren, im Jahr 1992 in einem Artikel mit den Worten:[8]
„ [...] Navy officials say the vessel is the kind of small, affordable weaponry that terrorist states could use in the Persian Gulf and other trouble spots to wreak havoc on more technologically advanced craft.“
„ [...] Vertreter der Marine sagen, das Schiff sei die Art von kleinem, bezahlbarem Waffensystem, das Terroristenstaaten im Persischen Golf und anderen umstrittenen Gebieten benutzen könnten, um Zerstörung über technologisch fortschrittlichere Schiffe zu bringen.“
Zwischen 1977 und 1979 wurden 22 Schiffe dieser Klasse ausschließlich für den Export produziert. Nur eines dieser Schiffe, R-26, behielt die sowjetische Marine zu Ausbildungszwecken. Indien kaufte fünf der Schiffe an, baute aber zwischen 1991 und 1997 acht weitere modifizierte Schiffe auf eigenen Werften als „Veer-Klasse“.[A 3] Die Volksrepublik Vietnam kaufte nach verschiedenen Quellen vier Projekt-1241RE-Schiffe an,[9] von denen aber nur zwei eindeutig identifiziert werden können.[A 4]
| Name/Kennung | Bauwerft | Kiellegung | Stapellauf | in Dienst seit | Flotte | Verbleib | Notizen |
| R-26 | Wympel, Rybinsk | – | – | 1981 | abgewrackt | Ausbildungschiff / 2002 außer Dienst | |
| ORP Gornik/434 | Wympel, Rybinsk | – | – | 1983 | unklar | Baunr. 01711, ex. R-624, a.D. | |
| ORP Hutnik/435 | Wympel, Rybinsk | – | – | 1983 | unklar | Baunr. 01712, ex. R-62, a.D. | |
| Albin Köbis / 571 | Wympel, Rybinsk | – | – | 1. Oktober 1984 | abgewrackt | Baunr. 01713 | |
| Rudolf Egelhofer / 572 | Wympel, Rybinsk | – | – | 16. Oktober 1985 | Museumsschiff USA | Baunr. 01714 | |
| Fritz Globig / 573 | Wympel, Rybinsk | – | – | 5. Oktober 1985 | abgewrackt | Baunr. 01715, ex. SU R-615 | |
| Paul Eisenschneider / 574 | Wympel, Rybinsk | – | – | 12. Februar 1986 | abgewrackt | Baunr. 01716 | |
| Hans Beimler / 575 | Wympel, Rybinsk | – | – | 3. Oktober 1990 | Museumsschiff in Peenemünde | Baunr. 01717, ex. SU R-630 | |
| INS Veer/K40 | Wympel, Rybinsk | – | – | 1986 | im Dienst | Baunr. 01718 | |
| INS Nirbhik/K41 | Wympel, Rybinsk | – | – | 1987 | im Dienst | Baunr. 01719 | |
| INS Nipat/K42 | Wympel, Rybinsk | – | – | 1987 | im Dienst | Baunr. 01720, ex. R-542 | |
| INS Nishank/K43 | Wympel, Rybinsk | – | – | 1988 | im Dienst | Baunr. 01721 | |
| ORP Metalowiec/436 | Wympel, Rybinsk | – | – | 1987 | unklar | Baunr. 01722, ex. R-833 | |
| ORP Rolnik/437 | Wympel, Rybinsk | – | – | 1988 | unklar | Baunr. 01723 | |
| INS Nirghat/K44 | Wympel, Rybinsk | – | – | 1987 | im Dienst | Baunr. 01724 | |
| Zborul | Jaroslawski | – | – | 1990 | unklar | 1989 an Rumänien, ex. R-600, Baunr. 01725 | |
| 124 | Wympel, Rybinsk | – | – | 1990 | unklar | Baunr. 01726 | |
| 125 | Wympel, Rybinsk | – | – | 1990 | unklar | Baunr. 01727 | |
| HQ-371 | Wympel, Rybinsk | – | – | 1994 | im Dienst | 1994 von Vietnam zunächst storniert, zunächst R-104, dann 1999 an Vietnam. | |
| HQ-372 | Wympel, Rybinsk | – | – | 1994 | im Dienst | 1994 von Vietnam zunächst storniert, zunächst R-69, dann 1999 an Vietnam. | |
| Pescarusul | Jaroslawski | – | – | 1991 | unklar | an Rumänien, ex. R-601, Baunr. 01730 | |
| Lastunul | Jaroslawski | – | – | 1991 | unklar | an Rumänien, ex. R-602, Baunr. 01731 |
Während bei Projekt 1241.1 die eingeplanten Seezielflugkörper vom Typ P-80 (NATO: SS-N-22 „Sunburn“) noch nicht verfügbar waren und man auf ältere „Termit“-Raketentypen zurückgriff, stellte man diesen Mangel bei Projekt 12411 ab und konstruierte die Schiffe nach dem ursprünglichen Plan mit zwei KT-152-Zwillingsstartern, für P-80-„Moskit“-Flugkörper.[10] So wird Projekt 12411 auch als Projekt 1241.1M bezeichnet.
Die Aufbauten wurden umgestaltet und der verkleidete abgewinkelte Mast der Vorgängerprojekte wurde durch einen schmalen geraden Gittermast ersetzt. Die Sensorausstattung blieb weitgehend wie beim Projekt 1241.1. Lediglich das „Pechera“-Navigationsradar wurde vom Dach der Brücke unmittelbar vor das MR-123-„Wympel“-Feuerleitradar verlegt. Die Schiffe erhielten zusätzlich elektronische Gegenmaßnahmen Wympel-R2. Zwei Störsender des Systems, von der NATO „Wine Glass“ genannt, sind auf beiden Seiten am Fuß des Mastes installiert.
Bei den Schiffen dieser Klasse wurde die Antriebsanlage geändert. Die Schiffe haben einen CODAG-Antrieb. Für Marschfahrt wurden nun zwei M510-Dieselmotoren mit je 4000 PS (2.942 kW) eingebaut, die beiden Gefechtsturbinen Typ M-70 wurden beibehalten. Zum einen sinkt dadurch der Treibstoffverbrauch und erhöht sich die Zuverlässigkeit des Antriebs. Zum anderen wird dadurch auch die Höchstgeschwindigkeit gesteigert.
35 Seeleute und 5 Offiziere bilden die Besatzung.
Zwischen 1985 und 2001 wurden 34 Schiffe dieser Baureihe gebaut. Nach dem Bau von elf dieser Schiffe änderte man die Seezielflugkörper vom P-80 „Moskit“ auf das modernere Modell P-270 „Moskit-M“, so dass die folgenden 23 Boote in einigen Quellen die neue Kennung Projekt 1241.1MR tragen.
| Name/Kennung | Bauwerft | Kiellegung | Stapellauf | in Dienst seit | Flotte | Verbleib | Notizen |
| R-46 | Primorski, Leningrad | – | – | 1980 | abgewrackt | 1995 a.D. | |
| R-47 | Sredne-Newski, Leningrad | – | – | 1986 | unklar | ex. Tambowski Komsomolez | |
| R-60 | Sredne-Newski, Leningrad | 10. Dezember 1985 | 1986 | 12. Dezember 1987 | aktiv | seit 2005 mit Kortik-System Pr. 1241.7[11] | |
| R-160 | Sredne-Newski, Leningrad | 1986 | 1987 | 8. August 1988 | aktiv | ab 1990 Potawski Komsomolez, 1997 umgerüstet zum PB, Kasp. Meer [12] | |
| R-187 Zarechny | Sredne-Newski, Leningrad | – | – | 1989 | aktiv | seit 2011 „Zaretschny” | |
| R-239 | Sredne-Newski, Leningrad | 30. April 1991 | 08/1991 | 1992 | aktiv | [13] | |
| R-334 Ivanovets | Sredne-Newski, Leningrad | 1988 | 1988 | 30. Dezember 1989 | aktiv | seit 2000 „Iwanowez”[14] | |
| R-109 | Sredne-Newski, Leningrad | 1989 | 1990 | 20. Oktober 1990 | aktiv | [15] | |
| R-291 Dimitrovgrad | Sredne-Newski, Leningrad | – | – | 1991 | aktiv | – | |
| R-293 Morshansk | Sredne-Newski, Sankt Petersburg | – | – | 1992 | aktiv | – | |
| R-2 | Sredne-Newski, Sankt Petersburg | – | – | 1999 | aktiv | – | |
| R-66 | 876 Chabarowsk | – | – | 1984 | abgewrackt | Baunr. 905, 1995 a.D. | |
| R-85 | 876 Chabarowsk | – | – | 1985 | abgewrackt | Baunr. 906 , 1996 a.D. | |
| R-103 | 876 Chabarowsk | – | – | 1985 | abgewrackt | Baunr. 907, 1997 a.D. | |
| R-113 | 876 Chabarowsk | – | – | 1985 | abgewrackt | Baunr. 908, 1997 a.D. | |
| R-158 | 876 Chabarowsk | – | – | 1986 | abgewrackt | Baunr. 909, 1996 a.D. | |
| R-76 | 876 Chabarowsk | – | – | 1986 | abgewrackt | Baunr. 910, 1995 a.D. | |
| R-83 | 876 Chabarowsk | – | – | 1986 | abgewrackt | Baunr. 911, 1996 a.D. | |
| R-229 | 876 Chabarowsk | – | – | 1987 | abgewrackt | Baunr. 912, 1995 a.D. | |
| R-230 | 876 Chabarowsk | – | – | 1987 | abgewrackt | Baunr. 913, 1996 a.D. | |
| R-240 | 876 Chabarowsk | – | – | 1987 | unklar | seit 2002 a.D. | |
| R-261 | 876 Chabarowsk | – | – | 1986 | unklar | seit 2002 a.D. | |
| R-271 | 876 Chabarowsk | – | – | 1988 | unklar | seit 2005 a.D. | |
| R-442 | 876 Chabarowsk | – | – | 1988 | unklar | seit 2005 a.D. | |
| R-297 | 876 Chabarowsk | – | – | 1989 | aktiv | – | |
| R-298 | 876 Chabarowsk | – | – | 1990 | aktiv | – | |
| R-11 | 876 Chabarowsk | – | – | 1990 | aktiv | – | |
| R-14 | 876 Chabarowsk | – | – | 1990 | aktiv | – | |
| R-18 | 876 Chabarowsk | – | – | 1990 | aktiv | – | |
| R-19 | 876 Chabarowsk | – | – | 1991 | aktiv | – | |
| R-20 | 876 Chabarowsk | – | – | 1993 | aktiv | – | |
| R-24 | 876 Chabarowsk | – | – | 1991 | aktiv | – | |
| R-29 | 876 Chabarowsk | – | – | 1992 | aktiv | – | |
| R-15 | 876 Chabarowsk | – | – | 2001 | aktiv | – |
Projekt 12421 war ein Prototyp, den die „Primorski”-Werft in Sankt Petersburg für ein zukünftiges Exportmodell von Projekt 12411 für die indische Marine baute. Das Schiff wurde für tropisches Klima ausgelegt und trug ein verändertes Radarsystem vom Typ „Garpun-Bal“ auf dem Dach der Brücke und ein „Positiv-E“-Radar unter einer Kuppel auf dem Hauptmast. Primärbewaffnung waren hier zwei Zwillingsstarter für die Exportversion des P-80-Seezielflugkörpers, den P-80E oder „Moskit-E“ (russisch Москит-Э).
Nach der Erprobung durch die Werft, die im Jahr 2000 abgeschlossen war, kam es jedoch zu keinem Geschäftsabschluss und das Schiff „R-5“mit der Baunummer 216 blieb im Bestand der Werft. Indien beschloss dagegen, eigene Schiffe der Veer-Klasse zu bauen, die ebenfalls auf Projekt 1241 basieren.[16]
Projekt 1241.7 bezeichnete zunächst das Schiff R-55, das ursprünglich als Projekts 1241.1 gebaut wurde, das aber mit einem Kortik-Nahbereichsverteidigungssystem (CADS-N-1) anstelle der beiden AK-630M-Geschütze nachgerüstet wurde und die Kennung R-71 trug. Das Waffensystem besitzt zwei sechsläufige 30-mm-Geschütze, Luftabwehrraketen und ein entsprechendes Feuerleitradar.
Antrieb, Geschwindigkeit, Flugkörper- und Hauptgeschütz blieben wie bei Projekt 1241.1. Die Wasserverdrängung änderte sich auf 436 Tonnen leer und 493 maximal.
Nachdem man das Waffensystem von 2001 von R-71 entfernt hatte, baute man ein „Kortik“-System in ähnlicher Weise auf R-60, einem Projekt-12411-Schiff ein.[11]
Projekt 12418 ist eine Exportversion des Projekts 1241.1M. Die Schiffe sind mit 56,9 Metern etwas länger als die Vorgängerklassen. Sie werden von M-15E.1-Turbinen mit 32.015 PS (23.547 kW) angetrieben. Die Hauptbewaffnung ist abgeändert und besteht aus vier Startern für je vier KH-35-(Uran-E)-Seezielflugkörpern (NATO: SS-N-25). 40 Seeleute bilden die Mannschaft.
Zwei Schiffe wurden 2006-2007 in Rybinsk für die Marine der Volksrepublik Vietnam gebaut. Weiterhin erwarb Vietnam einen Simulator zur Besatzungsausbildung für 12418- und 1241PE-Schiffe[17] und die Lizenz zum Bau von zehn weiteren Projekt-12418-Schiffen.[18] Das erste dieser Schiffe lief im Januar 2012 in Vietnam vom Stapel.[19]
2009–2011 wurden in Sankt-Petersburg zwei weitere Schiffe für Turkmenistan gebaut.[20]
| Name/Kennung | Bauwerft | Kiellegung | Stapellauf | in Dienst seit | Flotte | Verbleib | Notizen |
| HQ-366. | Wympel, Rybinsk | 2006 | 2007 | ubk. | im Dienst | – | |
| HQ-376 | Wympel, Rybinsk | 2006 | 2007 | ubk. | im Dienst | – | |
| Edermen / 828 | Sredne-Newski, Sankt-Petersburg | 03/2009 | 08/2011 | 9/ 2011 | im Dienst | – | |
| Gayratly / 829 | Sredne-Newski, Sankt-Petersburg | 07/2009 | 05/2011 | 9/2011 | im Dienst | – |
U-Jagd-Boote 122bis Kronsthadt-Klasse | 205P Stenka-Klasse | 133 Muravey-Klasse | 11451 Mukha-Klasse
P-/T-Boote 1400 Zhuk-Klasse | 183 P-6-Klasse | 206 Shershen-Klasse | 206M Turya-Klasse | 1041 Svetlyak-Klasse | 22460 Rubin-Klasse
Flugkörperschnellboote 183R Komar-Klasse | 205 Osa-Klasse | 206MR Matka-Klasse | 1240 Sarancha-Klasse
Korvetten: 204 Poti-Klasse | 133.1M Parchim-Klasse | 1124 Grischa-Klasse | 1234 Nanuchka-Klasse | 1239 Bora-Klasse | 1241.1 Tarantul-Klasse | 1241.2 Pauk-Klasse | 20380 Stereguschtschi-Klasse | 21630 Bujan-Klasse
Fregatten: 42 Kola-Klasse | 50 Riga-Klasse | 159 Petya-Klasse | 35 Mirka-Klasse | 1159 Koni-Klasse | 1135 Kriwak-Klasse | 1154 Neustraschimy-Klasse | 11661 Gepard-Klasse | 22350 Admiral-Gorschkow-Klasse
Zerstörer: 30bis Skoryy-Klasse | 41 Neustraschimy-Klasse | 56 Kotlin-Klasse | 56-M Kildin-Klasse | 57A Kanin-Klasse | 61 Kaschin-Klasse | 61MP Kaschin-Mod-Klasse | 956 Sowremenny-Klasse | 1155 Udaloy-Klasse
Kreuzer: 68bis Swerdlow-Klasse | 58 Kynda-Klasse | 1134 Kresta-I-Klasse | 1134A Kresta-II-Klasse | 1134B Kara-Klasse | 1164 Slawa-Klasse | 1144 Kirow-Klasse
Flugzeug- und Hubschrauberträger: 1123 Moskwa-Klasse | 1143 Kiew-Klasse | 1143.5 Admiral-Kusnezow-Klasse
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