| Technische Hochschule Wildau [FH] | |
|---|---|
| Gründung | 22. Oktober 1991 |
| Trägerschaft | staatlich |
| Ort | Wildau |
| Bundesland | Brandenburg |
| Staat | Deutschland |
| Präsident | László Ungvári |
| Studenten | 4249 (WS 2011/2012) |
| Mitarbeiter | 335 |
| Website | www.th-wildau.de |
Die Technische Hochschule Wildau [FH] (kurz TH Wildau) wurde am 22. Oktober 1991 als Technische Fachhochschule Wildau in Wildau gegründet. Sie ist die größte Fachhochschule im Land Brandenburg und knüpft an die Tradition der ehemaligen Ingenieurschule Wildau an.
Schwerpunkt der Ausbildung an der Campushochschule vor den Toren Berlins sind die Zukunftsbranchen der Industrie: der Maschinenbau, die Telematik und die Logistik sowie die Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften. Das Studienangebot ist konsequent praxisorientiert und wurde gemeinsam mit Vertretern der Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung konzipiert.
Zuständig für die TH Wildau ist das Studentenwerk Potsdam, das ein Büro am Campus Bahnhofstraße betreibt.
Neben der modernen Infrastruktur und den intensiven Kooperationsbeziehungen mit Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen überzeugt die TH Wildau durch vielfältige Maßnahmen, die Vereinbarkeit von Studium, Forschung und Beruf mit den Anforderungen von Familie und Elternschaft zu verbessern. Zum jüngsten Angebot zählt die Kindertagespflege, in der Kinder im Alter bis zu drei Jahren direkt auf dem Hochschulcampus professionell betreut werden. Die TH Wildau ist 2010 erfolgreich als „familienfreundliche Hochschule“ zertifiziert worden.
Um die Studien- und Lehrbedingungen nachhaltig sichern zu können, hat die TH Wildau als erste Hochschule in Deutschland im Jahr 2009 ihre Qualitätsstandards extern nach der ISO 9001 begutachten und zertifizieren lassen.
Für das Studium an der TH Wildau werden keine Studiengebühren erhoben.
Die Technische Hochschule Wildau ist eine Campus-Hochschule und liegt südlich von Berlin. Der Campus und die Hochschule sind von Berlin aus mit der S-Bahnlinie 46 Richtung Königs Wusterhausen bis zur Station Wildau direkt erreichbar, d.h. die Hochschule liegt unmittelbar vor der S-Bahn-Station. Mit den Buslinien 736, 737 und 738 kann die Hochschule außerdem direkt erreicht werden. Die Regionalbahnlinie RE2 Richtung Cottbus Hauptbahnhof sowie die Linie RB14 ermöglichen des Weiteren die Erreichbarkeit der Hochschule aus Berlin mit Umstieg in Königs Wusterhausen.
Mit dem Auto erreicht man die Hochschule über die Bundesautobahn 10 (Berliner Ring) über die Abfahrt Königs Wusterhausen sowie über die Bundesstraße 179.
Der Standort der TH Wildau blickt auf eine lange Tradition zurück: 1897 wurde dort von der Firma Schwartzkopff, später Berliner Maschinenbau AG, ein Lokomotivwerk errichtet. 1949 entstand dann die Ingenieurschule Wildau, welche Maschinenbaustudenten ausbildete. 1991 wurde dann die Technische Fachhochschule Wildau gegründet, welche neben der Ingenieurausbildung auch betriebswirtschaftliche und verwaltungswissenschaftliche Studiengänge anbietet. Der Praxisbezug des Studiums stellt heute immer noch ein wesentliches Kennzeichen der Fachhochschule dar. Kooperationsnetzwerke verbinden die Hochschule mit international tätigen Großunternehmen und Unternehmen der Region. Ihren jetzigen Namen trägt die Hochschule seit dem 1. September 2009. Diesen hatte der Senat der Hochschule am 11. Mai 2009 beschlossen. Die Namensänderung wurde möglich durch die Novelle des Brandenburgischen Hochschulgesetzes 2008.[1]
Die TH Wildau ist eine forschende Hochschule. Sie ist seit dem Jahr 2001 im Bereich der angewandten Forschung auf den vorderen Plätzen im Vergleich zu anderen Fachhochschulen Deutschlands angesiedelt. Geforscht wird in den Bereichen Biosystematik/Bioinformatik, Energie- und Umweltmanagement, Informationstechnologien und Informatik, Material- und Produktionstechnologie, Lehr- und Lehrmanagement, Logistik, Luftfahrttechnik, Management und Innovation und optischen Technologien.[2] Die Hochschule besitzt zahlreiche Kontakte zu Praxispartnern und ist Mitglied in mehreren Kooperationsnetzwerken. Namhafte Kooperationspartner im Bereich der Forschung waren bereits unter Anderem das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, Zentral- und Landesbibliothek Berlin, TÜV Nord, Deutsches Krebsforschungszentrum, Volkswagen Coaching und das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung.[3]
Der Anteil ausländisch Studierender an der TH Wildau wird konsequent ausgebaut und betrug im Wintersemester 2010/11 8,5 %. Bezogen auf Studenten im ersten Hochschulsemester lag der Anteil ausländisch Studierender bei 15,6 %.
Die TH Wildau unterhält Forschungs- und Wissenschaftskontakte zu Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Finnland, Frankreich, Mazedonien, den Niederlanden, Polen, Russland, Schweden, Großbritannien, Kroatien, Kasachstan, USA, Tschechien, der Volksrepublik China, Kuba und Ungarn.
Internationale Kooperationsbeziehungen bestehen unter anderem zu folgenden Hochschulen:
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Weitere Kooperationsbeziehungen bestehen zur Ingenieurökonomischen Universität St. Petersburg, zur Deutsch-Kasachischen Universität in Almaty (Kasachstan), zu der Kaspischen Staatlichen Universität für Technologie und Engineering in Aqtau (Kasachstan) und zu 13 Deutschen Gymnasien in Lateinamerika.
Der Austausch von Studierenden wird unter Anderem durch die Teilnahme am Erasmus-Programm ermöglicht.
Folgende Studiengänge der TH Wildau wurden in andere Länder exportiert:
Im Direktstudium bietet die TH Wildau derzeit 23 Studiengänge an:
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Seit dem Wintersemester 1992/1993 wird an der TH Wildau parallel zum Direktstudium die Möglichkeit geboten, ein berufsbegleitendes Fernstudium aufzunehmen. Das Angebot umfasst zur Zeit die folgenden Studiengänge:
Das Wildau Institute of Technology an der TH Wildau bietet zudem folgende internationale Studiengänge an:
Die TH Wildau veranstaltet jährlich auf dem Campus der Hochschule die hochschuleigene Firmenkontaktmesse TH Connect. Die Messe stellt eine Möglichkeit dar Unternehmen und Studierende ins Gespräch miteinander zu bringen. Studierende der Hochschule haben die Möglichkeit mit Vertretern der teilnehmenden Unternehmen in Kontakt zu treten und sich über das jeweilige Unternehmen zu informieren. Auch Stellen werden auf der Firmenkontaktmesse ausgeschrieben und vor Ort ausgehangen. In den letzten Jahren nahmen an der Messe unter Anderem folgende Unternehmen teil: Berliner Verkehrsbetriebe, Rolls-Royce Motor Cars, Knorr-Bremse, Norma (Handelskette), Bombardier, Techniker Krankenkasse, DB Mobility Logistics, Siemens, Bundesdruckerei.[8]
Die Technische Hochschule Wildau verfügt über mehrere An-Institute:
52.31944444444413.6325
Koordinaten: 52° 19′ 10″ N, 13° 37′ 57″ O
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