Dienstag, 29. Mai 2012

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Telefonkarte

Das Telephon-Billet gilt als erster Vorläufer der heutigen Telefonkarten

Eine Telefonkarte ist eine Karte (Chipkarte oder Magnetkarte), mit der man an dafür geeigneten öffentlichen Telefonen telefonieren kann. Unter den Begriff fallen auch Karten, deren aufgedruckter (bei limitiertem Entgeltkontingent meist freizurubbelnder) Zugangscode vor der eigentlichen Selbstwählverbindung über die Wähltastatur einzugeben ist.

Allgemein

Sie muss dazu so in den Kartenschlitz des Telefons geschoben werden, dass die Pfeilmarkierungen auf Karte und Telefon übereinstimmen.

Für die Kunden hat die Telefonkarte den Vorteil, dass man kein passendes Kleingeld benötigt. Weil ein Kartentelefon keinen Münzbehälter benötigt, ist dieses für den Betreiber günstiger, da zum einen kein Behälter mehr geleert werden muss und zum anderen dieser auch nicht mehr entwendet oder aufgebrochen werden kann.

Nachteilig ist jedoch, dass für das Telefonieren eine Karte mit Guthaben erworben werden muss, wohingegen fast jeder Mensch über Münzen verfügt.

Basistelefone der Deutschen Telekom ersetzen die herkömmlichen Telefonzellen

Inzwischen nimmt die Zahl der öffentlichen Kartentelefone in Deutschland schnell ab, da die Mobiltelefone zunehmende Verbreitung finden und so die Telefonzellen im Grunde überflüssig machen, die wartungsintensiv sind und häufig beschädigt werden. Aufgrund ihres Versorgungsauftrages sind marktbeherrschende Netzbetreiber jedoch weiterhin verpflichtet, öffentliche Telefone bereitzustellen. Von April 2004 bis Ende 2005 fand deshalb ein Feldversuch statt, in dem die Telekom an wenig genutzten Standorten die Telefonzellen durch so genannte Basistelefone austauschte. Das Besondere an den Basistelefonen ist, dass diese keinen Schlitz für Telefonkarten besitzen. Telefonate können nur über eine Calling Card, Kreditkarte oder 0800-freecall Rufnummern geführt werden.

Länderspezifische Geschichte

Deutschland

siehe Hauptartikel: Telefonkarte (Deutschland)

Italien

Italienische Telefonkarte aus Karton

Zwischen 1927 und 2001 gab es Telefonmünzen, die gettoni telefonico genannt wurden. In den 1990er Jahren testete man mit Telefonkarten auf Kartonbasis. Die obere linke Ecke musste vor der ersten Benutzung abgerissen werden, um die Karte als gebraucht zu kennzeichnen.

Österreich

optisch codierte Telefonwertkarten aus Österreich (um 1994). Der weiße Streifen auf der Oberseite dient lediglich dem Benutzer, um das verbleibende Guthaben abzulesen.

In Österreich kann man Telefonkarten ebenfalls bei der Post oder der Telekom Austria erwerben. Sie werden offiziell als Telefonwertkarten bezeichnet.

Schweiz

Die schweizerische Bezeichnung für Telefonkarte ist Taxcard. Die gewöhnlichen Karten werden von der Swisscom vertrieben. 1996 lösten die Chipkarten das Vorgängersystem von Landis & Gyr ab. Die Taxcards der Standardserien gibt es zu 5, 10 und 20 Schweizer Franken. Die Motive dieser drei Karten bilden jeweils eine thematische Einheit.

Sammlerobjekt

Telefonkarten sind schon bald nach ihrer Einführung zum Sammlerobjekt geworden. Es gibt, ähnlich wie für Briefmarken, Sammlerbörsen, Magazine und Sammelwertkataloge (z. B. von Michel).

Weblinks

 Commons: Telephone card – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
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Diese Seite wurde zuletzt am 23. Mai 2012 um 08:23 Uhr geändert.

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