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The Guardian [ðə ˈgɑːdɪən] ist eine britische Tageszeitung, die 1821 gegründet wurde und bis 1959 als The Manchester Guardian bekannt war. The Guardian wird von Guardian News & Media Ltd. veröffentlicht, die im Besitz des „Scott Trust“ ist, einer Stiftung, die das Hauptziel hat, die journalistische und finanzielle Unabhängigkeit des „Guardian“ zu sichern. Seit 1993 ist die Sonntagszeitung The Observer auch Teil von Guardian News & Media Ltd. Der Hauptsitz liegt im Stadtteil Kings Cross, London.[2]
Nach einer Verringerung der täglichen Auflage um 17,75 % im Vergleich zum Vorjahr, beträgt die derzeitige tägliche Auflage des Guardian rund 216.000 Blätter. Der Guardian ist damit die am dritt-meist gelesenen englische Tageszeitung. Die Aufteilung der anderen Blätter (und deren Abnahme an Auflagen) ist dabei: 579.000 (-7,89 %) The Daily Telegraph, 398.000 (-10,86 %) The Times, und 105.000 (-42,38 %) für The Independent. (Stand: Februar 2012). [3][4][5].
The Guardian wurde 1999, 2006 und 2011 von den British Press Awards zur "Zeitung des Jahres" (in engl: newspaper of the year) gewählt.[6]
Den Spitznamen The Grauniad erhielt der Guardian vom Satiremagazin Private Eye auf Grund seiner Bekanntheit für Satzfehler. Einst soll die Zeitung sogar ihren eigenen Namen im Impressum falsch geschrieben haben. Die Domain grauniad.co.uk wurde für den Guardian registriert und leitet weiter zur offiziellen Webseite guardian.co.uk.
C. P. Scott war der berühmteste Herausgeber des Guardian und machte ihn überregional bekannt. Von 1872 an war er für die folgenden 57 Jahre lang Herausgeber. 1907 wurde er zum Eigentümer der Zeitung, indem er sie von Taylors Sohn kaufte. Unter seiner Leitung unterstützte der Guardian Gladstone, als sich die Liberalen 1886 aufspalteten, und wandte sich gegen die Volksmeinung, die den Zweiten Burenkrieg befürwortete. Scott unterstützte die Bewegung für das Frauenwahlrecht, lehnte aber militante Aktionen der Stimmrechtlerinnen ab. "Die wirklich groteske Situation ist, dass Herr Lloyd George dafür kämpft, dass 7 Millionen Frauen befreit werden, und gleichzeitig die Militanten verzweifelt versuchen, ihn davon abzuhalten, indem sie die Fenster von unbeteiligten Leuten einwerfen und die Treffen von wohlwollenden Vereinigungen abbrechen." Scott glaubte, dass "der Mut und die Hingabe" der Stimmrechtlerinnen "einen besseren Anlass und eine vernünftigere Führung verdient" hätten.
Scotts Freundschaft mit Chaim Weizmann spielte eine Rolle in der Balfour-Deklaration von 1917. 1948 unterstütze der Guardian den Staat Israel. Daphna Baram erzählt in ihrem Buch "Disenchantment: The Guardian and Israel" die Geschichte des Guardian und seiner Beziehung zur zionistischen Bewegung.
Im Juni 1936 wechselten die Besitzverhältnisse zum Scott Trust (benannt nach dem letzten Eigner, John Russell Scott, der der erste Vorsitzende des Trust wurde). Dieser Wechsel sicherte der Zeitung ihre Unabhängigkeit.
Bis 1959 hieß die Zeitung The Manchester Guardian, noch heute wird sie speziell in Nordamerika mit diesem Namen verbunden.
Am 13. September 2005 wechselte der Guardian vom Broadsheet zum Berliner Format.
Im Juni 2006 wagte die Redaktion unter Chefredakteur Alan Rusbridger den journalistisch ebenso bedeutsamen wie riskanten Schritt, Artikel zuerst im Internet und erst danach in der Printausgabe erscheinen zu lassen. Mittlerweile (Januar 2009) wurde die Internetseite des Guardian zur sechstgrößten Website aller Tageszeitungen in der Welt und zählt 26 Millionen Nutzer im Monat.
Seit 2009 besteht eine Kooperation mit der deutschsprachigen Wochenzeitung der Freitag.[7]
Seit 2011 versucht sich The Guardian an der Form des kollaborativen Journalismus. Durch die Veröffentlichung der Themenliste in einem eigenen Blog erhalten die Leser, die Möglichkeit, sich bei den Autoren zu melden, können Infos abgeben und bei der Recherche mithelfen. [8]
The Guardian Weekly ist eine internationale Zeitung der Gruppe, die 1919 gegründet wurde und Artikel des regulären Guardian, des Observer, der Washington Post und übersetzte Artikel von Le Monde zusammenfasst.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel The_Guardian aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |